wip-1713

Apr 27 2013

Rachael Yamagata – The only fault
Red Hot Chili Peppers – Midnight, Dosed, By the way
The Killers – Romeo & Juliet, Sams Town (Abbey Road)

Und Miles Davis.

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Apr 24 2013

Dinge im Kopf sortieren sieht auf dem Papier so viel einfacher aus, als in der Umsetzung ist. Die Idee, aufzuschreiben, was man so getan hat, macht mir Angst. Nicht, weil ich nichts tue, auch nicht, weil ich nicht in der Lage dazu wäre, das alles aufzuschreiben. Ich weiß, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, nicht einmal, warum mir dieser Gedanke, diese Idee so viel Angst bereitet.

Statt dessen konsumiere ich lieber über häufig unschön ausufernde Zeiträume mehr oder weniger gehypte Serien. Manchmal lese ich Bücher. Bücher, deren Seiten ich nicht selten alle samt anstatt so mancher Moderner Kunst in die Galerien dieser Stadt hängen möchte. Doch auch das wäre keine Lösung, erst recht nicht zu dem Problem mir einzugestehen, dass ich nicht aufschreiben möchte, was ich tue, weil ich dann sehen würde, wie viel davon gerade eigentlich gar nicht so wichtig ist.

Diese ganzen Bücher und Serien und Filme sind morgen auch noch da. Auch übermorgen. Die Zeit, die Ideen in meinem Kopf in Taten umzusetzen aber nicht mehr. Ich hoffe, ich finde bald die Kraft nicht mehr aufzuhören anzufangen.

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Sag, wie geht’s dir eigentlich?

Mar 27 2013

Und plötzlich ist man dann angekommen und hat auf dem Weg da hin zwei- bis dreimal zu oft vergessen, die Wegbegleiter “Sag, wie geht’s dir eigentlich?” zu fragen.

“Sag, wie geht’s dir eigentlich?”

Das ist keine schwere Frage, jedenfalls ist es nicht schwer, sie zu stellen, man darf es nur nicht vergessen. Zumindest ist es immer mal wieder ratsam wichtige (sogenannte Herz-) Menschen zu fragen, wie es ihnen geht, was sie so machen, und ob das eigentlich okay ist, sie mit all dem Kram zu belasten, den das eigene Pochwerk loswerden möchte.

“Sag, wie geht’s dir eigentlich?”

Das kann eine verdammt beschissene Tränenkanone sein. Wenn man darauf antworten soll und der Kopf mit den Gefühlen lieber 32 heb auf als Herz spielt.

Aber es kann auch zu wunderschönen, sekundenweise Ewigkeit schaffenden Momenten führen, in denen man sich gemeinsam über diese seltenen Momente im Leben freuen kann, wo tatsächlich mal einfach alles gut ist.

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Ausbrechen

Feb 12 2013

Ich kann spüren, wie Geschichten zwischen meinem Kopf und meinem Herz hin- und herwandern. Irgendwas hält sie davon ab, auszubrechen. Irgendwo ist eine Sperre auf dem Weg nach draußen.

Wahrscheinlich ist es die selbe Sperre, die sich in meine innere Mitte gesetzt hat. Wenn ich die Augen schließe spielt mein Körper Jahrmarkt. Mit allem. Nur ohne mich. Immerhin sind die Feuerwerkseffekte vor den Augen beeindruckend. Auf die wechselwarmen Gefühlschauer an den Armen, die sich zuweilen auch in spontanen Gänsehauteruptionen äußern, würde ich dennoch gerne verzichten. Es muss so viel raus, doch der Schlüssel fehlt. Das ist, wie mit dem Füllfederhalter schreiben zu wollen, wenn keine Tinte mehr greifbar ist. Inklusive dem hilflosen Kratzen. Ich möchte das nicht.

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Challenge Accepted

Jan 05 2013

Und dann kam mir der Gedanke, dass das hier mal sehr viel Spaß gemacht hat und dies ist demzufolge der Versuch, zu schauen, ob dieser Spaß wiederbelebbar ist. Diesem Versuch stellt sich ein Hang zum Dinge nicht mehr nur Halb machen wollen entgegen. Und ein Hang dazu, lieber tausend Dinge anzufangen als Einhundertzweiunddreißig zu beenden. Wäre ja sonst auch bei weitem nicht kompliziert genug. Und das wäre nicht vertretbar mit einer Jugend die abgesehen von vielen guten Ratschlägen nie vergessen hat, darauf zu achten, oft genug auf die bevorstehende Kompliziertheit und Komplexität des Erwachsenseins hinzuweisen. Tja nun. Challenge Accepted.

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Worte. Wortgruppen. Sätze. Satzgruppen.

Sep 25 2012

Vor mir liegt eine Zettelwirtschaft voller Worte. Wortgruppen, Sätze, Satzgruppen. Nichts wirklich zusammenhängendes und doch alles auf die gleichen Fragen hinauslaufend. Bin ich der, der ich sein sollte? Bist du die, die du sein solltest? Sind wir die, die wir sein sollten? Und überhaupt, was ist “Wir”, “Du”, “Ich”?
Du sagst nichts. Du kennst jedes dieser Worte. Hast bei vielen die Bewegung von Hand und Feder mit deinen großen beständig wundernden Augen aufmerksam mitverfolgt. Du kennst mich, sagest du. Du verstehst mich – ich spüre es. Und doch weißt du keine Antworten, keine Reaktion entspringt deinem sonst so famosen Gedankenreich, die angemessen wäre. Nichts, was helfen würde, das alles zu sortieren. Ich möchte “Es kann wohl doch nach hinten losgehen, einfach anzufangen zu schreiben” sagen, kann aber nicht. Weil ich weiß, dass das nicht stimmt. Weil ich weiß, dass nicht das Niedergeschriebene das Problem ist. Genauso gut, wie dir dies auch mehr als bewusst ist.

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Die Frage nach dem nächsten Gespräch

Sep 25 2012

Immer, wenn ich mich mit Menschen unterhalte, denke ich darüber nach, worüber wir wohl reden werden, wenn wir uns das nächste Mal begegnen. Dieser Denkprozess wird mitunter so nervenfressend, dass er mich daran hindert, das aktuelle Gespräch fortzuführen. Meist enden diese fatalen Gedankenspiele mit der Frage danach, wo man wohl wäre, hätte man nicht über das nächste Gespräch nachgedacht.

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Ben

Sep 25 2012

Das Klingeln des Telefons in der Ferne rief Ben seine Umwelt wieder in den Kopf. Er war mal wieder entschwunden gewesen in seinen geliebten Tagträumen. Denen, wo er bei Sophie war, anstatt in diesem Büro malochen zu müssen. Wenn der Auftrag doch nur endlich erledigt wäre. Dann könnten sie jetzt an den Strand gehen und, wie so oft schon, bis spät in die Nacht hinein dort liegen und der Natur lauschen. Sophie würde ihm vielleicht aus einem Buch vorlesen, oder sie würden sich Geschichten von den Wesen bei den Sternen erzählen.
Die Botschaft der Augenringe missachtend rieb Ben sich notdürftig wach und beschloss, vor dem weiter arbeiten noch einen Kaffee zu holen, während er das Bild von Sophie aus seinem Notizbuch nahm und als Motivationszauber an die Schreibtischlampe lehnte.

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Alltagsmistkram

Sep 25 2012

Das eigentliche Problem am Telefonieren ist nicht der dadurch erzwungene Kontakt zu Menschen, sondern die bedingte Kommunikationsredundanz. Wenn man zum Beispiel bei einem Friseur anruft, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Termin zum Haare waschen/schneiden/legen haben möchte ziemlich nah an 100%. Trotzdem ist es nach sozialen Verhaltenskonventionen notwendig, “Hallo, ich hätte gerne einen Friseurtermin” zu sagen. Dieses Dilemma wirft ohne Zweifel und nicht ganz unbegründet die Frage auf, wie oft denn jemand beim Friseur nach einem Zahnarzttermin fragt.

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Hängemattengedanken

Aug 19 2012

Falls ihr bisher der Meinung wart, dass alles gut wird, sobald man in einer Hängematte liegen kann, habt ihr euch geirrt. In Wahrheit nämlich wird nicht alles gut, sondern viel viel besser, als ihr es euch jemals habt träumen lassen. Allerdings braucht es dazu eine weitere Zutat: Meereswellenrauschen. Perfektionierbar mit einer Prise Sonnenuntergang.

Überhaupt sind Sonnenuntergänge am und ins Meer nicht zu verachten. Das Versinken des Feuerballs im unendlichen Blau, schon so manch einen berufenen und weniger berufenen Poeten und Maler hat diesem Naturschauspiel ein Denkmal gesetzt. Dabei begehen wir alle immer wieder den gleichen Fehler: Ereignisse, die so rein und schön sind, kann man nicht festhalten. Stattdessen sollten wir uns geehrt fühlen, dass die Natur uns immer wieder an solch einfacher Eleganz und unerreichbarer Großartigkeit teilhaben lässt.

Trotzallem besteht natürlich kein rechtfertigbarer Grund, mit dem Versuch des Sonnenuntergangsmagiefesthaltens aufzuhören. Vielleicht klappt das ja irgendwann. Das wäre schön.

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