meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Motion Sick­­ness

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:19 min

Es geht ums wollen sollen. Oder auch nicht­wol­len sollen. Wahl­weise. Jeden Tag muss, darf, soll, kann man die Welt retten. Oder auch einfach etwas ganz bana­les tun. Wahl­weise.

Aber warum eigent­lich? Der innere Zwang des gesell­schaft­li­chen Zusam­men­le­bens gebie­tet uns, dass wir nicht nur vor uns hindö­sen und unse­rem einsa­men Dasein fris­ten. Das ist eines dieser Sinn-des-Lebens Probleme.

Immer und über­all werden Erwar­tun­gen gestellt. Mindes­tens genauso oft werden sie nicht erfüllt. Frei nach dem Motto: „Shit happens twice a day“ versucht man dann in der Regel einfach weiter­zu­le­ben und das wird schon alles irgend­wie gehen. Die meis­ten Probleme lösen sich ja sowieso von selbst. Früher oder Später. Wahl­weise eher später.

Ich finde den Erwar­tungs­ka­ta­log des Lebens durch­aus manch­mal belas­tend. Ja. Nervend. Weil man manch­mal einfach seine Ruhe braucht. Einfach mal nichts tun kann. Es ist ja meist gar nicht das Nicht­stun­wol­len. Nein, es ist das fehlende Buch im Regal oder die eine klem­mende Taste am Klavier, die mehr Kopf­zer­bre­chen berei­tet als man zuge­ben möchte. Die Nich­tig­kei­ten, über die man nach­den­ken muss.

Das Leben.