meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Where The Streets Have No Name

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:20 min

Weg. Weg von den selben lang­wei­li­gen Stra­ßen. Weg von den selben lang­wei­li­gen Menschen. Weg von dem immer glei­chen grauen Wetter. Weg von allem. Einfach mal was ande­res sehen. Nicht nur, weil man eben ab und an mal weg von den lang­wei­li­gen Menschen und den lang­wei­li­gen Stra­ßen muss, sondern auch, eigent­lich gerade weil die Menschen und Stra­ßen eben ganz und gar nicht lang­wei­lig sind. Sondern weil sie lang­wei­lig gewor­den sind. Diese Lange­weile aus Routine. Diese elen­dige Routine. Zu viele Tage, an denen man keinen Tage­buchein­trag verfasst, weil einfach nichts passiert ist. Natür­lich ist ganz viel passiert, aber das hat man nicht gemerkt, weil man so tief im Alltag steckt, dass man nichts mehr merkt.

Dann muss man mal raus aus dem Alltag. Am besten möglichst weit weg und irgendwo hin, wo man noch nie war, wo man in jeder Sekunde neues sehen kann. Denn nur dort, wo man neues sehen kann, kann man altes in Ruhe verar­bei­ten. Nur dort findet man Zeit, Ruhe und Kraft um weiter zu machen, wo es am schöns­ten ist: Bei den grauen Menschen in den grauen Stra­ßen. Die natür­lich wieder so bunt wie immer sind, wenn man dann zurück kommt. Da ist man sich vorher sicher. Alles andere unge­wiss. Aber das ist auch gut so.