meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Paint The Silence

  • 9 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:38 min

Es gibt Menschen, denen hat man fast zu viel zu sagen. Nicht im nega­ti­ven Sinne. Sondern einfach nur zu viele für diese eine Person mehr oder minder wich­tige Worte die gleich­zei­tig im Kopf herum­schwir­ren. Das kann manch­mal durch­aus ein nicht verach­tens­wer­tes Problem werden.

Zum Beispiel genau dann wenn man mit dieser Person redet. Über alles und die Welt und das Univer­sum und den Rest. Und dann ist auf einmal Stille. Diese ungute störende Art von Stille, die bei solchen Menschen eigent­lich per Defi­ni­tion nicht auftre­ten kann. Doch wenn sie dann – Murphy und Ausnah­men­re­gel­dings­be­stä­ti­gungs­treu kommt, ist sie grau­en­haft. In genau diesen Momen­ten fällt einem nämlich nie eine dieser vielen tausend Klei­nig­kei­ten ein, die man noch sagen wollte.

Fast schlim­mer kann es aber werden zu schrei­ben und dabei zu wissen, dass man ja aufgrund des Medi­ums theo­re­tisch all diese vielen unge­sag­ten Unwich­tig­kei­ten loswer­den könnte. Wenn man schreibt fallen sie einem ja auch meis­tens ein. Früher oder später. Doch dann sind es garan­tiert viel zu viele. Dann hört man meist viel früher mit der Nach­richt auf, als unter Umstän­den sinnig wäre, wegen der komi­schen nie schla­fen­den Stimme im Kopf. Die dann was erzählt von „zu viel“, „nervig“ oder viel­leicht auch einfach nur von diesem absur­den Gedan­ken irgend­wann mögli­cher­weise mal nichts mehr zum sagen zu haben.