meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Cardi­nal Song

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:17 min

Es wäre einfa­cher sich nicht zu verlie­ben. Naja. Viel­leicht auch nicht. Aber man könnte sich zumin­dest das Um-den-Verlust-Trau­ern erspa­ren. Es sei denn, man macht sich genau das dann zu seiner Haupt­auf­gabe: Trau­ern. Nach den besse­ren Zeiten. Den golde­nen Momen­ten. Nicht so grauen Tagen. Dem Geruch von frischem Gras, mitten im Winter.
Es wäre einfa­cher.
Es wäre über­haupt nicht einfa­cher, es wäre nur anders kompli­ziert. Mit dem Bonus, dass fast alles wirk­lich schöne im Leben fehlen würde. Keine Alter­na­tive also. Warum auch? Alter­na­ti­ven gibt es doch sowieso nicht. Es gibt zwar auch nicht nur einen Weg, aber es gibt an jedem Punkt immer genau eine Entschei­dungs­mög­lich­keit. Die Entschei­dung trifft man aber nie bewusst. Sollte man zumin­dest nicht. Sobald man anfängt sich bewusst für oder gegen etwas zu entschei­den wird das Leben lang­wei­lig. Manche würden auch gere­gelte Bahnen dazu sagen. Lang­wei­lig passt aber besser.
Lang­wei­lig, weil die Spon­ta­ni­tät verlo­ren geht, weil das ganze Leben von äuße­ren Einflüs­sen gere­gelt wird, weil man keine eigene Meinung mehr braucht.