meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Southern State

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 02:44 min

Was kann man schon sagen über eine Stadt, die älter ist als fast alles, was man davor gese­hen hat. Voral­lem: Was kann man sagen, nach­dem man die Reise­führ­er­be­schrei­bun­gen raus­ge­stri­chen hat? Viel. Und doch fehlen die Worte. Worte für die Über­reste einer der Kultu­ren die unser aller Leben vor etwa 2000 Jahren so maßgeb­lich geprägt hat. Die Über­reste derer, die versucht haben die ande­ren Über­reste zu schüt­zen, bis auch sie die Macht verlo­ren zu Wachen und zu Schüt­zen. Und schließ­lich die Moderne, die sich dazwi­schen drängt, aber doch vieler­orts einfach verschluckt wird von der Geschichte. Rom.

Viel­leicht ist Rom für seine Bewoh­ner auch nur eine Stadt, doch wenn man dort ist mag man das nicht glau­ben. Eine Art Zauber umgibt diese Stadt. Womög­lich spielt dieses große (wirk­lich große, wenn man davor steht merkt man es erst rich­tig.) weiße Gebäude da keine unwich­tige Rolle bei. Schließ­lich ist es von so ziem­lich jedem Ort der Stadt aus zu sehen. Immer ein biss­chen passend und ein biss­chen Fremd­kör­per.

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Dank­bar bin ich den Stadt­pla­nern, die es geschafft haben, das neue moderne Rom nicht das alte, ehrwür­dige zerstö­ren zu lassen. Rela­tiv naht­los gehen alt in neu in älter und neuer über und über­all schwingt sowohl das allge­meine itali­en­ty­pi­sche Flair – ihr wisst schon, Luft und Liebe und Sonne und Süden und alles hat Zeit aber wir machen trotz­dem ein biss­chen Mopedstress – als auch eine Art von Magie mit, die ich bisher nur in dieser Stadt gespürt habe. Das Wissen darum, was auf diesen Flecken auf denen man steht, läuft, sitzt oder in Gedan­ken davon­schwebt in den vergan­ge­nen 2700 Jahren passiert ist. Das Gefühl, dass man nirgendwo mehr der erste sein kann. Manch­mal ist sie fast ein wenig erdrückend. Die Geschichte dieser Stadt.

Lusti­ger­weise bleibt hinter­her zum Einen die Erkennt­nis, dass italie­ni­sche Pizza mitten in Italien irgend­wie nicht so gut schmeckt wie beim Italie­ner um die Ecke und dass der Foto­ap­pa­rat so lang­sam seine alters- und leis­tungs­be­ding­ten Gren­zen erreicht und zum Ande­ren das Wissen, dass dies zwar der erste, aber sicher nicht der letzte Besuch dieser Stadt gewe­sen sein wird.

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