meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Sweet Pain­ted Lady

  • 6 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 00:39 min

Nur ganz vorsich­tig das Papier mit dem Blei­stift berüh­ren, drei mal anset­zen für eine Linie. Unge­naue Umrisse, dazwi­schen detail­ver­liebte Leere. Erst­mal nach­spit­zen. Ängst­lich erwar­tet das Blatt den nächs­ten Angriff der Mine. Viel zu Ängst­lich. Der Stift will doch nichts böses, wurde nur geschickt um fest­zu­hal­ten. Fest­zu­hal­ten was sonst viel zu schnell entschwin­det.

Träume in Schwarz-Weiß.

Ster­nen­klare Nächte, kleine weiße Pünkt­chen auf schwar­zem Grund. Ein biss­chen wie ihr Kleid.

 

Devil in the midnight mass

  • 6 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 01:40 min

Früher konnte ich nicht flüs­tern. Also das heißt, rein von der Fähig­keit her konnte ich schon, aber es ging einfach nicht. Immer wenn Menschen in meiner Umge­bung aus welchen Grün­den auch immer anfin­gen zu flüs­tern schnürte sich mein Hals zusam­men, vor Angst aus verse­hen zu laut zu spre­chen sprach ich lieber gar nicht mehr. Denn man kann einfach nicht laut reden, wenn die Umge­bung flüs­tert.


Doch warum konnte ich eigent­lich nicht flüs­tern? Um ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht. Eben­so­we­nig weiß ich, warum es jetzt geht. So genau will man ja diese Eigen­ar­ten des Körpers oft auch gar nicht verste­hen. Doch ande­rer­seits kann man nie aufhö­ren darüber nach­zu­den­ken, warum das nun so. Und wieso eigent­lich die eige­nen Gewohn­hei­ten meist gar nicht so spezi­ell aber doch irgend­wie immer was beson­de­res sind. So ist das eben.

Flüs­tern war das Thema. Flüs­tern ist eine tolle Sache. Flüs­tern schafft Nähe, Ruhe, Gemüt­lich­keit und ein biss­chen Geheim­nis­tue­rei. Immer. Da kann man noch so grund­los anfan­gen, die Wirkung von geflüs­ter­ten Worten ist grund­sätz­lich erst­mal obige. Deswe­gen flüs­tere ich inzwi­schen ab und an sehr gerne. Weil es eben ab und an mehr als notwen­dig ist die Diskus­si­ons­not­bremse zu ziehen um das Verste­hen des Gesag­ten heraus­zu­for­dern.

 

Small Stakes

Es sind diese Tage an denen der gute Rat „Bleib liegen.“ das einzige ist, was im Kopf herum­schwirrt. Es sind diese Lieder, die einen trotz­dem hoch­rei­ßen und ein wenig Moti­va­tion durch den Raum flat­tern lassen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=tsHlKYElKX0[/youtube]

 

Shore­line

  • 6 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 00:47 min

Fahr ans Meer, nimm dir eine dicke kusche­lige Decke, setz dich an den Strand, hör den Wellen zu. Warte bis du an nichts mehr denkst außer an das Rauschen der nächs­ten Welle. Dann erst wieder aufste­hen. Dann ist bestimmt nicht alles gut. Nicht wenn vorher nicht alles gut war. Aber dann ist alles ein biss­chen anders. Vor allem ist der Gedanke der gestört hat nicht mehr da.

Das sagt sich viel zu einfach. Leider ist es meis­tens nicht so einfach. Das fängt ja schon damit an, dass man ja erst­mal ans Meer kommen muss. Und dann die ganzen Fragen der Leute, warum denn und wieso denn und ob man denn helfen könnte. Eigent­lich will man doch nur allein sein. Doch das versteht ja meis­tens keiner. Und die die es verste­hen können nicht dabei helfen, dass es geht.

Atmen.

 

Extin­guish Me

Dann ist auf einmal eben nicht mehr alles gut. Dann fällt einem wieder ein, dass man auf Wolken ja gar nicht schwe­ben kann, die ganzen Natur­ge­setze versauen einem den sowieso schon ange­knacksten Tag. Was heißt hier Natur­ge­setze? Die Natur spielt auch ohne Gesetze nicht mit. Die guten alten Sommer­ge­wit­ter sind auch nur noch Schat­ten ihrer selbst. Ein klei­ner Faden hängt in der Luft. Zu klein, um sich daran klam­mern zu können.

(via elefan­ten­rue­sel)


Doch sollte man es nicht wenigs­tens versu­chen? Nicht zu schnell den Rettungs­fa­den der Hoff­nung hängen lassen? Wer weiß das schon. Manch­mal ist es eben nicht so einfach. Da schwir­ren mehr eigent­lich und viel­leicht und könnte und hätte und dürfte und warum durch den Magen als Schmet­ter­linge jemals Platz finden würden. Dummer­weise erzeugt jedes einzelne von ihnen die Nega­tiv­wir­kung des Schmet­ter­lings­ge­fühls. Gar nicht so einfach, nicht daran zu denken, dass da ja nicht nur eins ist.

An manchen Tagen möchte man einfach weder Hammer noch Nagel sein, möchte nicht mal von außen auf dieses Wesen blicken müssen, das man reprä­sen­tiert. Es sind diese Tage, an denen man nicht umhin kommt Bridge Over Troub­led Water zu hören. Nicht einmal, nicht zwei­mal, stän­dig. Es sind diese Tage an denen jedes winzige Zeichen von Kommu­ni­ka­ti­ons­auf­nahme dank­bar entge­gen­ge­nom­men wird in der Hoff­nung, dass es endlich die eine Infor­ma­tion ist, auf die man so sehn­lichst wartet. Es sind diese Tage, die im Gedächt­nis blei­ben, obwohl es genau diese Tage sind, die man so schnell wie möglich verges­sen will.

Hier war mal ein Video. Das ist jetzt aber nicht mehr auf YouTube. (meh.)
 

Lies all over my eyes

  • 6 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 01:35 min

Einfach mal bei grün an der Ampel stehen blei­ben. Den Auto­fah­rern zu sehen, wie sie sich erst nur wundern, dann amüsie­ren, dann fast ein biss­chen sauer werden, weil man nicht rüber­geht. Warum werden sie sauer? Es ist doch nicht ihr Problem, dass ich da stehe, dass ich Zeit verliere. Sie müssen doch sowieso warten. Achso, ja, genau, das ist es wohl. Sie würden sich wünschen, ich würde rüber gehen, damit sie nicht umsonst gewar­tet haben. Klas­si­scher Fall von Konzept nicht verstan­den. Ampeln sind nicht nur dazu da, dass Fußgän­ger die Straße über­que­ren können.



Viel­leicht gleich Morgen den Kaffee mal nicht schwarz trin­ken und die Mate mal warm werden lassen. Regeln sind für andere da. Viel zu oft hält man sich daran, was einem irgend­wer irgend­wann mal gesagt hat. Und wenn man nicht aufpasst springt man am Ende noch aus dem Fens­ter, weil irgend­wer „spring“ sagt. Sprin­gen wäre aber eigent­lich gar keine so schlechte Idee. Nur eben nicht unbe­dingt aus dem Fens­ter. Rück­wärts viel­leicht. Oder zur Seite, ganz egal welche. Nur nicht nach vorn. Oder doch. Völlig egal eigent­lich. Haupt­sa­che nicht so wie es der Rest macht. Bloß nicht gleich alles zur Regel werden lassen.

„Ich will barfuss durch den Regen laufen.“

„Schau mal, ich kann flie­gen, wenn du die Augen zu machst.“

„Ich will barfuss durch den Regen laufen.“

„Ich fliege.“

„Ich kann dich nicht sehen.“

„Hast du was gesagt?“

„Es regnet nicht.“

 

God In The Numbers

Wahr­schein­lich gehört Richard Ashcroft, gehört seine Band The Verve zu den vielen Bands von denen fast jeder das eine Lied kennt. Bezie­hungs­weise meint das eine Lied zu kennen. Die Rede ist von Bitters­weet Symphony. Ein Lied, was nicht zuletzt durch den Film Eiskalte Engel zwei­fel­hafte Bekannt­heit erlangte. Doch die Band­breite von The Verve ist weit größer als man mit Kennt­nis dieses einen Liedes vermu­ten könnte. Dabei zieht sich durch sehr viele der von Ashcroft geschrie­be­nen Lieder ein Thema: Mathe­ma­tik. Hier mal eine kleine Auswahl:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=heqeOQ35fSc[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UthXR8NAn_Q[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=MbGATIHKZUc[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=PwGt­pAlHSdI[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=xjdEe_rCio4[/youtube]

Wie das so ist, wenn man ganz spon­tan beschließt über irgend­was zu schrei­ben lässt das Black­out nie lange warten. Bezo­gen auf die oben genannte Zahlenthe­ma­tik habe ich sicher nicht unbe­dingt die besten Lieder ausge­wählt, aber es sind gute Werke der Künst­ler. Werke die ein biss­chen zeigen, was hinter der bitter­sü­ßen Sympho­nie steckt.