meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Devil in the midnight mass

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:40 min

Früher konnte ich nicht flüs­tern. Also das heißt, rein von der Fähig­keit her konnte ich schon, aber es ging einfach nicht. Immer wenn Menschen in meiner Umge­bung aus welchen Grün­den auch immer anfin­gen zu flüs­tern schnürte sich mein Hals zusam­men, vor Angst aus verse­hen zu laut zu spre­chen sprach ich lieber gar nicht mehr. Denn man kann einfach nicht laut reden, wenn die Umge­bung flüs­tert.


Doch warum konnte ich eigent­lich nicht flüs­tern? Um ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht. Eben­so­we­nig weiß ich, warum es jetzt geht. So genau will man ja diese Eigen­ar­ten des Körpers oft auch gar nicht verste­hen. Doch ande­rer­seits kann man nie aufhö­ren darüber nach­zu­den­ken, warum das nun so. Und wieso eigent­lich die eige­nen Gewohn­hei­ten meist gar nicht so spezi­ell aber doch irgend­wie immer was beson­de­res sind. So ist das eben.

Flüs­tern war das Thema. Flüs­tern ist eine tolle Sache. Flüs­tern schafft Nähe, Ruhe, Gemüt­lich­keit und ein biss­chen Geheim­nis­tue­rei. Immer. Da kann man noch so grund­los anfan­gen, die Wirkung von geflüs­ter­ten Worten ist grund­sätz­lich erst­mal obige. Deswe­gen flüs­tere ich inzwi­schen ab und an sehr gerne. Weil es eben ab und an mehr als notwen­dig ist die Diskus­si­ons­not­bremse zu ziehen um das Verste­hen des Gesag­ten heraus­zu­for­dern.