Shoreline
Fahr ans Meer, nimm dir eine dicke kuschelige Decke, setz dich an den Strand, hör den Wellen zu. Warte bis du an nichts mehr denkst außer an das Rauschen der nächsten Welle. Dann erst wieder aufstehen. Dann ist bestimmt nicht alles gut. Nicht wenn vorher nicht alles gut war. Aber dann ist alles ein bisschen anders. Vor allem ist der Gedanke der gestört hat nicht mehr da.
Das sagt sich viel zu einfach. Leider ist es meistens nicht so einfach. Das fängt ja schon damit an, dass man ja erstmal ans Meer kommen muss. Und dann die ganzen Fragen der Leute, warum denn und wieso denn und ob man denn helfen könnte. Eigentlich will man doch nur allein sein. Doch das versteht ja meistens keiner. Und die die es verstehen können nicht dabei helfen, dass es geht.
Atmen.
Ich bin vor wenigen Tagen über die Zeilen “If you’re lucky enough to be at the beach, you’re lucky enough” gestolpert. Aber es stimmt nicht. Manchmal macht das Meer nichts besser. Manchmal zeigt es nur noch mehr, was schief läuft und jedes Atmen schiebt dich weiter ins traurig sein.
Aber, und das ist doch genau das, weswegen man hinfährt, es verändert einem. Einige macht es glücklicher, einige trauriger, eine erkennen dort erst ohre Probleme oder Lösungswege dazu. Und einige, einige beruhigt es einfach.