Archive for August, 2010

All Eyes

Aug 16 2010 Published by eFrane under Computer Science

Bisher fand ich die Debatte um Googles Street View absurd. Mittlerweile finde ich leider nicht mehr genügend Gründe mich nicht daran zu beteiligen. Mir kommt es oft so vor, als ob in Deutschland eine seltsame Denkblockade in Sachen Privatsphäre vorhanden ist. Zu oft habe ich in der Vergangenheit gehört, dass man Angst hätte, wenn diese oder jene Firma dieses oder jenes Detaill aus dem Leben des Einzelnen kennt. Zu oft schnürte sich in mir beim Hören von absurden Erläuterungen über Datenschutz und Verlust der Kontrolle über die Privatsphäre etwas zu.

Datenschmutz und Privatehre.

Das Beste an der aktuellen StreetView-Debatte ist die Diskrepanz zwischen Bildern des öffentlichen Raumes in den Medien und der Berichterstattung über das Erfassen von Bildern des öffentlichen Raumes für die Medien. Denn nicht mehr als letzteres macht Google Street View letztendlich. Ich persönlich finde das wichtig. Ganz abgesehen von dem direkten Nutzen, dem nochmals erleichterten navigieren durch unsere Welt, liegt mir auch der langzeithistorische Wert der Aufnahmen am Herzen.

Eine der meiner Meinung nach für die Historiker bedauernswertesten Tatsachen ist, dass es von der längsten Zeit der Geschichte keine exakten fotografischen Aufzeichnungen gibt. Immer nur Halbwissen, was mühsam und garantiert mit Restunsicherheiten rekonstruiert werden kann. Heute sind wir Menschen soweit, dass wir quasi ständig ein quasi vollständiges Abbild unseres Lebens für die Nachwelt erhalten können. Was spräche dagegen das zu tun?

Nun, vielleicht der Verlust der Kontrolle über die Privatsphäre. Nicht mehr vollständig selbst bestimmen können, wann, wo und wie das tägliche Leben von wem wahrgenommen werden kann. Ich gebe ja zu, dass das durchaus so ist. Genau: Es ist schon so, wir werden doch sowieso schon an jeder Ecke von Überwachungskameras aufgezeichnet. Mal abgesehen von der besonderen Vorliebe der Klatschpresse auf Fotos von Wohnungen, Datschen, Gärten, Palästen, …

Wir haben die Kontrolle darüber, wann, wo und wie unser tägliches Leben von wem wahrgenommen wird doch schon lange verloren. Doch Tatsache ist, genauso wenig wie es irgendwen interessiert wenn man sich beim Döneressen mitten auf der Straße vollständig einsaut, interessiert es auch Google herzlich wenig, was genau da wann aufgenommen wurde. Mal abgesehen davon sollte man sich dann bevor man anfängt über das da draußen nachzudenken erstmal die Frage stellen, wie es denn hier in diesem gefährlichen Internet um die Sichtbarkeit der eigenen Daten (Ich sage bewusst Daten, denn zu Information werden sie erst durch die Kombinationsfähigkeit des Menschen.) bestimmt ist. Dazu gibt es von Google seit einiger Zeit die sogenannte Social Graph API. Die macht nichts böses, präsentiert einzig die gesammelten Verknüpfungen, die sowieso für jederman gut sichtbar im Internet stehen. (So sieht das dann zum Beispiel aus.)

Im Endeffekt finde ich dieses Argument betreffend die Ausführungen die Google selbst zu Aufklärungszwecken wegen der Street View Einführung in Deutschland veröffentlicht hat.

Möglicherweise spielt auch der Datenschutzaspekt bei vielen eine große Rolle. Auch mir ist die Sicherheit meiner Daten wichtig. Doch was heißt das? Eigentlich geht es doch nur darum, dass niemand unbefugtes an meine persönlichen Daten herankommt. Nun da gibt es ja bei diesem Street View ein offensichtliches Problem. Zumindest theoretisch könnte jeder Mensch auch einfach zu dem jeweilig festgehaltenen Objekt fahren und es in der Realität betrachten, es gibt also in dem Sinne keine zu schützenden Daten. Auch hier kann ich nur auf Googles eigene Ausführungen verweisen.

Am Ende ist PickiHH’s Vorschlag Google solle doch für Street View eine Stiftung gründen vielleicht wirklich die einfachste und logischste Lösung. Wenn ich es mir genau überlege sollte Google das für fast alle Services tun, die sie anbieten. Wenn nicht mindestens für Maps (inklusive Street View), Earth und die gesamte Suche. Andererseits ist das natürlich auch irgendwie seltsames Wunschdenken von einer besseren sich selbst finanzierenden Welt.

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The 2 Of Us

Aug 15 2010 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Vielleicht war das ja eigentlich alles gar nicht so gemeint. Vielleicht habe ich das ja alles falsch verstanden. Bestimmt habe ich das alles falsch verstanden. Bestimmt war das alles ganz anders gemeint.

Diese seltsamen Situationen, wenn es von himmelhochjauchzend zu zutodebetrübt überschwappt. Erst nur ein bisschen, dann gleich die ganze Wanne. Und dann weiß man nicht, ob das jetzt gut, schlecht, geht so oder überhaupt eigentlich gar nichts ist. Dann kommen diese Lieder, die geschrieben wurden, als Gegenstücke zu anderen Liedern, und wischen den Boden ein wenig auf.

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Talk Tonight

Aug 11 2010 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Menschen die nicht verstehen, dass manche Gespräche nur zwischen ein und drei Uhr Nachts geführt werden können, haben die falschen Freunde.

Steile These.

Auf zur Beweisführung.

Der Spruch “Nachts ist es kälter als draußen.” ist ja mehr oder weniger gemeinhin bekannt. Gemeint ist dabei meiner Ansicht nach die gefühlte Temperatur. Es fühlt sich im Dunkel nun mal für die meisten kälter an als sonst. Auch draußen. Etwas verwirrend das Ganze, aber irgendwie verständlich. Das wir sind, weil wir denken, haben wir ja mittlerweile auch irgendwie alle mal verstanden. Ich schweife ab. Nachts ist es nämlich nicht nur kälter als draußen, nachts kann man auch besser reden als draußen. Diesmal ist es die gefühlte Geborgenheit, die das Dunkel gibt. Eigentlich ja auch das vollkommener Blödsinn. Die meisten Menschen fürchten sich alleine ja doch irgendwie im Dunkel mehr als am Tage. Da gibt es aber ein Schlüsselwort: “Allein.” Im Gesprächskontext ist mensch nicht allein. Deshalb wird die Furcht dann zu Nähe, Vertrautheit, Geborgenheit. Deshalb, weil man dann gemeinsam allein und sicher ist, kann man nachts besser reden. Wahrscheinlich auch als draußen. Das hatten wir ja schon.

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Mysteries of Life

Aug 09 2010 Published by eFrane under Stuff

Brüste. Eigentlich sollte an dieser Stelle wohl was mit Emanzipation stehen. Und dass die Frau ja jetzt frei entscheiden kann, wie sie sich der Welt präsentieren will. Doch stellt sich mir die Frage: Sollte sie? Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, die extensive Darbietung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale anzusehen, aber es gibt da eben diese Stimme in mir, die sagt, dass da was gehörig daneben geht.

“Dekolleté zeigen und das hier sind zwei Sachen.”

Gestern war auf Twitter “Boobsday”. Im Endeffekt fand sich in meiner Timeline die gesamte Bandbreite der weiblichen Oberkörper relativ freizügig wieder. Jetzt könnte man ja ankommen und behaupten, dass sei ja nur ein Mem und das ist halt so und überhaupt. Doch es ist eben nicht so. Es ist für mich mal wieder ein eindeutiges Zeichen dafür gewesen, dass die meisten Frauen gar nicht verstehen, was sie sich eigentlich erkämpft haben (und nebenbei die Fähigkeit besitzen all das Gute innerhalb von Sekunden zunichte zu machen). Natürlich hat jeder das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Das heißt doch aber nicht, dass man auf jeden dummen Zug aufspringen muss. Nicht so jedenfalls.

Wie dann? Schwer zu sagen. Es gibt ja zwei Möglichkeiten: Entweder wurde der “Boobsday” von einer Frau, oder von einem Mann initialisiert. (Diese ganze Transgenderproblematik blende ich jetzt mal elegant aus, ist für die Masse uninteressant.) Wenn ersteres der Fall ist, würde mich das sehr enttäuschen. Natürlich könnte man das mit hohem Selbstbewusstsein abtun, für mich riecht es aber mehr nach sinnlosem Darstellungsdrang als Sexobjekt. Genau das, was Frau nicht mehr (nur?!) sein will und sollte. Ergo wäre es für bewusst “emanzipierte” Frauen meiner Ansicht nach erstrebenswert an sowas nicht teilzunehmen.

Leider muss ich aber aufgrund unserer Geschichte davon ausgehen, dass dieser ganze Spaß von einem Mann kam, was heißt, dass es eben genau die Provokation Sexobjekt ist, die wie oben schon gesagt, so ganz und gar nicht in Ordnung ist.

Abschließend die Feststellung, dass die meisten Menschen nicht nur seltsam berechenbar dämlich reagieren wenn tragische Ereignisse (Loveparade) geschehen, sondern eben auch im fast ganz normalen Leben und die Hoffnung, dass Es vielleicht ganz anders war.

Immer wieder lehrreich, solche “Kleinigkeiten” am Gesellschaftsmilrokosmos Twitter zu analysieren.

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Last Song

Aug 04 2010 Published by eFrane under Stuff

If this was our last time
What would we do, what would we say then?

(via)

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Speeding Cars

Aug 01 2010 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Dann ist es okay so wie es ist. Sagt man. Gedacht hat man entweder scheiße oder himmelhochjauchzend. Meistens eher ersteres, manchmal letzteres. Jetzt gerade letzteres. Die Feststellung, dass das was ist tatsächlich mehr ist als nur irgendwas, was jeder hat. Die Feststellung, dass es nicht mehr kaputt gehen wird, selbst wenn es auseinander geht. Die Feststellung, dass es etwas besonderes ist, gerade weil man keine Worte dafür findet. Der Versuch alle Gefühle gleichzeitig herauszulassen, wissen, was Glück bedeutet, wissen was es nicht bedeutet.

Es bleibt nun mal nicht immer alles rosarot. Nicht jeder Regen bringt einen Bogen mit sich. Bogenlose Regen sind dafür nicht weniger toll. Bodenlose Reden dagegen schon. Besser mehr tun und dabei auch ein paar Fehler zu machen als die ganze Zeit nur da sitzen und an das ewige Gute glauben. Kann ja gar nicht funktionieren. Es gibt nichts gutes außer man tut es. Ist ja altbekannt.

Einzig nervig an der ganzen Sache ist, das am Ende immer so viele Fragezeichen übrig bleiben.

http://www.dailymotion.com/videox2w8fx

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