meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Es gibt schließ­lich immer einen Ausweg – Teil 3

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:34 min

Sie rede­ten nicht viel. Irgend­wann hatten sie gelernt, dass es nichts bringt einfach nur zu Reden um sich vorzu­ma­chen, dass man sich etwas zu sagen hat. Wem vorma­chen? Sich? Sie brauch­ten sich nichts vorzu­ma­chen. Sie wuss­ten, dass Worte manch­mal nichts sagen können. Sie woll­ten heraus­fin­den, warum.

„Wir hätten auch die Tube benut­zen können.“
„Nein.“

Natür­lich hätten sie nicht mit der Tube fahren können. Paul wunderte sich, wie Cleo immer wieder auf solche Ideen kam. Es ging doch gerade darum, heraus­zu­fin­den warum. Wenn man etwas heraus­fin­den will muss man auf dem Boden der Tatsa­chen blei­ben. Da kann man doch nicht einfach eine Abkür­zung nehmen und unter dem Boden hinweg­fah­ren.

In der Ferne hörten sie Menschen. Umge­ben waren sie auch von Menschen. Doch diese sagten nichts. Das biss­chen Massen­ge­mur­mel, was sie erzeug­ten war kaum wahr­nehm­bar. Einzig, sie konn­ten noch nicht sicher sein, was sie erwar­ten würde, wenn sie ihr Ziel errei­chen. Der Glaube daran, dass die Hoff­nung wirk­lich zuletzt stirbt, trieb sie weiter in Rich­tung Camden.

„Hör auf.“
„Lass mich.“

Cleo konnte nicht davon ablas­sen, ande­ren Leuten so tief in die Augen zu sehen, dass diese voll­kom­men verwirrt wurden. Paul fand das eine Weile ganz amüsant, aber jetzt, wo sie ihrem Ziel immer näher kamen, wollte er, dass sie sich ihrer Aufgabe widmete. Manch­mal zwei­felte er daran, der jüngere Bruder zu sein.