meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

(N)irgendwo

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:26 min

Ich will nicht nach Hause gebracht werden. Nicht von dir, nicht von jemand ande­rem, von niemand. Wenn du unbe­dingt etwas für mich tun willst, dann sag mir wo es ist, dieses zu Hause. Sag mir wo, sag mir wie, sag mir, wieso du das weißt und nicht ich. Bring mir mein zu Hause in den Kopf. Zeig mir, warum ich mich dort, wo ich sein sollte, besser fühlen würde.
Nichts ist rich­tig hier. Die falschen Menschen betrach­ten mich sorgen­er­füllt mit den falschen Blicken und ziehen unun­ter­bro­chen die falschen Schlüsse. Ich bin nicht euer Spiel­zeug. Ich will mein eige­nes Leben leben, meine eigene Spiel­wiese haben. Ich will mich wohl fühlen. Nicht dieses profane ist ja ganz nett hier Gefühl sondern das große Ganze. Mit Scham­pus und Kaviar.

Ich hab es mir immer schon vorge­stellt. Dieses zu Hause. Nicht dieses hier. Das Gedan­ken­ge­bäude „zu Hause“. Der Ort, an dem alles in mir und alles von mir seinen Platz findet ohne ihn zu suchen. Der Ort an dem immer alles stimmt, auch wenn mal etwas dane­ben geht. Der Ort, an dem man aus Fehlern lernen kann und sie trotz­dem wieder­holt, weil es nicht die schlim­men, unwi­der­ruf­li­chen Fehler sind.
Sag, ist das hier real oder wein­ba­siert? Kann ich hier blei­ben? Ich will hier blei­ben. Schau, dort ist sogar ein Kamin. Das ist rich­tig hier. Das darf hier blei­ben, mir blei­ben, da sein.