Archive for November, 2010

Weg

Nov 30 2010 Published by eFrane under Fiction,Prose

Wenn du nicht mehr weißt, ob du hier und jetzt oder irgendwann und irgendwo einmal der warst, der du sein wolltest, als du noch klein warst und dachtest, dass die Pläne, die du für dein Leben schmiedest, ganz sicher genau so in Erfüllung gehen würden, bist du trotzdem noch lange nicht erwachsen. Nur einen einzigen Schritt weiter.

(via)

Wenn du nicht mehr weißt, wer sich damals gegen deine Meinung gestellt hat, als du zum ersten Mal aufgestanden bist und nicht einfach geschwiegen hast, als du zum ersten Mal gesagt hast, was in dir vorgeht, und das nicht nur irgendwem, sondern jemandem, der wichtig war, bist du erwachsen. Zumindest ein bisschen.

Zumindest so erwachsen, dass du anfangen kannst aufzuhören einfach nur Pläne zu schmieden und stattdessen lieber ein kleines, unauffälliges „Flucht“ vor diese schreibst. Weg willst du. Wohin weißt du noch nicht, aber weg.

Hab ich recht?

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Immer diese Fragen.

Nov 30 2010 Published by eFrane under Stuff

Es kam ein Stöckchen geflogen. Von flugunfähig. Naja, es kam wohl eher mühsam daher gewatschelt. Wie ein Pinguin oder so. Wie dem auch sei. Acht Fragen hatte sie, Acht nicht ganz einfache. Ich hab mir Mühe gegeben beim Antworten:

Wie gut schätzt ihr eure Fähigkeit als Freund/in ein?

Ich kann manchmal ziemlich nervig sein. Ich bin auch ab und an durchaus sehr leicht reizbar. Trotzdem bin ich davon überzeugt ein guter Zuhörer zu sein und warten zu können und bereit zu sein, mich mit den Problemen meiner Freunde auseinander zu setzen und zu helfen, wenn ich es kann.
Soviel zum allgemeinen Teil. Im Subtext steht ja da meiner Auffassung nach auch noch die Frage nach Freund/in in einer Beziehung. Da wird es noch schwieriger. Eigentlich bin ich gerne da. Doch ich bin eben auch in gewisser Hinsicht Perfektionist. Das macht die ganze Sache nicht gerade einfacher. Ganz im Gegenteil, es frisst von innen auf. Ständig zu versuchen alles so gut wie möglich zu machen lässt in der Regel am Ende entweder nichts oder nur schlechtes geschehen. Kurz und gut: Ich glaube ein guter Freund sein zu können, vorausgesetzt, man ist bereit, sich auf meine Macken einzulassen.

Ohne was könntet ihr nicht leben?

Ohne Musik. Und ohne Bücher. Und ohne Musik in Büchern. Eigentlich müsste hier wohl das typische “ohne meine Freunde” stehen. Doch wenn ich alles in allem betrachte sind Freunde zwar unendlich wichtig, doch braucht man Freunde eben immer in unterschiedlicher Dosierung. Und auch ab und an nicht unbedingt als Menschen. Manchmal kann einem ein gutes Buch ein besserer Freund sein, als es ein echter je könnte. Manchmal gibt es Lieder, die viel mehr Schmerz aufnehmen können, als man es Menschen zumuten möchte. Doch irgendwie, irgendwie gehören ein paar Freunde schon auch zu dem dazu, ohne das ich nicht ich wäre.

Wie nah gehen euch Unglücksnachrichten (z. B. Erdbeben in Haiti)?

(Diese Fragen sind so kompliziert. Oder bin ich das?) Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich damals, am 11. September 2001, vor dem Fernseher saß und nicht so recht wusste, was das alles zu bedeuten hat und warum und wieso und überhaupt alles. Das war ein einschneidendes Erlebnis. Seitdem bin ich aber scheinbar etwas “Katastrophenresistent” geworden. Keineswegs lassen mich derartige Ereignisse inzwischen kalt – wie könnten sie auch – geht es doch meist um viel zu viele unschuldige Menschenleben. Viel zu viel Leid, was häufig vorher, insbesondere aber auch danach, viel zu schlecht und unzureichend wahrgenommen wird und auf das die Staatengemeinde immer wieder mit den gleichen offensichtlich nicht wirksamen Hilfsaktionen reagiert. Es gibt nur eine Menschheit. Wir sollten langsam anfangen das einzusehen.

Euer absolutes Lieblingsbuch? Warum?

Ich habe kein absolutes Lieblingsbuch. Es gibt einfach zu viele tolle Bücher. Die meisten davon habe ich aller Wahrscheinlichkeit nach noch nicht einmal gelesen. Aber hier war ja implizit nach (einem) konkreten Buchtitel gefragt. Nun denn:

  • Christa Wolf – Kein Ort. Nirgends. Weil es die großartigste Beschreibung (un)erfüllter Wünsche ist, die ich kenne. Weil die Worte, die Sätze, die ganze Geschichte nie wieder aus dem Kopf geht, wenn sie einmal drin ist. Weil sie so real wirkt, das ihre Fiktivität nur äußerst schwer einsehbar ist.
  • Donna Tartt – The Secret History. (Weil.)
  • Mia Bernstein – Erdbeerflecken. Weil es schlicht und einfach wunderschöne, verzaubernde Kurzgeschichten sind. (Und weil.)

Engagiert ihr euch irgendwie (ehrenamtlich)?

Bedingt. Ich bin interessiert an fast allem und will ständig die Welt verändern, allein, es fehlt die Zeit. Häufig habe ich den Drang irgendwas zu tun, weil mich dieses oder jenes stört. Meist erstickt dieser Drang aber leider im Keim am Mangel einer Idee die mich sofort von ihrer Umsetzbarkeit und möglichst hohen Erfolgschance überzeugt. Wenn sich allerdings eine Gelegenheit ergibt, etwas zu tun, von dem ich überzeugt bin, dass es nicht im Winde verweht, ergreife ich diese in der Regel auch gerne.

Dein hilfreichster/bester/liebster Internet-Account?

Jemanden von der Sorte, den man lieber fragt, wo er noch keinen Account hat, anstatt ihn zu fragen, ob er denn bei diesem oder jenem Webdienst angemeldet wäre, nach seinem hilfreichsten/besten/liebsten Internet-Account zu fragen ist gewagt. Sehr gewagt.

Winter oder Sommer?

Herbst oder Frühling. Eigentlich. Also naja, alle Jahreszeiten haben so ihre guten und schönen Seiten und alle Jahreszeiten haben auch nervige, sehr unschöne Eigenschaften. Trotzdem: Frühling oder Herbst. Sommer und Winter sind keine Stadtjahreszeiten.

Wie verbringt ihr Weihnachten/Neujahr?

Weihnachten sicher mit der Familie, mal ein bisschen Ruhe finden. Silvester dann wie letztes Jahr schon mit (hoffentlich vielen) tollen Twitter-Menschen zusammen. (Schleichwerbung.)

Das wars. Nun zu dem zweiten Teil, der zu dieser Stöckchensache gehört. Auch wenn ich früher im Sportunterricht nie ein guter Werfer war machen wir jetzt hier Stöckchenweitwurf. Mit neuen Fragen:

  1. Was beobachtest du zuerst, wenn du jemanden kennen lernst?
  2. Bildschirmleser oder Ausdrucker?
  3. Was würdest du gerne ändern?
  4. Warum?
  5. Gibt es Filme, die du aus Prinzip nur im Kino gesehen hast/sehen würdest?
  6. Kannst du Fragen stellen ohne zu versuchen sie unterbewusst selbst zu beantworten?
  7. Wie stehst du zu der Idee von Wikileaks?
  8. Welche Probleme hättest du, wenn du in deiner gewohnten Umgebung für immer auf das Internet verzichten müsstest, sich sonst aber nichts ändern würde?

Und die Stöckchen fliegen an susealiaspaul, die herzprinzessin, einewiekeine und jede(n), der fangen kann (und will).

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Sixteen

Nov 22 2010 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Die erste Midlife-Crisis kommt mit Mitte zwanzig. Gnadenlos. Egal wo man gerade ist oder was man macht, auf einmal kommt das unbändige Verlangen sich sinnlos zu betrinken; auf Parties mit Menschen und Musik der man lange gedacht hatte abgeschworen zu haben, lange verlassene Jugend.

Doch auf einmal will man wieder 16 sein, natürlich ohne die im Laufe der Jahre erworbenen Privilegien aufzugeben. Denn wenn wir ehrlich sind macht 16 nur mit Führerschein und eigener Wohnung Spaß. Also will man dann doch eher nicht 16 sein?

Nein will man nicht. Eigentlich will man nur dieses spezifische Gefühl, dieses Verlangen nach Freiheit und Unabhängigkeit und Allestunkönnen, in diesem Jetzt haben, in diesem Jetzt, in dem man die Möglichkeit hätte es zu mehr als nur einem Verlangen zu machen.

Aber irgendwas ist ja immer.

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Fall Foliage

Nov 16 2010 Published by eFrane under Music

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You make me smile with my heart.

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Einhundert

Nov 11 2010 Published by eFrane under Stuff

Wie es wohl wäre, einfach mal komplett neu anzufangen. Es gibt Dinge, die brauchen mehr als 1000 Bilder. Fast alle großen Medien berichten dieser Tage über das Ende der 00-er Jahre. Einerseits reizt mich der Gedanke eines täglichen Blogbeitrages ungemein. Winter in dieser Stadt ist sowohl grauen- als auch wundervoll. Ich war noch mal draußen in diesem Schneeberlin und hab ein paar Bilder gemacht.

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The Way We Get By

Nov 11 2010 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Der Moment, in dem sich der ganze Körper in eine andere Welt zu begeben scheint, der Moment, in dem aus den Lautsprechern ein fast vergessenes, vor Jahren zuletzt gehörtes Lied erklingt, der Moment, in dem alles kurz inne hält, nur, um die Sinneserfahrung aufsaugen zu können, um nichts zu verpassen, um in wenigen Sekunden ein ganzes Leben zu leben und doch keine Zeit zu verlieren, um gleichzeitig überall und nirgendwo zu sein und trotzdem mit beiden Beinen fest im Boden zu stehen, der Moment also, in dem ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Unvermeidlich.

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We go out in stormy weather
We rarely practice discern
We make love to some with sin
We seek out the taciturn

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iOS 4.2

Nov 09 2010 Published by eFrane under Computer Science

Ich besitze ein iPhone 3GS, damit habe ich zwar den Vorteil des anwenderseitigen, kontrollierten Multitaskings nutzen können, als Apple sein iOS in der Version 4 veröffentlichte, der extrem gestiegene Ressourcenbedarf fiel jedoch nur all zu häufig auf. War ein Programmabsturz unter iOS 3 fast immer auf Fehler im Programm zurückzuführen, füllte sich mit iOS der Crash Reporter sehr schnell mit Einträgen der Ursache “Memory”. So oft, wie Programme abstürzten, selbst, wenn nur ein oder zwei gleichzeitig an waren, war Multitasking auf Anwenderseite dann doch eher wieder nur ein theoretisches Feature. Selbst mit den oft gelesenen Performancetricks, wie zum Beispiel dem Abschalten unnötiger Spotlight-Filter oder dem regelmäßigen Beenden von nicht genutzten Apps, hat sich nicht wesentlich was an der Situation geändert. Im Gegenteil, mit zunehmender Gerätelaufzeit wurde es eher schlimmer als besser. Zuletzt hatte ich – was vorher einwandfrei funktionierte – in U-Bahntunneln und ähnlichen, den Netztransmittern schwerer zugänglichen Stellen, selten bis nie eine Internetverbindung, laufende Telefonate brachen zuverlässig ab, sobald man einen U-Bahnhof betrat.

iOS 4.1 habe ich aus verschiedenen Gründen nicht installiert gehabt, was nicht zuletzt wegen des Zeitumstellungsbugs eine durchaus gute Entscheidung gewesen zu sein scheint.

Gestern habe ich endlich Zeit gefunden das Goldmaster von iOS 4.2 zu installieren. Nach einigen behebbaren Problemen funktionierte auch alles wieder. Zunächst ohne spürbare Verbesserung.

Heute habe ich das Gerät über den Tag hinweg intensiver genutzt als sonst. Belastungstest sozusagen. Am Ende des Tages bleibt uneingeschränkt die schon recht schnell gefundene Feststellung, dass Apple mit dem iOS 4.2 Update zumindest, was dessen spezifische Änderungen bezüglich des iPhone 3GS betrifft, scheinbar vieles an Performance und damit angenehmem Benutzungserlebnis wieder hergestellt hat, ohne damit die Funktionalität einzuschränken.

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Warum Schlagworte obsolet sind

Nov 07 2010 Published by eFrane under Computer Science

Es gibt ja diese Meta-Evangelisten, die der Meinung sind, der Sinn und Zweck der Welt sei, sie über alle Ebenen hinweg zu vertaggen. Verschlagworten zu Deutsch. Nun bin ich zwar durchaus davon überzeugt, dass Tags in gewisser Hinsicht praktisch sind, andererseits ist es mir persönlich nicht ersichtlich wieso ein derartiger Hype um Schlagworte entstanden ist.

Ist ihr eigentlicher Hauptzweck doch, Daten zu gruppieren. Daten, die in der Regel bereits durch eine Kategorieangabe (im Falle von Blogeinträgen) oder anderweitige Metadaten (z.B.: Titel- und Interpretenangaben bei Musikdateien) kategorisierbar sind. Man könnte auch durchsuchbar sagen. Wird doch insbesondere im WWW häufig die leichtere Wertbarkeit der Daten durch Suchmaschinen als Grund für massives Verschlagworten angegeben. Das ist Unsinn. Eine Suchmaschine untersucht den Volltext einer Seite, sammelt alle Links und, wenn es sich bei dieser Suchmaschine um Google handeln sollte, wertet die Anzahl der eingehenden und ausgehenden Links (insofern sind Schlagworte auf den ersten Blick sinnvoll), des weiteren wird der Inhalt analysiert und auf häufig vorkommende Worte untersucht. Da schau her. Häufig vorkommende Worte. Wenn sich der Suchmaschinenalgorithmus jetzt beispielsweise die gesamten Daten eines Webauftritts anschaut kann er für jeden Eintrag die zentralen Schlagwörter selbst – nicht zuletzt aufgrund seines viel größeren Kontextwissens durch die Suchdatenbank – herausfinden. Soviel zum ersten Grund, warum Schlagworte meiner Meinung nach obsolet sind.

Eigentlich würde der eine Grund reichen, doch, nur für den Fall, hab ich natürlich noch ein paar weitere. Zunächst stört mich an Schlagworten, dass sie im Allgemeinen manuell vergeben werden, höchstwahrscheinlich so gut wie immer durch den jeweiligen Autor des jeweiligen Textes. Dies hat zur Folge, dass es sich bei der Wahl um eine höchst subjektive Wahl handelt, welche unter Umständen nicht oder nur marginal den Inhalt des Textes zusammenfassen. Denn das sollte meiner Ansicht nach eine der Aufgaben von Schlagworten sein: Für den Leser sinnvolle Hinweise zum Inhalt zu geben.

Um jetzt hier nicht weiter auszuufern und noch Raum für (Gegen-)meinungen zu lassen verbleibe ich fürs erste mit einem weiteren Argument: Die Anzeige von Schlagworten – meist in diesen hübschen Tag Clouds – stört den Lesefluss.

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X&Y

Nov 07 2010 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Dann fehlen die Gedanken. Worte sind da, nur nichts, wofür man sie sinnvoll benutzen könnte. Das Tagebuch liegt offen auf dem Tisch, niemand der es lesen wollen würde, erst recht keiner, der etwas rein schreiben wollen würde. Wozu auch.

Manchmal geht es nicht mehr nur darum nicht zu wissen, was man sagen könnte, wenn etwas nicht in Ordnung ist, oder wem man das sagen könnte, oder wen man um Hilfe bitten könnte, nein, manchmal geht es in erster Linie darum, herauszufinden, was überhaupt ist.

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When something is broken and you try to fix it.
Trying to repair it, anyway you can’t.

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Einmal, da habe ich mein Hintergrundbild geändert

Nov 07 2010 Published by eFrane under Stuff

Normalerweise benutze ich nur selbst gemachte Fotos als Hintergrundbilder auf meinen Computern. Gestern Abend jedoch fand ich über Matthias’ soup.io einen Blogpost eines Filmemachers, in dem dieser beschreibt, wie er die Hintergrundbeleuchtung einiger iPads als Lichtquelle für ein Shooting genutzt hat. Die dabei entstandenen Aufnahmen haben mich so begeistert, dass ich kurzerhand eine auswählte, welche nun meinen Desktop ziert.

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