meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Auf in den Tag

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 02:19 min

Sechs Uhr Zwei­und­drei­ßig. Einsam schim­mern die Siebens­eg­men­t­an­zei­gen des Digi­tal­weckers in die noch gnaden­lose Dunkel­heit des neuen Tages. Gemes­sen an der stechen­den Kälte, der die den Wecker ausschal­tende Hand ausge­setzt ist, während sie nach einem erfolg­rei­chen Tasten­druck die Fern­be­die­nung sucht, möchte der Rest des Körpers gar nicht an das nun folgende denken. Musik ist das einzige, was den Rest des Körpers mögli­cher­weise recht­zei­tig dazu animiert, die wohlige Wärme des Bettes zu verlas­sen.

Ein kurzes klicken, noch einen Moment Ruhe, dann hat sich der Zufalls­wie­der­ga­be­al­go­rith­mus entschie­den. Amos Lee. All My Friends.

Irgend­je­mand muss den Kaffee anset­zen. Das einzige mehr oder wenige wache Wesen im Haus­halt zu sein bedingt leider, diese Aufgabe über­neh­men zu müssen. Star­bucks könnte wirk­lich endlich mal einen Liefer­ser­vice mit Abon­ne­ments und allem drum und dran einfüh­ren. Für diese Tage, an denen der Weg zur Kaffee­ma­schine nicht nur mit dem Kampf gegen erneu­tes einschla­fen sondern auch mit dem gegen die unsäg­li­che Kälte verbun­den ist.

Radio­head. You and whose army?

Wenn die Lied­ab­folge nach dem Aufste­hen den Tage­sab­lauf bestimmt, wird das wohl eher einer der schlech­teren Tage. Ande­rer­seits wird Melan­cho­lie nicht über, sondern unter­be­wer­tet. Außer­dem ist der Kaffee gerade im fertig werden und das ist doch schon ein rela­tiv ernst zu nehmen­des Zeichen dafür, dass es zumin­dest kein ganz schlech­ter Tag werden kann.

Lykke Li. Paris Blue.

Einpa­cken. Zwie­bel­haut­prin­zipjun­kie. Und dann noch ein paar Schals zur Deko­ra­tion, man kann nie genug Schals haben. Ein kurzer Blick auf das Ther­mo­me­ter sugge­s­tiert, dass mehr als ein paar Schuhe an den Füßen und mehr als eine Mütze auf dem Kopf auch durch­aus eine Über­le­gung wert wären. Der darauf folgende Blick in den Spie­gel sagt das genaue Gegen­teil.

Auf in den Tag.