meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Music When The Lights Go Out

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 04:26 min

Der Daniel hat gefragt, unter ande­rem die Suse. Die hat dann unter ande­rem mich gefragt. Was gefragt, werdet ihr jetzt denken. Folgende 16 Fragen. Antwor­ten wie immer ohne Gewehr.

  1. Ein Lied aus deiner frühs­ten Kind­heit

    Kind­heit, das ist doch schon so lange her. Lege mich einfach mal auf John Lenn­ons Imagine fest. Schon allein, weil es eines dieser ganz beson­ders groß­ar­ti­gen Lieder ist.

  2. Ein Lied, das dich an einen Urlaub erin­nert

    „Ruby ruby ruby“ schallte es auf der Abifahrt. Ist irgend­wie im Kopf geblie­ben. Kaiser Chiefs also. Ruby.

  3. Ein Lied, von dem du in der Öffent­lich­keit nicht so gerne zuge­ben möch­test, dass du es eigent­lich ganz gerne magst

    Ich könnte ja jetzt was von Brit­ney Spears und Avril Lavi­gne und wie sie alle heißen erzäh­len. Dummer­weise gibt es ja da seit eini­gen Jahren dieses selt­same Last.fm, wo ja sowieso jeder sehen kann, was ich so für pein­li­che Lieder höre. Um es kurz zu machen: Gibts nicht.

  4. Ein Lied, das du in deinem Leben vermut­lich am häufigs­ten gehört hast

    Das dürfte vermut­lich irgend­was von Oasis sein. Entwe­der Wonder­wall oder Don't look back in Anger. Egal, beide groß­ar­tig.

  5. Ein Lied, das eine deiner liebs­ten Bands reprä­sen­tiert

    Dazu müsste man Bands hören, die reprä­sen­ta­tive Lieder schrei­ben. Ach Mist, mach ich ja. Das macht die Wahl trotz­dem nicht einfa­cher. Ich entscheide mich jetzt einfach mal für Hospi­tal Beds von den Cold War Kids. Hat alles, was die Cold War Kids ausmacht und diesen ganz beson­de­ren Charme großer Kunst.

  6. Ein Lied, in dem du dich selbst wieder­fin­dest

    The Verve – Catching the Butter­fly. Weil ist so.

  7. Ein Lied, das dich an eine spezi­elle Bege­ben­heit erin­nert

    Du erkennst mich nicht wieder von den Helden. Die Art, wie Judith das auf dem Hurri­cane 2006 gesun­gen hat, werde ich nie verges­sen.

  8. Ein Lied, bei dem du am besten entspan­nen kannst

    Ach man, diese Fragen sind einfach nicht geschaf­fen für die vielen schö­nen Lieder, die es gibt.
    Brian Eno – Tal Coat

  9. Ein Lied, das für eine rich­tig gute Zeit in deinem Leben steht

    Die rich­tig gute Zeit war das Ende der Schul­zeit und die Wiede­rent­de­ckung von Radio­heads OK Compu­ter. Exit Music (For a Film).

  10. Ein Lied, das momen­tan ein Lieb­lings­song ist

    Da kann ich beim besten Willen nicht ein Lied auswäh­len.

    • The Clogs – Last Song

    • Rachael Yama­gata – The Only Fault

    • The Natio­nal – You were a kind­ness


  11. Ein Lied, das du deinem besten Freund widmen würdest

    Ganz ohne Beatles gehts eben doch nicht. All Things Must Pass von George.   Aus Grün­den.

  12. Ein Lied, bei dem du das Gefühl hast, dass es außer dir niemand gerne hört

    Hier muss einfach Lose Your­self von Eminem hin. Weil ja heut­zu­tage keiner mehr Hip Hop mag. Lose Your­self mag nicht gerade zu den Meis­ter­wer­ken für die „wahren“ Fans gehö­ren, ich persön­lich fand es schon immer und finde es noch immer eines der besten Lieder, die jemals über Musik geschrie­ben wurden.

  13. Ein Lied, das du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst

    Ich mag wenige Lieder nicht wegen des Lied­tex­tes (Ja es gibt da auch ein deut­sches Wort für.) Schwie­rige Entschei­dung also. Kate Nash – Nicest Thing.

  14. Ein Lied, bei dem du dich bestens abrea­gie­ren kannst

    To Sacri­fice a Child von Chikinki. Und ein paar andere.

  15. Ein Lied, das auf deiner Beer­di­gung gespielt werden sollte

    Eindeu­tig Elton Johns Fune­ral for a Friend/Love lies blee­ding von seinem Klas­si­ker (sic!) Good­bye Yellow Brick Road. Und alle Tanzen, also ab da wo es sich dann anbie­tet.

  16. Ein Lied, das du zu den besten aller Zeiten rech­nen würdest

    The Kinks – Come Dancing. Schon allein, weil die Armen immerzu im Schat­ten von den Geröll­hei­mern und den Pilz­köp­fen stan­den. Unbe­rech­tigt.

    Nunja. Illus­t­rer Mix ist da zusam­men gekom­men. Könnte man ja fast über­le­gen darüber zu schrei­ben, wie sich das hinter­n­an­der­weg anhört. Ich wünsche mir jetzt flei­ßi­ges Nach­den­ken- und Aufschrei­ben und so von Lea, Ines und Matt­hias.
 

Wir, die Verlo­re­nen – Teil 3

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:54 min

Das Hupen eines LKWs schreckt mich auf. Gefan­gen in unse­rer Gedan­ken­welt bin ich mitten auf der Straße gelau­fen. Mitten in der Nacht. Da kommt ja sonst niemand. Wenn mich der Fahrer nicht recht­zei­tig gese­hen hätte wäre ich jetzt viel­leicht nicht mehr. Das komi­sche ist, dass mir der Gedanke daran keine Angst macht.

“Geht es dir gut?”

Nicht nur der Last­wa­gen wurde von Gedan­ken verdrängt, sondern auch du. Jetzt stehst du vor mir, siehst mich mit dem selben Blick an, mit dem du vorhin in die U-Bahn gestie­gen bist, fragst ob es mir gut gehe. Dabei weißt du ganz genau wie es mir geht. Wir sind uns zu nah. Wir sind der Welt zu fern. Wir werden hier blei­ben für diese Nacht.
Die Stun­den verge­hen, wir sitzen am Stra­ßen­rand und schwei­gen. Ich beob­achte dich. Heim­lich. Du beob­ach­test mich auch. Offen­sicht­lich. Einzig die Sterne könn­ten dazu Geschich­ten erzäh­len, aber es sind keine Sterne am Himmel zu sehen. Groß­stadt­schick­sal.

Ein paar Stra­ßen weiter schreien sich alte Menschen an. Du suchst Schutz. Ich habe doch auch Angst. Zwar nicht vor den alten Menschen, aber davor, so zu werden. Irgend­wann, irgendwo, mit irgend­wem sinn­lose, zu laute Argu­men­ta­tio­nen zu führen. Tagein tagaus die selbe Leier. Die fehlende Tiefe der Jugen­der­leb­nisse ausge­tauscht durch die fehlende Breite des Erwach­se­nen­all­tags.

Das Morgen­grauen schleicht lang­sa­mer heran als sonst. Alles wird ein biss­chen lang­sa­mer, wenn man nicht allein ist. Ob wir uns wohl wieder­se­hen werden fragst du. Ob das denn gut wäre frage ich zurück. Du nickst, hast verstan­den, was niemand versteht. Manch­mal trifft man Menschen nur ein einzi­ges mal. Genau dann ist für einen kurzen Moment mal alles gut.

 

Wir, die Verlo­re­nen – Teil 2

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:59 min

Wenn ich doch nur einen Grund hätte, dich anzu­spre­chen. Ich bin nicht der Typ, der einfach auf Menschen zu gehen kann. Will ja selbst auch meis­tens meine Ruhe haben. Und doch, die äuße­ren Umstände trei­ben mich. Der außer uns leere Wagen, die künst­li­che, gerade anstren­gende Hellig­keit, dein bohren­der Blick. Um meine Kommu­ni­ka­ti­ons­be­reit­schaft zu signa­li­sie­ren nehme ich die Kopf­hö­rer ab. Mein Versuch deinem Blick zu begeg­nen schei­tert kläg­lich. Erneu­ter Anlauf. Es kann doch nichts passie­ren. Oder doch?

Nach einer klei­nen Ewig­keit schaf­fen es meine Augen schließ­lich deinen zu begeg­nen. Du wirkst leicht irri­tiert, fast so, als ob du das nicht erwar­tet hättest. Für einen Moment glaube ich du würdest einfach aufste­hen und durch die gerade noch offe­nen Türen flüch­ten.

Ein letz­tes Mal ganz fest die Zähne zusam­men­bei­ßen: “Warum?”

Mehr lässt mich meine Zunge nicht sagen. Mehr muss sie auch nicht sagen, du verstehst. Du verstehst und fängst zaghaft an zu erzäh­len von einem dieser Leben, die so verdäch­tig austausch­bar klin­gen, dass jeder der Protago­nist sein könnte. Du erzählst mir mein Leben, obwohl wir uns noch nie begeg­net sind. Du erzählst mir, dass du nicht mit dem Rest feiern möch­test und dass du eigent­lich viel lieber in unbe­rühr­ter Natur leben würdest. Ich bin sprach­los.
Endsta­tion. Wir stei­gen aus, gehen neben­ein­an­der vom Bahn­hof, auf der Straße tren­nen sich unsere Wege. “Danke.” sagst du noch, dann biegst du um die Ecke.

Ich stehe auf der Straße, allein mit unse­ren Gedan­ken, um mich herum nichts als erzählte Schick­sale die trotz­dem immer wieder gelebt werden sollen.

Warum?

 

Wir, die Verlo­re­nen – Teil 1

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:38 min

Ich sitze in der U-Bahn, allein mit meiner Musik, um mich herum leere, leicht einge­dellte Sitz­grup­pen. Der Zug hat sich an der letz­ten Halte­stelle abrupt geleert, über­tage ist Party ange­sagt. Reali­täts­flucht, mitten in der Woche.

Während Thom Yorke sich kugel­si­cher jammert denke ich nach über diese Menschen, die nicht vor und nicht zurück können. Denen gar nicht viel mehr im Leben als die tägli­che über­laute Musik­drö­nung bleibt. Ich bin einer von ihnen. Ich leugne es gerne, doch auch ich bin gefan­gen zwischen einer nicht aufge­ar­bei­te­ten Vergan­gen­heit und einer Zukunft, die unge­wis­ser nicht sein könnte. Stän­dig auf der Suche nach Antwor­ten, ohne die Fragen zu kennen. Immer auf der Flucht vor den bekann­ten Fragen.

Nächste Station. Du steigst ein, setzt dich in die Sitz­gruppe mir schräg gegen­über. Dein Gesicht sieht erschöpft aus und doch strahlst du eine Ener­gie aus, die mir fast ein biss­chen Angst macht. Ich will dich anspre­chen, dich fragen, wo du her kommst, was du denkst, warum du mich faszi­nierst. Doch das fragt man nicht. Glaube ich.

Für die Über­wa­chungs­ka­mera sieht die Szene­rie wahr­schein­lich nicht anders aus als in jedem drit­ten U-Bahn­wa­gen zu dieser Uhrzeit. Für mich bleibt die Welt stehen, als sich dein Blick schwei­fend auf die Suche begibt und an mir haften bleibt. Es läuft keine Musik mehr. Das merke ich erst, als ich verzwei­felt nach Ablen­kung vor deinen fragen­den Augen suche. Was willst du? Was suchst du?

 

The Wolves

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 00:49 min

Es ist so vieles. Das Meiste davon unaus­ge­spro­chen. Teils weil die Kraft fehlt. Teils weil die Worte fehlen. Teils beides.

Es ist so schmerz­haft nicht zu wissen ob hier und jetzt oder irgendwo und irgend­wann alles einen Sinn ergibt. Erge­ben kann. Erge­ben sollte. Es geht nicht um den Sinn des Lebens. Sondern um ein paar kleine Puzz­le­teile die einen klei­nen Ausschnitt des Lebens erge­ben würden, wenn es die rich­ti­gen wären. Dummer­weise hat man meis­tens nicht die passen­den Puzz­le­teile. Muss erst die Menschen finden, die sie aufbe­wah­ren.

Doch was, wenn man dann am Ende glaubt alle Puzz­le­teile zu haben und in der Mitte vom Leben­s­puzz­leab­schnitt bleibt ein Loch?

Some day my pain
Some day my pain will mark you

Bon Iver – The Wolves
 

The 2 Of Us

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 00:41 min

Viel­leicht war das ja eigent­lich alles gar nicht so gemeint. Viel­leicht habe ich das ja alles falsch verstan­den. Bestimmt habe ich das alles falsch verstan­den. Bestimmt war das alles ganz anders gemeint.

Diese selt­sa­men Situa­tio­nen, wenn es von himmel­hoch­jauch­zend zu zuto­debe­trübt über­schwappt. Erst nur ein biss­chen, dann gleich die ganze Wanne. Und dann weiß man nicht, ob das jetzt gut, schlecht, geht so oder über­haupt eigent­lich gar nichts ist. Dann kommen diese Lieder, die geschrie­ben wurden, als Gegen­stücke zu ande­ren Liedern, und wischen den Boden ein wenig auf.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=f0td_x5QrWg[/youtube]

 

Talk Tonight

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:27 min

Menschen die nicht verste­hen, dass manche Gesprä­che nur zwischen ein und drei Uhr Nachts geführt werden können, haben die falschen Freunde.

Steile These.

Auf zur Beweis­füh­rung.

Der Spruch „Nachts ist es kälter als drau­ßen.“ ist ja mehr oder weni­ger gemein­hin bekannt. Gemeint ist dabei meiner Ansicht nach die gefühlte Tempe­ra­tur. Es fühlt sich im Dunkel nun mal für die meis­ten kälter an als sonst. Auch drau­ßen. Etwas verwir­rend das Ganze, aber irgend­wie verständ­lich. Das wir sind, weil wir denken, haben wir ja mitt­ler­weile auch irgend­wie alle mal verstan­den. Ich schweife ab. Nachts ist es nämlich nicht nur kälter als drau­ßen, nachts kann man auch besser reden als drau­ßen. Dies­mal ist es die gefühlte Gebor­gen­heit, die das Dunkel gibt. Eigent­lich ja auch das voll­kom­me­ner Blöd­sinn. Die meis­ten Menschen fürch­ten sich alleine ja doch irgend­wie im Dunkel mehr als am Tage. Da gibt es aber ein Schlüs­sel­wort: „Allein.“ Im Gesprächs­kon­text ist mensch nicht allein. Deshalb wird die Furcht dann zu Nähe, Vertraut­heit, Gebor­gen­heit. Deshalb, weil man dann gemein­sam allein und sicher ist, kann man nachts besser reden. Wahr­schein­lich auch als drau­ßen. Das hatten wir ja schon.

[img src="olym­pus-digi­tal-camera"]

 

Myste­ries of Life

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 02:57 min

Brüste. Eigent­lich sollte an dieser Stelle wohl was mit Eman­zi­pa­tion stehen. Und dass die Frau ja jetzt frei entschei­den kann, wie sie sich der Welt präsen­tie­ren will. Doch stellt sich mir die Frage: Sollte sie? Nicht, dass ich etwas dage­gen hätte, die exten­sive Darbie­tung der sekun­dären weib­li­chen Geschlechts­merk­male anzu­se­hen, aber es gibt da eben diese Stimme in mir, die sagt, dass da was gehö­rig dane­ben geht.

“Dekolleté zeigen und das hier sind zwei Sachen.”

Gestern war auf Twit­ter „Boobs­day“. Im Endef­fekt fand sich in meiner Time­line die gesamte Band­breite der weib­li­chen Ober­kör­per rela­tiv frei­zü­gig wieder. Jetzt könnte man ja ankom­men und behaup­ten, dass sei ja nur ein Mem und das ist halt so und über­haupt. Doch es ist eben nicht so. Es ist für mich mal wieder ein eindeu­ti­ges Zeichen dafür gewe­sen, dass die meis­ten Frauen gar nicht verste­hen, was sie sich eigent­lich erkämpft haben (und neben­bei die Fähig­keit besit­zen all das Gute inner­halb von Sekun­den zunichte zu machen). Natür­lich hat jeder das Recht auf die freie Entfal­tung der Persön­lich­keit. Das heißt doch aber nicht, dass man auf jeden dummen Zug aufsprin­gen muss. Nicht so jeden­falls.

Wie dann? Schwer zu sagen. Es gibt ja zwei Möglich­kei­ten: Entwe­der wurde der „Boobs­day“ von einer Frau, oder von einem Mann initia­li­siert. (Diese ganze Trans­gen­der­pro­ble­ma­tik blende ich jetzt mal elegant aus, ist für die Masse unin­ter­essant.) Wenn erste­res der Fall ist, würde mich das sehr enttäu­schen. Natür­lich könnte man das mit hohem Selbst­be­wusst­sein abtun, für mich riecht es aber mehr nach sinn­lo­sem Darstel­lungs­drang als Sexob­jekt. Genau das, was Frau nicht mehr (nur?!) sein will und sollte. Ergo wäre es für bewusst „eman­zi­pierte“ Frauen meiner Ansicht nach erstre­bens­wert an sowas nicht teil­zu­neh­men.

Leider muss ich aber aufgrund unse­rer Geschichte davon ausge­hen, dass dieser ganze Spaß von einem Mann kam, was heißt, dass es eben genau die Provo­ka­tion Sexob­jekt ist, die wie oben schon gesagt, so ganz und gar nicht in Ordnung ist.

Abschlie­ßend die Fest­stel­lung, dass die meis­ten Menschen nicht nur selt­sam bere­chen­bar dämlich reagie­ren wenn tragi­sche Ereig­nisse (Love­pa­rade) gesche­hen, sondern eben auch im fast ganz norma­len Leben und die Hoff­nung, dass Es viel­leicht ganz anders war.

Immer wieder lehr­reich, solche „Klei­nig­kei­ten“ am Gesell­schafts­mil­ro­kos­mos Twit­ter zu analy­sie­ren.
 

Last Song

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 00:06 min

[vimeo]http://vimeo.com/13766794[/vimeo]

If this was our last time
What would we do, what would we say then?

(via)

 

Spee­ding Cars

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:20 min

Dann ist es okay so wie es ist. Sagt man. Gedacht hat man entwe­der scheiße oder himmel­hoch­jauch­zend. Meis­tens eher erste­res, manch­mal letz­te­res. Jetzt gerade letz­te­res. Die Fest­stel­lung, dass das was ist tatsäch­lich mehr ist als nur irgend­was, was jeder hat. Die Fest­stel­lung, dass es nicht mehr kaputt gehen wird, selbst wenn es ausein­an­der geht. Die Fest­stel­lung, dass es etwas beson­de­res ist, gerade weil man keine Worte dafür findet. Der Versuch alle Gefühle gleich­zei­tig heraus­zu­las­sen, wissen, was Glück bedeu­tet, wissen was es nicht bedeu­tet.

Es bleibt nun mal nicht immer alles rosa­rot. Nicht jeder Regen bringt einen Bogen mit sich. Bogen­lose Regen sind dafür nicht weni­ger toll. Boden­lose Reden dage­gen schon. Besser mehr tun und dabei auch ein paar Fehler zu machen als die ganze Zeit nur da sitzen und an das ewige Gute glau­ben. Kann ja gar nicht funk­tio­nie­ren. Es gibt nichts gutes außer man tut es. Ist ja altbe­kannt.

Einzig nervig an der ganzen Sache ist, das am Ende immer so viele Frage­zei­chen übrig blei­ben.

[daily­mo­tion]http://www.daily­mo­tion.com/video/x2w8fx_imogen-heap-spee­ding-cars_music[/daily­mo­tion]

 

Sweet Pain­ted Lady

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 00:39 min

Nur ganz vorsich­tig das Papier mit dem Blei­stift berüh­ren, drei mal anset­zen für eine Linie. Unge­naue Umrisse, dazwi­schen detail­ver­liebte Leere. Erst­mal nach­spit­zen. Ängst­lich erwar­tet das Blatt den nächs­ten Angriff der Mine. Viel zu Ängst­lich. Der Stift will doch nichts böses, wurde nur geschickt um fest­zu­hal­ten. Fest­zu­hal­ten was sonst viel zu schnell entschwin­det.

Träume in Schwarz-Weiß.

Ster­nen­klare Nächte, kleine weiße Pünkt­chen auf schwar­zem Grund. Ein biss­chen wie ihr Kleid.

 

Devil in the midnight mass

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:40 min

Früher konnte ich nicht flüs­tern. Also das heißt, rein von der Fähig­keit her konnte ich schon, aber es ging einfach nicht. Immer wenn Menschen in meiner Umge­bung aus welchen Grün­den auch immer anfin­gen zu flüs­tern schnürte sich mein Hals zusam­men, vor Angst aus verse­hen zu laut zu spre­chen sprach ich lieber gar nicht mehr. Denn man kann einfach nicht laut reden, wenn die Umge­bung flüs­tert.


Doch warum konnte ich eigent­lich nicht flüs­tern? Um ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht. Eben­so­we­nig weiß ich, warum es jetzt geht. So genau will man ja diese Eigen­ar­ten des Körpers oft auch gar nicht verste­hen. Doch ande­rer­seits kann man nie aufhö­ren darüber nach­zu­den­ken, warum das nun so. Und wieso eigent­lich die eige­nen Gewohn­hei­ten meist gar nicht so spezi­ell aber doch irgend­wie immer was beson­de­res sind. So ist das eben.

Flüs­tern war das Thema. Flüs­tern ist eine tolle Sache. Flüs­tern schafft Nähe, Ruhe, Gemüt­lich­keit und ein biss­chen Geheim­nis­tue­rei. Immer. Da kann man noch so grund­los anfan­gen, die Wirkung von geflüs­ter­ten Worten ist grund­sätz­lich erst­mal obige. Deswe­gen flüs­tere ich inzwi­schen ab und an sehr gerne. Weil es eben ab und an mehr als notwen­dig ist die Diskus­si­ons­not­bremse zu ziehen um das Verste­hen des Gesag­ten heraus­zu­for­dern.

 

Small Stakes

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 00:17 min

Es sind diese Tage an denen der gute Rat „Bleib liegen.“ das einzige ist, was im Kopf herum­schwirrt. Es sind diese Lieder, die einen trotz­dem hoch­rei­ßen und ein wenig Moti­va­tion durch den Raum flat­tern lassen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=tsHlKYElKX0[/youtube]

 

Shore­line

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 00:47 min

Fahr ans Meer, nimm dir eine dicke kusche­lige Decke, setz dich an den Strand, hör den Wellen zu. Warte bis du an nichts mehr denkst außer an das Rauschen der nächs­ten Welle. Dann erst wieder aufste­hen. Dann ist bestimmt nicht alles gut. Nicht wenn vorher nicht alles gut war. Aber dann ist alles ein biss­chen anders. Vor allem ist der Gedanke der gestört hat nicht mehr da.

Das sagt sich viel zu einfach. Leider ist es meis­tens nicht so einfach. Das fängt ja schon damit an, dass man ja erst­mal ans Meer kommen muss. Und dann die ganzen Fragen der Leute, warum denn und wieso denn und ob man denn helfen könnte. Eigent­lich will man doch nur allein sein. Doch das versteht ja meis­tens keiner. Und die die es verste­hen können nicht dabei helfen, dass es geht.

Atmen.

 

Extin­guish Me

  • 8 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:53 min

Dann ist auf einmal eben nicht mehr alles gut. Dann fällt einem wieder ein, dass man auf Wolken ja gar nicht schwe­ben kann, die ganzen Natur­ge­setze versauen einem den sowieso schon ange­knacksten Tag. Was heißt hier Natur­ge­setze? Die Natur spielt auch ohne Gesetze nicht mit. Die guten alten Sommer­ge­wit­ter sind auch nur noch Schat­ten ihrer selbst. Ein klei­ner Faden hängt in der Luft. Zu klein, um sich daran klam­mern zu können.

(via elefan­ten­rue­sel)


Doch sollte man es nicht wenigs­tens versu­chen? Nicht zu schnell den Rettungs­fa­den der Hoff­nung hängen lassen? Wer weiß das schon. Manch­mal ist es eben nicht so einfach. Da schwir­ren mehr eigent­lich und viel­leicht und könnte und hätte und dürfte und warum durch den Magen als Schmet­ter­linge jemals Platz finden würden. Dummer­weise erzeugt jedes einzelne von ihnen die Nega­tiv­wir­kung des Schmet­ter­lings­ge­fühls. Gar nicht so einfach, nicht daran zu denken, dass da ja nicht nur eins ist.

An manchen Tagen möchte man einfach weder Hammer noch Nagel sein, möchte nicht mal von außen auf dieses Wesen blicken müssen, das man reprä­sen­tiert. Es sind diese Tage, an denen man nicht umhin kommt Bridge Over Troub­led Water zu hören. Nicht einmal, nicht zwei­mal, stän­dig. Es sind diese Tage an denen jedes winzige Zeichen von Kommu­ni­ka­ti­ons­auf­nahme dank­bar entge­gen­ge­nom­men wird in der Hoff­nung, dass es endlich die eine Infor­ma­tion ist, auf die man so sehn­lichst wartet. Es sind diese Tage, die im Gedächt­nis blei­ben, obwohl es genau diese Tage sind, die man so schnell wie möglich verges­sen will.

Hier war mal ein Video. Das ist jetzt aber nicht mehr auf YouTube. (meh.)