meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Ich war nie wirk­lich hier

  • 7 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 01:17 min

Ich war nie wirk­lich hier. Ich habe mich nie wirk­lich fallen gelas­sen in dieser Stadt. Zwar an dem ein oder ande­ren Ort, wenn sich gerade mal für einen Moment alles gut ange­fühlt hat, aber nie bedin­gungs­los über­all. Wenn man mich fragen würde, wie ich dazu komme, trotz­dem zu behaup­ten, dies wäre einer der schöns­ten und besten Orte der Welt, ich könnte höchst­wahr­schein­lich keine zufrie­den­stel­lende Antwort geben.

Sich nicht wohl­zu­füh­len mit dem, was man tut, was man schafft und was man nicht schafft, schränkt das Blick­feld ein. Man sieht weni­ger als das Ziel, viel weni­ger als den Weg. Öfter, als einem lieb ist. Doch genau da liegt das Problem: Wen man den Weg nicht mehr sieht, kann auch die am Weges­rand verteilte Schön­heit und Eleganz nicht mehr in den Geist schlei­chen, sich nicht mehr wie ein unsicht­ba­rer Schutz­man­tel um die Seele legen.

Bücher sind ein guter Schutz­man­tel. Musik ist – gerade weil sie anders im Kopf blei­ben kann – schon ein etwas besse­rer. Doch der beste Schutz für das Heil der eige­nen Seele bleibt die Liebe für die Natur in der sie lebt.