meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten

  • 7 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 02:09 min

Die Nächte in dieser Jahres­zeit sind zwar nicht wesent­lich länger als in ande­ren, zumin­dest nicht, solange man sie im Rahmen des stän­dig trei­ben­den Lebens einge­bet­tet lässt, aber die Nächte in dieser Jahres­zeit sind oft gedan­ken­rei­chere Nächte. Das Jahres­ende rückt mit erdrücken­der Geschwin­dig­keit näher und näher und wie immer gibt es noch zu viele Dinge, die erle­digt, zu viele Ideen, die aufge­schrie­ben, zu viele Herzen, deren Fragen beant­wor­tet werden wollen.

Die meiste Zeit des Jahres halten wir zu viel in unse­rem Leben für selbst­ver­ständ­lich. Licht. Wärme. Das Leben an sich. Doch, was haben wir davon?

Zwar wird in diesen letz­ten Wochen des Jahres tradi­tio­nell schon sehr viel Kopf­leis­tung darauf verwandt, sich Gedan­ken über möglichst gute Vorsätze zum nicht einhal­ten zu machen und neben­bei klopft Weih­nach­ten an die Tür und damit verbun­den die alljähr­li­che Fest­stel­lung, dass man es wieder erfolg­reich geschafft hat, aus dem „Nächs­tes Jahr kaufe ich alle Geschenke recht­zei­tig.“ ein „Naja, immer­hin weiß ich bei zweien von zwei­und­vier­zig schon so in etwa, was sie krie­gen sollen.“ werden zu lassen. Nicht gerade güns­tige Voraus­set­zun­gen also, um sich auch noch damit zu beschäf­ti­gen, was man für zu selbst­ver­ständ­lich hält. Dabei ist es gerade jetzt wich­tig, sich all der klei­nen Dinge, die andere Menschen und vor allem die Natur tagein tagaus fûr uns tun, bewusst zu werden, kurz lächeln und dann nicht inne zu halten, sondern an sich selbst nach unten schauen. Wir wollen alle nur ein schö­nes Leben haben, also sind wir auch alle dazu verpflich­tet unsere persön­li­chen Stär­ken dazu zu nutzen, das Leben derer um uns herum besser zu gestal­ten. Was auch immer dieses besser im Einzel­fall bedeu­tet.

Leben ist einzig­ar­tig.