meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Scho­ko­weih­nachts­män­ner

  • 7 years ago veröffentlicht
  • Erwartete Lesezeit: 02:17 min

„Ich will aber jetzt einen Scho­ko­weih­nachts­mann essen! Ich will ich will ich will!“
„Aber die Weih­nachts­män­ner sind alle Schatzi, du hast sie mal wieder alle schon geges­sen.“
„Dann will ich ein Rentier.“
„Aber…“
„Ich will ich will ich will“
„Aber…“
„Wa-wa-wa-warum haben Scho­ko­weih­nachts­män­ner keine Rentiere?“
„Weil du sonst fett wirst.“

Ich dachte, das wäre es gewe­sen. Natür­lich, belei­di­gend, aber wen kümmert das schon. Diskus­sio­nen über Scho­ko­lade werden früher oder später immer belei­di­gend. Weil einfach nie genug da ist. Wie mit den Scho­ko­weih­nachts­män­nern. Nie reichen sie. Natür­lich, bis kurz vor Ostern oder so ist meist noch einer übrig, aber irgend­wann sind sie eben alle. Und was dann? Man kann doch nicht ohne Scho­ko­weih­nachts­män­ner leben! Wenigs­tens davon sollte es immer genug geben, wenn sich schon der echte nie irgendwo zu erken­nen gibt!

Was wäre, wenn sie nicht allein wären? Also die Scho­ko­weih­nachts­män­ner. Wenn sie immer im Schlit­ten kämen, mit Dasher und Dancer und Pran­cer und Vixen, Comet und Cupid und Donder und Blit­zen. Was wäre, wenn es Scho­ko­ren­tiere gäbe?
Weih­nachts­wun­der­land für immer wäre das. Und ganz neben­bei eine Markt­lücke deren bishe­rige Nich­tent­de­ckung mich gerade zu erschüt­tert. Für mehr Scho­ko­ren­tiere!

Was aller­dings bleibt, wenn man die Weih­nachts­zau­be­rei im Magen hat, ist die bohrende Frage, warum nicht zur Abwechs­lung mal die Scho­ko­we­sen fett werden, anstatt einem selbst. Es ist ja nicht so, dass ich nicht darauf einge­stellt wäre, wer den Scha­den hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen und so. Aber eigent­lich geht es doch genau darum. Den Scha­den hat doch die Scho­ko­lade. Die macht uns doch fett. Warum macht sie das nicht mit sich selber und lässt uns in Ruhe (und Mengen) genie­ßen? Ziem­lich gemein, das.