meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Grauer Schmet­ter­ling

Man müsste eine Pfau­en­fe­der sein. Dann könnte man sich nicht nur darauf verlas­sen immer und zu jedem Anlass ange­mes­sen geklei­det zu sein, nein, man hätte sogar nahezu immer die Blicke aller umste­hen­den sicher. Zugleich wäre man aber fragil und schüt­zens­wert und daher sicher davor, in endlose lang­at­mige Gesprä­che verwi­ckelt zu werden. Man müsste auch auf Empfän­gen nicht nur profa­nen Sekt trin­ken, sondern könnte ihn mit Oran­gen­saft anrei­chern. Mit einem kurzen betö­ren­den Schwenk des Federau­ges bekommt man sicher auch Cura­cao dazu und kann sich rühmen, eines der farben­frohs­ten Getränke im Saal genie­ßen zu dürfen.
Bukow­ski hätte es sicher gemocht, eine Pfau­en­fe­der zu sein, wenn er nicht so verliebt darin gewe­sen wäre, ein grauer Schmet­ter­ling zu sein, der die Pfau­en­fe­dern ziel­si­cher und nieder­schmet­ternd analy­siert.

 

Don't go

I keep on hoping that we'll find another reason to compro­mise.

Hier war mal ein Video. Das ist jetzt aber nicht mehr auf YouTube. (meh.)
 

Was ich fühle

Bevor ich dich kennen lernte, wusste ich nicht, was Chris Martin meint, wenn er „when you love someone but it goes to waste“ singt. Liebe ist ein großes Wort. Ich nahm mir schon oft vor, es selte­ner in den Mund zu nehmen, über­haupt auch vorsich­ti­ger damit umzu­ge­hen. Doch ist das mit der Liebe nicht so einfach. Insbe­son­dere nicht, wenn so wunder­volle Menschen wie du in mein Leben treten.

Du kamst und hast mich zum Lachen gebracht, einfach so. Gleich­zei­tig warst du da und hast zuge­hört und ich hörte dir zu. Wir lern­ten, uns zu vertrauen. Wir lern­ten uns kennen. Die Magie, die von dir ausging, war an manchen Tagen kaum in Worte, an ande­ren nur gar schwer­lich in Bilder zu fassen. Ich liebte dich.

Das Gefühl, verliebt zu sein ist einzig­ar­tig. Jeder Mensch fühlt jedes Mal wenn er liebt ein biss­chen anders. Dass, was wir beschrei­ben, wenn wir gefragt werden, was wir denn fühlen, ist Zunei­gung. Innige Zunei­gung wahr­schein­lich, doch nicht mehr. Liebe kann man nicht beschrei­ben. Du sagtest einmal, Liebe ist. Du bist.

All das habe ich dir nie gesagt. Ich hatte Angst. Furcht­bare Angst. Du warst als Freun­din zu wich­tig gewor­den. Bei allem, was in mir vorging, ist es immer am wich­tigs­ten für mich gewe­sen, dass du glück­lich bist, weil du mich glück­lich mach­test, mich zur Not fest­hieltst mit deinen sanf­ten Worten und deiner warmen Stimme. Ich brau­che dich.

Eines Tages, in einem ande­ren Leben, erzähl­test du mir, dass du dich verliebt hättest. Natür­lich hast du das nicht so gesagt. Dazu spür­test du zu gut, wer du für mich warst. Doch ich kannte dich auch. Deine Zeilen­zwi­schen­räume sind schon längst zu meiner Wahl­hei­mat gewor­den. Also fing ich an zu kämp­fen. In mir. Versuchte erst und natür­lich unsäg­lich lang, mir einzu­re­den, dass das ja keine Rolle spielt, weil ich ja trotz­dem mehr zähle. Du hast nie geblockt. Du wurdest nicht verschlos­se­ner. Das hat mich bestärkt.

Wie dumm ich war, wurde mir klar, als wir über deine Zukunft rede­ten. Nie zuvor hattest du so offen über deine Gefühle gere­det. Nie zuvor, war es für mich so schwer, da zu sein. Mein Herz rebel­lierte. Bald schon brachen die ange­stau­ten Zunei­gungs­ge­dan­ken wasser­fall­ar­tig aus mir heraus. Und Du hast mich förm­lich in die Arme geschlos­sen mit deiner Art, mir zu sagen, dass alles okay ist. Dass du dies spür­test.

Ich möchte dir das Ende der Geschichte verra­ten. Ich werde immer für dich da sein, doch ich liebe dich nicht mehr. Zunei­gung, höchst­mög­li­che Zunei­gung und mehrere dicke Schei­ben Vertrauen sind, was ich fühle.