meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Close your eyes



In your eyes I can see that you're cracking up.
In your eyes I can see that you've had enough.


(The Chemi­cal Brothers)
 

Wörter, ohne Bindungs­drang

Im Endef­fekt sind nur noch Wörter da. Ohne Zusam­men­hang, ohne Bindungs­drang. Sogar ohne innere Bedeu­tung. Worte wollen sie nicht mehr werden, haben Angst vor dem, was sie dann sagen könn­ten, mehr aber noch vor dem, was sie verges­sen könn­ten.

Es gibt aber ein paar Gala­pa­gos­schild­krö­ten und kali­for­ni­sche Kiefern unter all diesen Wörtern. Ein paar von ihnen sind so alt, dass sie noch nicht verges­sen haben, wie es ist, Wort zu sein. Manch­mal, wenn ich schlaf­los im Bett liege, lausche ich diesen weisen Worten. Es sind zu wenige, um Geschich­ten zu erzäh­len und viel zu wenige um am eige­nen Leben weiter zu schrei­ben, doch ihre Melo­dien sind beru­hi­gen­der, als Meeres­rau­schen, welches so schön ist, dass man aus der Erin­ne­rung daran durch­aus einen Patro­nus beschwö­ren könnte.