Archive for the 'Books' Category

Alaskanisierung, die

Jan 16 2012 Published by eFrane under Books

Alaskanisierung, die:

Fortwährend mehr Bücher der eigenen Sammlung hinzufügen, als man jemals in einem Leben lesen kann.

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Intimacy

Aug 07 2011 Published by eFrane under Books

Bei guten Büchern kann man das Ende lesen ohne sich damit das verbleibende Leseerlebnis der Seiten davor zu zerstören. Bei sehr guten Büchern kommt dann noch ein erster Satz dazu, der einen viel schneller, als in solchen Momenten erwünscht, zu diesen Enden führt.

Doch sehr gute Bücher sind am Ende nie zu Ende. Sehr gute Bücher gehen im Kopf weiter. Erst liest man fast atemlos, bis man die
Augen schon mit Streichhölzern offen halten muss, um dann, wenn man endlich fertig ist, hellwach im Bett zu liegen und mehrere
Ewigkeiten lang in der gerade erlebten Großartigkeit zu schwelgen und in Gedanken all die wunderbaren Worte noch weit mehr als
einmal zu durchlaufen. Hanif Kureishi’s “Intimacy” ist so ein Buch.

It is the saddest night, for I am leaving and not coming back.

Es geht um Liebe. Natürlich geht es um Liebe. Um den großen Zweifel, der ins Leben kommen kann, wenn sich die darin enthaltene Liebe nach und nach wandelt und noch weniger nachvollziehbar ist, als sowieso schon.

Es geht um Abschied nehmen. Abschied von einem Lebensabschnitt, von einer ganzen Lebensphilosphie, von einer eigentlich als
“für immer” geplanten Einheit. Es geht darum, sich selbst wieder zu finden und all das Chaos zu verstehen, was in einem aus der ganzen unerträglich gewordenen Ordnung gewachsen ist.

Lying protects all of us; it keeps the important going. It is a kindness to lie. If I’d been good all those years, who’d have been impressed? God? A world without lying would be impossible; a world in which lying wasn’t deprecated it also impossible. Unfortunately, lying makes us feel omnipotent. It creates a terrible loneliness.

Intimacy
Hanif Kureishi

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One Day

Apr 26 2011 Published by eFrane under Books

Seitdem ich mobile Musikwiedergabegeräte besitze, sind quasi ununterbrochen zwei Musiktitel mit dem Titel „One Day“ auf diesen. Wer hätte gedacht, dass ich irgendwann an einem Straßenrand ein Buch mit eben diesem Titel finden würde, welches dann zu allem Überfluss auch noch innerhalb weniger Tage seinen Weg auf die Lieblingsbücherliste macht.

Die Rede ist von David Nicholls’ One Day.

‘Live each day as if it’s your last’, that was the conventional advice,
but really, who had the energy for that? What if it rained or you felt
a bit glandy? It just wasn’t practical. Better by far to simply try and
courageous and bold and to make a difference. Not change the world exactly,
but the bit around you. Go out there with your passion and your electric
typewriter and work hard at … something. Change lifes through art maybe.
Cherish your friends, stay true to your principles, live passionately and
fully and well. Experience new things. Love and be loved, if you ever get
the chance.

Es ist eines dieser Bücher über das Leben und doch ist es keines dieser Bücher über das Leben, in denen es ausschließlich um Lebensweisheiten geht. Eine dieser Geschichten, die gleichzeitig aus dünnster Luft gegriffen sind und doch so real wie nur irgend möglich wirken.

Wenige Autoren schaffen es, so zu schreiben, dass man ununterbrochen das Gefühl hat, dabei zu sein. Noch weniger schaffen es, dies bei einer Geschichte zu tun, die sich über so viele Jahre hinweg zieht. Es ist ein Buch zum mitfühlen, von der ersten bis zur letzten Zeile. Ein Buch zum anschreien und zum beweinen, zum lachen und zum schmollen. In gewisser Hinsicht könnte man durchaus behaupten: Es ist perfekt.

Dana sagte einmal zu mir, dass man für die Sachen, die einen am meisten beigeistern am schwierigsten Worte findet. Da mir aber so unfassbar viel daran liegt, dass dieses Buch gelesen, verschlungen und geliebt wird, habe ich es trotzdem versucht. Hoffentlich mit Erfolg.

There’s some medicine on the shelf, on it the words ‘may cause drowsiness’ – the most beautiful words in the English language. Once it was ‘do you have a t-shirt I can borrow?’ Now it is ‘may cause drowsiness’.

One Day
David Nicholls
Hodder & Stouton Ltd

(PS: Die Musikstücke sind von Björk und The Verve.)

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Our Faces Split The Coast In Half

Jun 19 2010 Published by eFrane under Books

In the end, I was so swarmed by the flock of possibilities that drifted up murmuring and smiling to crowd about me on the bright autumn sidewalk that — like a farm boy flustered by a bevy of prostitutes — I brushed right through them, to the pay phone on the corner, to call a cab to take me back to school.
Donna Tartt – The Secret History

Noch fast am Anfang des wundervollen Debutromanes “The Secret History” von Donna Tartt steht diese Textpassage. Und doch beschreibt sie perfekt das Ichwillallesaufeinmalmachenundnochvielmehr-Gefühl. Das Gefühl, was während der letzten Seiten in mir aufstieg und was mich seitdem nicht mehr verlassen will.

Die Geschichte dreht sich um sechs Collegestudenten, die sich dem Studium der Antiken Kunst und Kultur, des Altgriechischen, kurz allem nicht modernem verschrieben haben. Schon zu Beginn des Romans wird deutlich, worum es gehen wird: Einer der Studenten wird sein Leben geben müssen. Das Wissen um dieses Ereignis lindert aber keineswegs – wie das ja manchmal passiert bei solchen Geschichten, wo das Ende schon bekannt ist – die Spannung. Ganz im Gegenteil, die Geschichte fesselt, von der ersten bis zur letzten Seite.

Nicht nur erzählerisch ist Donna Tartts Debut ein Meisterwerk, es ist auf ganzer Strecke berührend und inspirierend geschrieben. Leser meines Tumblelogs haben dies möglicherweise schon bemerkt.

Nachdem mir das Buch vor einiger Zeit von der großartigen @facella hier empfohlen wurde kann ich diese Empfehlung nun nur wärmsten Herzens weitergeben. Es lohnt sich, in jeder Hinsicht.

The Secret History
Donna Tartt
Penguin Books

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Strawberry Fields Forever

Apr 30 2010 Published by eFrane under Books

Ich war skeptisch. Sehr sogar. Zwar hatte ich viel gutes über Mia Bernsteins Kurzgeschichtensammlung “Erdbeerflecken” gehört, doch war da immer meine stiefmütterliche Bindung zu Kurzgeschichten im Hinterkopf die mich lange Zeit davon abhielt das Buch – eigentlich eher Büchlein -  zu lesen.

Es war ein Fehler so lange zu warten. 134 Seiten gefüllt mit 14 wunderbaren Kurzgeschichten. Unterbrochen von Illustrationen die minimalistischer und doch treffender nicht sein könnten. Diese sind gezeichnet von Michaela von Aichberger. Schon allein das Zusammenspiel zwischen Text und nachfolgendem Bild ist mehr als Grund genug um das Buch zu lesen.

Übernimm die Verantwortung für dein Tun und Sein. Nicht den Kopf zerbrechen, das Chaos wird gar nicht sich deiner bemächtigen, wenn du heute dein Leben beginnst; es hat weit mehr zu bieten. Beschreite deinen neuen Weg. Es ist gut so, wie es ist. Sei mutig und trau dich. Sorg für dich. Ich liebe dich.

Lebensweisheit an Lebensweisheit gekettet zieht sich durch das ganze Buch ein roter Faden. Liebe. In allen Facetten dargestellt. Von himmelblau bis dunkelgrau. Das alles versehen mit dem ganz besonderen Schreibcharme von Mia Bernstein macht die Lektüre zu einem sehr kurzweiligen aber doch lehrreichem und schönem Erlebnis.

Erdbeerflecken
Mia Bernstein
Klare Texte + Bilder

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Slipping Husband

Feb 24 2010 Published by eFrane under Books

Schon im Oktober letzten Jahres, bereits nach den ersten zaghaften Worten, die Elisabeth Rank zum aller ersten Jour Fitz aus ihrem Debutroman “Und im Zweifel für dich selbst” vorlas wusste ich, dass dies mal eines der Bücher werden wird, die man nicht nur ein mal und auch nicht nur zwei mal liest. Eines der Bücher, die man ein Leben lang hegt und pflegt, die man Menschen ans Herz legt die einem am Herz liegen. Etwas besonderes.
Etwas besonderes, so könnte man meinen, ist auch die Geschichte. Das ist sie aber eigentlich nicht. Traurig, (zum Glück) selten, aber doch viel zu Häufig in der Realität auftretend. Das schon. Aber nichts besonderes. Doch genau das ist der Punkt. Die grandiose Darstellung des aus den Fugen gerissenen Alltags. Die Wiederfindung des Selbst, wenn man alles hatte aber nichts mehr hat. Das Leben zurückerobern, wenn auch schmerzhaft.
Es ist allerdings keineswegs ein Buch für jeden. Man kann, nein sollte es nicht lesen, wenn man Angst vor Gefühlen hat, wenn man sich gerne hinter seiner Fassade versteckt und in seiner eigenen kleinen Welt lebt. Vielleicht sollte man es aber auch gerade dann lesen. Vielleicht aber gerade dann mit besonderer Aufmerksamkeit.

Lesen. Unbedingt. Ohne Widerrede!

Ich habe das letzte Kapitel noch nicht gelesen. Ich habe Angst. Ich will nicht, dass es schon zu Ende ist, weil es zu schön ist um schon zu Ende zu sein. Andererseits heißt es ja immer, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Dass der schönste Abschnitt des Romanes zeitgleich auch der traurigste ist muss bei einer Geschichte wie dieser so sein. Das ich irgendwann fertig sein werde lässt in mir die Hoffnung aufkeimen, irgendwann, vielleicht schon in nicht all zu ferner Zukunft, das nächste Buch von Frau Rank lesen zu können.

Und im Zweifel für dich selbst
Elisabeth Rank
Suhrkamp Nova

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Long Road to Ruin

Feb 15 2010 Published by eFrane under Books

Es sollte viel mehr gelesen werden. Vorallem sollte viel mehr analog gelesen werden. Damit Bücher wie dieses nicht vergessen werden. Damit ein wenig mehr Zeit für Kultur in dieser unserer kurzlebigen Welt bleibt. Damit mehr Zeit für die kleinen Dinge da ist.

Chuck Palahniuk dürfte den meisten, wenn überhaupt, als Autor von Fight Club bekannt sein. Fight Club. Die Filmlegende. Genau. Chuck Palahniuk hat aber auch noch andere Bücher geschrieben. Unter anderem Survivor.

The shortest distance between two points is a time line, a schedule, a map of your time, the itinerary for the rest of your life.

Nothing shows you the straight line from here to death like a list.

Das Roman ist in keinster Weise normal. Es fängt an mit der Seitennummerierung und hört auf mit dem Ende. Es gibt keinen Satz in diesem Buch, den man nicht in irgendeiner Lebenslage zitieren könnte. Das Buch ist die perfekte Vorlage für eine der spannenderen Alternativen unseres langweiligen Lebens. Nebenbei lernt man Dinge über Haushaltsführung, die in keinem Lexikon stehen und erhält einen Blick hinter die Kulissen der modernen Sklaverei.

Lest es! Sofort!

Survivor
Chuck Palahniuk
Anchorbooks

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