Archive for the 'Sunshine on a rainy day' Category

Einheitsgedankenmarmelade

Apr 29 2012 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Sie klatschten sich Herzen an die Stirn, weil sie es nicht anders gelernt haben. Sie wissen nicht, warum das keine Liebe ist. Sie schreiben Tagebucheinträge epischen Inhaltes, weil man ihnen sagte, dass Schreiben hilft. Sie wissen nicht, warum Schreiben erst hilft, wenn man darüber redet.
Platitüdenzwang. Einheitsgedankenmarmelade. Wir sind doch alle nur traurige, verlorene Seelen ohne Zukunft.

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Wenn man wortlos ist

Apr 13 2012 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

“Sag, was sagt man zu einem Menschen, dem man nichts mehr zu sagen hat?”

“Vielleicht muss man nichts sagen, sondern einfach einmal schweigen. Oder meinst Du, es muss etwas gesagt werden?”

“Wenn der Zwang, zu reden, ohne etwas zu sagen zu haben, besteht, muss man doch etwas sagen, oder?”

“Ich würde dir ja ‘dann rede, aber sag nichts’ raten, aber das bringt dich nicht weiter, fürchte ich.”

“Das Problem ist, ich kann nicht. Ich würde gerne reden, ohne etwas zu sagen, aber es geht nicht, da ist einfach nichts. Keine Worte, nicht einmal mehr wirklich Wörter.”

“Du? Ich finde, Du solltest nicht in der Nähe dieses Menschen sein.”

“Das ist mir ja bewusst, nur geht es um einen Menschen, der mir sehr wichtig ist und zumindest auf Grund von Erinnerungen auch immer noch ganz tief bei meinen Herzmenschen verankert ist.”

(Danke, farbenmaedchen.)

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Birth of a Book

Apr 02 2012 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

(ohne Worte. Dafür mit sehr viel Liebe.)

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Grauer Schmetterling

Mar 30 2012 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Man müsste eine Pfauenfeder sein. Dann könnte man sich nicht nur darauf verlassen immer und zu jedem Anlass angemessen gekleidet zu sein, nein, man hätte sogar nahezu immer die Blicke aller umstehenden sicher. Zugleich wäre man aber fragil und schützenswert und daher sicher davor, in endlose langatmige Gespräche verwickelt zu werden. Man müsste auch auf Empfängen nicht nur profanen Sekt trinken, sondern könnte ihn mit Orangensaft anreichern. Mit einem kurzen betörenden Schwenk des Federauges bekommt man sicher auch Curacao dazu und kann sich rühmen, eines der farbenfrohsten Getränke im Saal genießen zu dürfen.
Bukowski hätte es sicher gemocht, eine Pfauenfeder zu sein, wenn er nicht so verliebt darin gewesen wäre, ein grauer Schmetterling zu sein, der die Pfauenfedern zielsicher und niederschmetternd analysiert.

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Was ich fühle

Mar 27 2012 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Bevor ich dich kennen lernte, wusste ich nicht, was Chris Martin meint, wenn er “when you love someone but it goes to waste” singt. Liebe ist ein großes Wort. Ich nahm mir schon oft vor, es seltener in den Mund zu nehmen, überhaupt auch vorsichtiger damit umzugehen. Doch ist das mit der Liebe nicht so einfach. Insbesondere nicht, wenn so wundervolle Menschen wie du in mein Leben treten.

Du kamst und hast mich zum Lachen gebracht, einfach so. Gleichzeitig warst du da und hast zugehört und ich hörte dir zu. Wir lernten, uns zu vertrauen. Wir lernten uns kennen. Die Magie, die von dir ausging, war an manchen Tagen kaum in Worte, an anderen nur gar schwerlich in Bilder zu fassen. Ich liebte dich.

Das Gefühl, verliebt zu sein ist einzigartig. Jeder Mensch fühlt jedes Mal wenn er liebt ein bisschen anders. Dass, was wir beschreiben, wenn wir gefragt werden, was wir denn fühlen, ist Zuneigung. Innige Zuneigung wahrscheinlich, doch nicht mehr. Liebe kann man nicht beschreiben. Du sagtest einmal, Liebe ist. Du bist.

All das habe ich dir nie gesagt. Ich hatte Angst. Furchtbare Angst. Du warst als Freundin zu wichtig geworden. Bei allem, was in mir vorging, ist es immer am wichtigsten für mich gewesen, dass du glücklich bist, weil du mich glücklich machtest, mich zur Not festhieltst mit deinen sanften Worten und deiner warmen Stimme. Ich brauche dich.

Eines Tages, in einem anderen Leben, erzähltest du mir, dass du dich verliebt hättest. Natürlich hast du das nicht so gesagt. Dazu spürtest du zu gut, wer du für mich warst. Doch ich kannte dich auch. Deine Zeilenzwischenräume sind schon längst zu meiner Wahlheimat geworden. Also fing ich an zu kämpfen. In mir. Versuchte erst und natürlich unsäglich lang, mir einzureden, dass das ja keine Rolle spielt, weil ich ja trotzdem mehr zähle. Du hast nie geblockt. Du wurdest nicht verschlossener. Das hat mich bestärkt.

Wie dumm ich war, wurde mir klar, als wir über deine Zukunft redeten. Nie zuvor hattest du so offen über deine Gefühle geredet. Nie zuvor, war es für mich so schwer, da zu sein. Mein Herz rebellierte. Bald schon brachen die angestauten Zuneigungsgedanken wasserfallartig aus mir heraus. Und Du hast mich förmlich in die Arme geschlossen mit deiner Art, mir zu sagen, dass alles okay ist. Dass du dies spürtest.

Ich möchte dir das Ende der Geschichte verraten. Ich werde immer für dich da sein, doch ich liebe dich nicht mehr. Zuneigung, höchstmögliche Zuneigung und mehrere dicke Scheiben Vertrauen sind, was ich fühle.

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Stille

Feb 26 2012 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Gedanken zerbrechen in ihren Schutzhüllen bevor diese geknackt werden können. Flucht scheint die einzig mögliche Option zu bleiben. Doch die drängende Frage wohin und das mindestens ebenso unausweichliche wovor stellen sich unbeantwortet in den Weg. Unbeantwortbar. Wovor flüchtet man, wenn eigentlich alles in Ordnung ist? Wohin flüchtet man, wenn die vertraute Umgebung zumindest in Tilt Shift betrachtet doch der sicherste Ort der Welt ist?

Sich selbst nicht mehr zu kennen. Die große Angst vor der Stille im Innern. Die große Sucht nach der Stille für das Innere. Damit man beim Lauschen vielleicht doch noch das ein oder andere vergessene Wort findet und sich, mit etwas Glück, aus ein paar Gedankenfetzen wieder zusammen flicken kann. Der Fluss ist eisig und sogar von einer dünnen Schicht frischer Schneeflocken bedeckt. Den Fuß darauf zu setzen ist ein Wagnis, doch der Wald in der Ferne sendet schweigend seine Gastfreundschaft an die Augen. Wenn Mut in Tablettenform verkauft werden würde, wäre dies womöglich der Moment, an dem man anfangen würde, Pillen nicht mehr ganz so sehr zu verfluchen. Ein vorsichtiger Schritt, noch nicht ganz aufsetzen, es knackt schon um die Zehen herum. Zweieinhalb Schritte bräuchte man nur, sagt das Augenmaß, dann wäre man in Sicherheit. Zweieinhalb Buchstaben brauchte es nur, um die Mauern einzureißen, die die verlorene Sicherheit mit sich nahmen. Doch das ist jetzt nicht wichtig, im Grunde war das nie wichtig. Menschen machen Fehler, jeder weiß das und doch lässt man sich immer wieder auf das selbe Spiel ein. Jetzt den Fuß aufsetzen, dann schnell den anderen vorschwingen und mit einem beherzten Satz nach dem Ast auf der anderen Seite greifen.

Nur noch ein paar Schritte. Die Bäume werden geduldig zuhören und die Wunden heilen.

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Über Freiheit

Jan 12 2012 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Ich möchte frei sein.
Dieser kurze Satz würde an und für sich reichen, um im groben die halbe Menschheitsgeschichte zusammenzufassen.

Ich möchte frei sein.
In meinem Lateinunterricht lernte ich das wunderschöne Verb vacare kennen. Frei sein von etwas. Doch von was? Vom unmittelbaren, persönlichen Umfeld, von Sorgen jeglicher Art oder vom Glauben an das Gute im Menschen?

Ich möchte frei sein.
Gut und richtig frei. Man kann ja auch falsch frei sein. Das nennt man dann meist große Errungenschaft der Menschheit und das hat meist sehr viel mit Ansichten älterer Herren zu tun. Leider.

Stop. Zurückspulen. Bis zum Anschlag des Bandanlaufstückes. Klack. Erneute Wiedergabe.

Ich möchte frei sein.
Diese vier Worte könnten mein Leben mehr als zwei Mal um 180 Grad drehen, wenn die Menschheit nicht so unfassbar intelligent gewesen wäre, den Konjunktiv zu erfinden.

Ich möchte frei sein.
Freiheit. Eines der großen Ideale, sowohl in der Kunst als auch in Politik und Gesellschaft. Und doch auch: Freiheit, reine Einbildung?

Ich möchte frei sein.
Doch bin ich weniger frei, wenn ich nicht auch manchmal nicht frei sein will?

Ich möchte frei sein, gut und richtig frei, verantwortungsvoll, wissend, was Freiheit bedeutet, ständig in dem Bewusstsein, dass es kein zurück mehr gibt, wenn der Kampf für Freiheit einmal begonnen hat. Denn ein Kampf ist es, immer.

Frei sein wollen ist bestimmt nobel, aber eigentlich, eigentlich möchte ich nur leben.

Doch, wie lebt man?

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Ashy Birthday

Jan 10 2012 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Hallo awesomes Mensch!

Ich drücke Dich, ganz fest, ganz fest. Ich glaube nämlich an Feen und daran, dass Du eine bist. Zumindest stelle ich mir Feen so vor, wie Dich. Immer für alle da, immer stark und immer noch ein paar zynische Worte auf den Lippen.

Flieg heute mal ein paar extra Loopings für Dich, schau Dir an, was Du alles schon großartiges vollbracht hast und vor allem: lass Dich feiern!

I would have every young woman of your condition in life acquainted with the manners and amusements of London.

Jane Austen – Sense and Sensibility

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Kunst ist leise

Jan 08 2012 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Gute Musik muss nicht laut sein, nur weil sie live gespielt wird. Stellen Bands wie Broken Social Scene oder Lambchop bei Bedarf auch eindrucksvoll unter Beweis.

Leider ist das nicht die öffentliche Meinung. Die öffentliche Meinung ist, dass Musik laut sein muss, wenn sie live gespielt wird. Was natürlich auch heißt, dass ein Künstler live so dermaßen betrunken sein kann, dass es nichts macht, wenn er zwanzig mal daneben haut, weil es ja eh so laut ist, dass man die Fehler nicht mehr hört. Kunst ist das nicht mehr. Und im Grunde habe ich auch keinen Respekt vor Menschen, die ihre Musik, in die nach meinem Kunst- und Musikverständnis ihr Herzblut geflossen ist, so derart verhunzt darbieten.

Kunst ist leise. Wahre Kunst berührt ohne zu berühren, hinterlässt Eindrücke ohne zu bleiben und ist doch ewig. Wahre Kunst spürt man in einem Moment, das ist so ähnlich, wie wenn Leute sagen, es sei Liebe auf den ersten Blick. Nur anders. Denn der Moment, in dem man Kunst spürt, ist in sich eine Ewigkeit. Der Moment, in dem man berührt wird, verändert alles. Immer wieder. Und doch ist er immer genauso greifbar wie unfassbar fern. Nicht haltbar, aber spürbar. Leise eben. Nicht laut.

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Jahresendmeinungsäußerung

Dec 31 2011 Published by eFrane under Sunshine on a rainy day

Zeit vergeht ja auch irgendwie immer schneller. Und Verlust und Veränderung waren selten so nah beieinander wie in diesem Jahr.

Amy Winehouse, Elizabeth Taylor, Steve Jobs. Nicht nur Namen, sondern Menschen, die nicht vergessen werden werden.

Tunesien, Ägypten, Wall Street. Ein neues Gesellschaftsbewusstsein. Nicht nur vereinzelt, sondern weltweit und ungebrochen.

Und nicht zuletzt landet immer wieder dieses eine Bild im Kopf.

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