Wirre Wortknäuel

Dec 14 2011

Manchmal geht es nur darum, einfach “Hallo, ich bin da.” zu sagen. Einfach ein Gespräch anzufangen, einfach zu reden. Tausend wirre Worte aufstapeln, um sich selbst verstehen zu können. Endlich einmal wirklich nicht allein sein mit all dem Gedankensalat im Kopf.
Du sagtest einmal, du würdest gerne nicht mehr nur dir selbst deinen Kopf ausschütten. Du sagtest sogar, die Art, in der ich mit dem Matsch aus deinem Kopf umgehe, würde dir gut tun. Davon merke ich aber nichts mehr. Warum nicht? Habe ich mich geändert? Hast du dich geändert?
Red mit mir.
Lass mich nicht immer anfangen. Verlass dich vor allem nicht darauf, dass ich immer da sein werde. Du hast mir beigebracht, Menschen loszulassen. Ich möchte dich nicht loslassen, aber wenn du mich dich nicht mehr verstehen lässt, werde ich dich loslassen müssen. Lieber möchte ich noch tausende wirre Wortknäuel mit dir entflechten und mindestens ebenso oft den Moment erleben, in dem deine Augen plötzlich wieder aufleuchten, plötzlich wieder diesen Funke der “Alles ist Gut”-Magie ausstrahlen, der sie meist so einzigartig macht.

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Show me the place

Nov 24 2011

Give me a leonard cohen afterworld

(Kurt Cobain – Pennyroyal Tea)

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Plan B

Nov 19 2011

Falls am Ende doch alles schief gehen sollte und keiner der Träume, die auf den tausenden Notizzettelpapierfliegern im Kopf umher düsen wahr wird, so möchte ich wenigstens einen verfickten Tag so gelebt haben, als wäre mein Leben eine Skinsepisode.

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Pilgerfahrten sind gar nicht so Mittelalter

Nov 16 2011

Was wir tun sollten: An die Küste Frankreichs pilgern, aus dem örtlich in rauhen Mengen vorhandenem Holz große Boote bauen, über den großen Teich fahren und gemeinsam etwas gegen das hier tun.

Was wir wie immer tun werden: Nichts. Ist ja nicht weiter schlimm.

Und Kondome verschlimmern ja schließlich auch das Aids-Problem.

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Broken Social Scene.

Nov 13 2011

Broken Social Everything.

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Status Quo

Nov 10 2011

Viel zu lange in der Phantasie leben, dass am Ende alles gut werden wird, lässt am Ende tatsächlich eine ganze Menge ziemlich gut werden. Nun ist es zwar so, dass fast nichts jemals wirklich gut ist – aber im Grunde liegt dies ja nur an diesem ewig treibenden “perfekt”, was so drohend nah an wirklich gut liegt – aber dennoch gibt es ab und an im Leben Situationen, die Ankerpunkte sind. Momente, in denen man seinen ganz persönlichen Status Quo ein paar Meter auf der Zeitachse des Lebens weiter nach vorne schieben kann. Genau das sind aber auch die Momente des Aufbruchs. Das Verschieben ist ja quasi der Save Point im Real Life. Danach kann man etwas ausprobieren, sich mal wieder etwas weiter nach vorne lehnen – ist schließlich auch gar nicht so gut für so einen Körper, immer nur in Ruhe zu verharren. Nein. Man muss etwas tun. Am besten ganz oft ganz viele neue Herausforderungen annehmen. Möglicherweise schafft man dann diese oder jene nicht. Vielleicht steht man sogar mehrfach drei Meter atemlos vor der Zielgerade und kommt einfach nicht mehr weiter. In diesen Zeiten ist es dann wichtig, dass man seinen Status Quo nicht zu weit hinten liegen gelassen hat, denn je weiter man zurück muss, umso mehr geht dabei verloren. Unweigerlich.

Hermann Hesse hat einmal gesagt, das Leben eines Menschen gliedere sich in verschiedenartige Stufen, von denen jede einzelne nicht ohne die anderen sein könne. Ich glaube, es ist von äußerster Wichtigkeit, jederzeit zu wissen, auf welcher Stufe man gerade steht, und – noch unvergleichlich viel wichtiger – wie hoch man sich seine Treppe bauen möchte.

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Kopfbremsen

Nov 08 2011

Es gibt Lieder, die ziehen dich runter, egal wie gut du drauf bist. Die schleichen in deinen Kopf und verziehen erstmal Augen und Mund und wandern dann langsam weiter gen Herz um es fest zu umklammern und nicht mehr loszulassen, bis endlich die Tränendrüsen laufen und der ganze Körper klamm wird vor Angst und Trauer.

Hide and Seek von Imogen Heap ist eines dieser Lieder. Sogar mit der besonderen Fähigkeit, dass es oft schon reicht, einfach nur für einen winzigen Moment an das Lied zu denken, damit das Schicksal seinen Lauf nimmt. Im Grunde ist das eine gute Sache. Wir sind zwar sowieso schon tendenziell die meiste Zeit wegen irgendwelchem Mist traurig, aber manchmal, manchmal braucht man einfach ganz dringend etwas, womit man mit hundert prozentiger Garantie sofort wieder auf den Boden zurück kommt. Dafür sind dann solche Lieder da.

(Auch: Hallelujah in der Version von Jeff Buckley, Meine Freundin lag im Koma und alles was sie mir mitgebracht hat ist dieses lausige T-Shirt von Wir sind Helden, Die Gymnopedies von Erik Satie, …)

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Kompromisslose Selbstwahrnehmungsstörung

Nov 03 2011

Alles ist da, alles ist richtig und doch: Gleichzeitig ist nichts da und nichts annähernd annehmbar. Die Geschichte der Fehlbarkeit der Seele, der immer zum falschen Ziel führenden Determiniertheit endlos langer innerer Monologe. Kompromisslose Selbstwahrnehmungsstörung. Man weiß, wann der Moment der Sorgenüberwältigung erreicht ist und doch sucht man sie. Weiter. Immer weiter. Mehr. Immer mehr. Ganze Stadien könnte man füllen mit Variationen der eigenen kaputten Persönlichkeiten.

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Kleine Fehler

Nov 03 2011

Alte E-Mails ansehen, bei einer Nachricht vom Valentinstag landen, Tränen vergießen, weil man damals nicht mit dem Herzen, sondern nur mit den Augen las. Neuere E-Mails ansehen, lächeln, wissen, dass man es irgendwie wieder gut gemacht hat. Nicht zu wissen, wie, ist unwichtig. Alles ist gut. Meist gerade dann, wenn man es gar nicht wahrhaben will.

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Idiot slow down

Nov 03 2011

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Idiot, slow down.

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