meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Myste­ries of Life

  • 6 years ago veröffentlicht
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Brüste. Eigent­lich sollte an dieser Stelle wohl was mit Eman­zi­pa­tion stehen. Und dass die Frau ja jetzt frei entschei­den kann, wie sie sich der Welt präsen­tie­ren will. Doch stellt sich mir die Frage: Sollte sie? Nicht, dass ich etwas dage­gen hätte, die exten­sive Darbie­tung der sekun­dären weib­li­chen Geschlechts­merk­male anzu­se­hen, aber es gibt da eben diese Stimme in mir, die sagt, dass da was gehö­rig dane­ben geht.

“Dekolleté zeigen und das hier sind zwei Sachen.”

Gestern war auf Twit­ter „Boobs­day“. Im Endef­fekt fand sich in meiner Time­line die gesamte Band­breite der weib­li­chen Ober­kör­per rela­tiv frei­zü­gig wieder. Jetzt könnte man ja ankom­men und behaup­ten, dass sei ja nur ein Mem und das ist halt so und über­haupt. Doch es ist eben nicht so. Es ist für mich mal wieder ein eindeu­ti­ges Zeichen dafür gewe­sen, dass die meis­ten Frauen gar nicht verste­hen, was sie sich eigent­lich erkämpft haben (und neben­bei die Fähig­keit besit­zen all das Gute inner­halb von Sekun­den zunichte zu machen). Natür­lich hat jeder das Recht auf die freie Entfal­tung der Persön­lich­keit. Das heißt doch aber nicht, dass man auf jeden dummen Zug aufsprin­gen muss. Nicht so jeden­falls.

Wie dann? Schwer zu sagen. Es gibt ja zwei Möglich­kei­ten: Entwe­der wurde der „Boobs­day“ von einer Frau, oder von einem Mann initia­li­siert. (Diese ganze Trans­gen­der­pro­ble­ma­tik blende ich jetzt mal elegant aus, ist für die Masse unin­ter­essant.) Wenn erste­res der Fall ist, würde mich das sehr enttäu­schen. Natür­lich könnte man das mit hohem Selbst­be­wusst­sein abtun, für mich riecht es aber mehr nach sinn­lo­sem Darstel­lungs­drang als Sexob­jekt. Genau das, was Frau nicht mehr (nur?!) sein will und sollte. Ergo wäre es für bewusst „eman­zi­pierte“ Frauen meiner Ansicht nach erstre­bens­wert an sowas nicht teil­zu­neh­men.

Leider muss ich aber aufgrund unse­rer Geschichte davon ausge­hen, dass dieser ganze Spaß von einem Mann kam, was heißt, dass es eben genau die Provo­ka­tion Sexob­jekt ist, die wie oben schon gesagt, so ganz und gar nicht in Ordnung ist.

Abschlie­ßend die Fest­stel­lung, dass die meis­ten Menschen nicht nur selt­sam bere­chen­bar dämlich reagie­ren wenn tragi­sche Ereig­nisse (Love­pa­rade) gesche­hen, sondern eben auch im fast ganz norma­len Leben und die Hoff­nung, dass Es viel­leicht ganz anders war.

Immer wieder lehr­reich, solche „Klei­nig­kei­ten“ am Gesell­schafts­mil­ro­kos­mos Twit­ter zu analy­sie­ren.
 

Last Song

[vimeo]http://vimeo.com/13766794[/vimeo]

If this was our last time
What would we do, what would we say then?

(via)

 

Spee­ding Cars

  • 6 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 01:20 min

Dann ist es okay so wie es ist. Sagt man. Gedacht hat man entwe­der scheiße oder himmel­hoch­jauch­zend. Meis­tens eher erste­res, manch­mal letz­te­res. Jetzt gerade letz­te­res. Die Fest­stel­lung, dass das was ist tatsäch­lich mehr ist als nur irgend­was, was jeder hat. Die Fest­stel­lung, dass es nicht mehr kaputt gehen wird, selbst wenn es ausein­an­der geht. Die Fest­stel­lung, dass es etwas beson­de­res ist, gerade weil man keine Worte dafür findet. Der Versuch alle Gefühle gleich­zei­tig heraus­zu­las­sen, wissen, was Glück bedeu­tet, wissen was es nicht bedeu­tet.

Es bleibt nun mal nicht immer alles rosa­rot. Nicht jeder Regen bringt einen Bogen mit sich. Bogen­lose Regen sind dafür nicht weni­ger toll. Boden­lose Reden dage­gen schon. Besser mehr tun und dabei auch ein paar Fehler zu machen als die ganze Zeit nur da sitzen und an das ewige Gute glau­ben. Kann ja gar nicht funk­tio­nie­ren. Es gibt nichts gutes außer man tut es. Ist ja altbe­kannt.

Einzig nervig an der ganzen Sache ist, das am Ende immer so viele Frage­zei­chen übrig blei­ben.

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Sweet Pain­ted Lady

  • 6 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 00:39 min

Nur ganz vorsich­tig das Papier mit dem Blei­stift berüh­ren, drei mal anset­zen für eine Linie. Unge­naue Umrisse, dazwi­schen detail­ver­liebte Leere. Erst­mal nach­spit­zen. Ängst­lich erwar­tet das Blatt den nächs­ten Angriff der Mine. Viel zu Ängst­lich. Der Stift will doch nichts böses, wurde nur geschickt um fest­zu­hal­ten. Fest­zu­hal­ten was sonst viel zu schnell entschwin­det.

Träume in Schwarz-Weiß.

Ster­nen­klare Nächte, kleine weiße Pünkt­chen auf schwar­zem Grund. Ein biss­chen wie ihr Kleid.

 

Devil in the midnight mass

  • 6 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 01:40 min

Früher konnte ich nicht flüs­tern. Also das heißt, rein von der Fähig­keit her konnte ich schon, aber es ging einfach nicht. Immer wenn Menschen in meiner Umge­bung aus welchen Grün­den auch immer anfin­gen zu flüs­tern schnürte sich mein Hals zusam­men, vor Angst aus verse­hen zu laut zu spre­chen sprach ich lieber gar nicht mehr. Denn man kann einfach nicht laut reden, wenn die Umge­bung flüs­tert.


Doch warum konnte ich eigent­lich nicht flüs­tern? Um ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht. Eben­so­we­nig weiß ich, warum es jetzt geht. So genau will man ja diese Eigen­ar­ten des Körpers oft auch gar nicht verste­hen. Doch ande­rer­seits kann man nie aufhö­ren darüber nach­zu­den­ken, warum das nun so. Und wieso eigent­lich die eige­nen Gewohn­hei­ten meist gar nicht so spezi­ell aber doch irgend­wie immer was beson­de­res sind. So ist das eben.

Flüs­tern war das Thema. Flüs­tern ist eine tolle Sache. Flüs­tern schafft Nähe, Ruhe, Gemüt­lich­keit und ein biss­chen Geheim­nis­tue­rei. Immer. Da kann man noch so grund­los anfan­gen, die Wirkung von geflüs­ter­ten Worten ist grund­sätz­lich erst­mal obige. Deswe­gen flüs­tere ich inzwi­schen ab und an sehr gerne. Weil es eben ab und an mehr als notwen­dig ist die Diskus­si­ons­not­bremse zu ziehen um das Verste­hen des Gesag­ten heraus­zu­for­dern.

 

Small Stakes

Es sind diese Tage an denen der gute Rat „Bleib liegen.“ das einzige ist, was im Kopf herum­schwirrt. Es sind diese Lieder, die einen trotz­dem hoch­rei­ßen und ein wenig Moti­va­tion durch den Raum flat­tern lassen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=tsHlKYElKX0[/youtube]

 

Shore­line

  • 6 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 00:47 min

Fahr ans Meer, nimm dir eine dicke kusche­lige Decke, setz dich an den Strand, hör den Wellen zu. Warte bis du an nichts mehr denkst außer an das Rauschen der nächs­ten Welle. Dann erst wieder aufste­hen. Dann ist bestimmt nicht alles gut. Nicht wenn vorher nicht alles gut war. Aber dann ist alles ein biss­chen anders. Vor allem ist der Gedanke der gestört hat nicht mehr da.

Das sagt sich viel zu einfach. Leider ist es meis­tens nicht so einfach. Das fängt ja schon damit an, dass man ja erst­mal ans Meer kommen muss. Und dann die ganzen Fragen der Leute, warum denn und wieso denn und ob man denn helfen könnte. Eigent­lich will man doch nur allein sein. Doch das versteht ja meis­tens keiner. Und die die es verste­hen können nicht dabei helfen, dass es geht.

Atmen.

 

Extin­guish Me

Dann ist auf einmal eben nicht mehr alles gut. Dann fällt einem wieder ein, dass man auf Wolken ja gar nicht schwe­ben kann, die ganzen Natur­ge­setze versauen einem den sowieso schon ange­knacksten Tag. Was heißt hier Natur­ge­setze? Die Natur spielt auch ohne Gesetze nicht mit. Die guten alten Sommer­ge­wit­ter sind auch nur noch Schat­ten ihrer selbst. Ein klei­ner Faden hängt in der Luft. Zu klein, um sich daran klam­mern zu können.

(via elefan­ten­rue­sel)


Doch sollte man es nicht wenigs­tens versu­chen? Nicht zu schnell den Rettungs­fa­den der Hoff­nung hängen lassen? Wer weiß das schon. Manch­mal ist es eben nicht so einfach. Da schwir­ren mehr eigent­lich und viel­leicht und könnte und hätte und dürfte und warum durch den Magen als Schmet­ter­linge jemals Platz finden würden. Dummer­weise erzeugt jedes einzelne von ihnen die Nega­tiv­wir­kung des Schmet­ter­lings­ge­fühls. Gar nicht so einfach, nicht daran zu denken, dass da ja nicht nur eins ist.

An manchen Tagen möchte man einfach weder Hammer noch Nagel sein, möchte nicht mal von außen auf dieses Wesen blicken müssen, das man reprä­sen­tiert. Es sind diese Tage, an denen man nicht umhin kommt Bridge Over Troub­led Water zu hören. Nicht einmal, nicht zwei­mal, stän­dig. Es sind diese Tage an denen jedes winzige Zeichen von Kommu­ni­ka­ti­ons­auf­nahme dank­bar entge­gen­ge­nom­men wird in der Hoff­nung, dass es endlich die eine Infor­ma­tion ist, auf die man so sehn­lichst wartet. Es sind diese Tage, die im Gedächt­nis blei­ben, obwohl es genau diese Tage sind, die man so schnell wie möglich verges­sen will.

Hier war mal ein Video. Das ist jetzt aber nicht mehr auf YouTube. (meh.)
 

Lies all over my eyes

  • 7 years ago veröffentlicht
  • 2 Kommentare
  • Erwartete Lesezeit: 01:35 min

Einfach mal bei grün an der Ampel stehen blei­ben. Den Auto­fah­rern zu sehen, wie sie sich erst nur wundern, dann amüsie­ren, dann fast ein biss­chen sauer werden, weil man nicht rüber­geht. Warum werden sie sauer? Es ist doch nicht ihr Problem, dass ich da stehe, dass ich Zeit verliere. Sie müssen doch sowieso warten. Achso, ja, genau, das ist es wohl. Sie würden sich wünschen, ich würde rüber gehen, damit sie nicht umsonst gewar­tet haben. Klas­si­scher Fall von Konzept nicht verstan­den. Ampeln sind nicht nur dazu da, dass Fußgän­ger die Straße über­que­ren können.



Viel­leicht gleich Morgen den Kaffee mal nicht schwarz trin­ken und die Mate mal warm werden lassen. Regeln sind für andere da. Viel zu oft hält man sich daran, was einem irgend­wer irgend­wann mal gesagt hat. Und wenn man nicht aufpasst springt man am Ende noch aus dem Fens­ter, weil irgend­wer „spring“ sagt. Sprin­gen wäre aber eigent­lich gar keine so schlechte Idee. Nur eben nicht unbe­dingt aus dem Fens­ter. Rück­wärts viel­leicht. Oder zur Seite, ganz egal welche. Nur nicht nach vorn. Oder doch. Völlig egal eigent­lich. Haupt­sa­che nicht so wie es der Rest macht. Bloß nicht gleich alles zur Regel werden lassen.

„Ich will barfuss durch den Regen laufen.“

„Schau mal, ich kann flie­gen, wenn du die Augen zu machst.“

„Ich will barfuss durch den Regen laufen.“

„Ich fliege.“

„Ich kann dich nicht sehen.“

„Hast du was gesagt?“

„Es regnet nicht.“

 

God In The Numbers

Wahr­schein­lich gehört Richard Ashcroft, gehört seine Band The Verve zu den vielen Bands von denen fast jeder das eine Lied kennt. Bezie­hungs­weise meint das eine Lied zu kennen. Die Rede ist von Bitters­weet Symphony. Ein Lied, was nicht zuletzt durch den Film Eiskalte Engel zwei­fel­hafte Bekannt­heit erlangte. Doch die Band­breite von The Verve ist weit größer als man mit Kennt­nis dieses einen Liedes vermu­ten könnte. Dabei zieht sich durch sehr viele der von Ashcroft geschrie­be­nen Lieder ein Thema: Mathe­ma­tik. Hier mal eine kleine Auswahl:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=heqeOQ35fSc[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UthXR8NAn_Q[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=MbGATIHKZUc[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=PwGt­pAlHSdI[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=xjdEe_rCio4[/youtube]

Wie das so ist, wenn man ganz spon­tan beschließt über irgend­was zu schrei­ben lässt das Black­out nie lange warten. Bezo­gen auf die oben genannte Zahlenthe­ma­tik habe ich sicher nicht unbe­dingt die besten Lieder ausge­wählt, aber es sind gute Werke der Künst­ler. Werke die ein biss­chen zeigen, was hinter der bitter­sü­ßen Sympho­nie steckt.