meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

Cardi­nal Song

  • 7 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 01:17 min

Es wäre einfa­cher sich nicht zu verlie­ben. Naja. Viel­leicht auch nicht. Aber man könnte sich zumin­dest das Um-den-Verlust-Trau­ern erspa­ren. Es sei denn, man macht sich genau das dann zu seiner Haupt­auf­gabe: Trau­ern. Nach den besse­ren Zeiten. Den golde­nen Momen­ten. Nicht so grauen Tagen. Dem Geruch von frischem Gras, mitten im Winter.
Es wäre einfa­cher.
Es wäre über­haupt nicht einfa­cher, es wäre nur anders kompli­ziert. Mit dem Bonus, dass fast alles wirk­lich schöne im Leben fehlen würde. Keine Alter­na­tive also. Warum auch? Alter­na­ti­ven gibt es doch sowieso nicht. Es gibt zwar auch nicht nur einen Weg, aber es gibt an jedem Punkt immer genau eine Entschei­dungs­mög­lich­keit. Die Entschei­dung trifft man aber nie bewusst. Sollte man zumin­dest nicht. Sobald man anfängt sich bewusst für oder gegen etwas zu entschei­den wird das Leben lang­wei­lig. Manche würden auch gere­gelte Bahnen dazu sagen. Lang­wei­lig passt aber besser.
Lang­wei­lig, weil die Spon­ta­ni­tät verlo­ren geht, weil das ganze Leben von äuße­ren Einflüs­sen gere­gelt wird, weil man keine eigene Meinung mehr braucht.

 

Porce­lain

An und für sich ist alles wunder­bar, aber manch­mal, manch­mal da fehlen die Worte. Da fehlen die Worte um auszu­drücken, dass man eigent­lich gerade lieber gemein­sam schwei­gen würde anstatt alleine viel zu weit weg da zu sitzen und am Ende doch Fuss­ball zu schauen um sich wenigs­tens der allge­mei­nen sinn­lo­sen Eupho­rie hinzu­ge­ben. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Doch die Worte fehlen trotz­dem. Obwohl man endlos reden kann, über Belang­lo­sig­kei­ten. Nicht das das schlecht wäre, aber es ist eben nicht das, was man sagen möchte. Nicht das, was die Gefühle sagen möch­ten.

Ich will das nicht. Ich will nicht nichts sagen können, ich will immer Worte finden. Ich weiß genau, dass das nicht klap­pen wird, schon viel zu lange weiß ich das. Und doch versu­che ich immer wieder möglichst lange nicht sprach­los zu sein. Nicht durch einen Urwald voller Gedan­ken zu laufen und doch für keinen die passende Wortum­man­te­lung finden, nicht weil die Gedan­ken die falschen sind, sondern weil die Mäntel fehlen und so arme kleine zerbrech­li­che Gedan­ken kann man doch nicht ohne schüt­zen­den Mantel raus­las­sen, geschwei­ge­denn über­haupt in die Nähe der Außen­welt.

Und doch, manch­mal ist man eben sprach­los. Und wenn man nicht allein ist, ist das manch­mal sogar wunder­bar.

 

Our Faces Split The Coast In Half


In the end, I was so swar­med by the flock of possi­bi­li­ties that drif­ted up murmu­ring and smiling to crowd about me on the bright autumn side­walk that — like a farm boy flus­te­red by a bevy of prosti­tu­tes — I brus­hed right through them, to the pay phone on the corner, to call a cab to take me back to school.
Donna Tartt – The Secret History



Noch fast am Anfang des wunder­vol­len Debu­tro­ma­nes „The Secret History“ von Donna Tartt steht diese Text­pas­sage. Und doch beschreibt sie perfekt das Ichwil­lal­le­sauf­ein­mal­ma­chen­und­noch­viel­mehr-Gefühl. Das Gefühl, was während der letz­ten Seiten in mir aufstieg und was mich seit­dem nicht mehr verlas­sen will.


Die Geschichte dreht sich um sechs Colle­ge­stu­den­ten, die sich dem Studium der Anti­ken Kunst und Kultur, des Altgrie­chi­schen, kurz allem nicht moder­nem verschrie­ben haben. Schon zu Beginn des Romans wird deut­lich, worum es gehen wird: Einer der Studen­ten wird sein Leben geben müssen. Das Wissen um dieses Ereig­nis lindert aber keines­wegs – wie das ja manch­mal passiert bei solchen Geschich­ten, wo das Ende schon bekannt ist – die Span­nung. Ganz im Gegen­teil, die Geschichte fesselt, von der ersten bis zur letz­ten Seite.


Nicht nur erzäh­le­risch ist Donna Tartts Debut ein Meis­ter­werk, es ist auf ganzer Stre­cke berüh­rend und inspi­rie­rend geschrie­ben. Leser meines Tumble­logs haben dies mögli­cher­weise schon bemerkt.


Nach­dem mir das Buch vor eini­ger Zeit von der groß­ar­ti­gen @facella hier empfoh­len wurde kann ich diese Empfeh­lung nun nur wärms­ten Herzens weiter­ge­ben. Es lohnt sich, in jeder Hinsicht.


The Secret History
Donna Tartt
Penguin Books

 

Birds

  • 7 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 09:38 min

Den Titel eines Liebes­lie­des für einen Text über Twit­ter zu wählen mag Nicht­nut­zern etwas selt­sam vorkom­men. Doch genau das ist es: Liebe pur. Die meis­ten sozia­len Netz­werke sind entwe­der asoziale Grup­pen­sam­mel­hau­fen oder über­so­ziale Alles­sam­mel­hau­fen. Allge­mein: Sammel­hau­fen.

Nicht so Twit­ter. Schon allein auf Grund des 140-Zeichen Forma­tes der hinter­leg­ba­ren Nach­rich­ten geht nicht alles immer einfach so, wie es sonst fast über­all geht. Wenn man beispiels­weise nur mal das Einfü­gen eines Bildes auf Face­book und Twit­ter vergleicht. Die eine Platt­form blen­det es sofort ein, über­flu­tet den Anwen­der so häufig mit Infor­ma­tion, die er so mögli­cher­weise gar nicht haben will. Bei Twit­ter dage­gen kann man nicht einfach so ein Bild einfü­gen, man kann höchs­tens einen Link zu einem Bild einfü­gen. Neulin­gen erscheint dies, genauso wie bei YouTube Videos und eigent­lich jegli­chem ande­ren Inhalt, meist wenig sinn­voll und schon gar nicht intui­tiv. Womög­lich ist es das auch nicht.

Doch gibt es diverse Hilfs­mit­tel, die versu­chen Licht ins Dunkel und Leich­tig­keit ins Leben im Netz zu brin­gen. Allen voran seien an dieser Stelle Twit­pic, img.ly, yfrog und Konsor­ten genannt, Websei­ten die sich darauf spezia­li­siert haben Bilder (und teil­weise auch Videos) so aufzu­be­rei­ten, dass sie so einfach wie möglich in einer Twit­ter­nach­richt veröf­fent­licht werden können. Mitt­ler­weile haben sehr viele der altbe­kann­ten Medi­enan­bie­ter ähnli­che Funk­tio­na­li­tät einge­rich­tet. Nun also noch mal zur Einfach­heit: Auf den ersten Blick scheint die Bild­sa­che kompli­ziert, auf den zwei­ten ist sie nicht wesent­lich umständ­li­cher als zum Beispiel auf Face­book.

Soviel zu Multi­me­dia. Was ist mit Links zu Blog­ar­ti­keln, Nach­rich­ten, dem ganzen Rest?

Man könnte die aktu­elle Phase des Inter­nets in diesem Zusam­men­hang mit „The dawn of the URL Shor­te­ner“ verfil­men, wenn man das Inter­net verfil­men könnte.
Aus der Tatsa­che heraus, dass die meis­ten Webadres­sen einfach zu lang sind um sie „mal eben kurz weiter­zu­ge­ben“ entstand vor eini­ger Zeit die Moti­va­tion für Dienste, die aus langen URLs kurze bilden, die dauer­haft und eindeu­tig auf die Origi­nale weiter­lei­ten – URL Shor­te­ner. Tinyurl, Bit.ly und is.gd seien hier stell­ver­tre­tend genannt. Das zu den Werk­zeu­gen.

Was macht man nun damit und mit den 140 Zeichen und was sind über­haupt Friends und Follower und was haben diese @'s zu bedeu­ten und warum um
Himmels Willen hat der eigent­lich am Anfang von Liebe gespro­chen?

Also immer der Reihe nach. Was man damit macht sollte eigent­lich klar sein, man gibt Infor­ma­tion weiter. Was genau bleibt jedem selbst über­las­sen, schließ­lich haben wir ja (noch) sowohl freien Willen als auch freie Meinung. Aller­dings, so wird sich der Neuling fragen, ist es doch rela­tiv sinn­los, einfach irgend­wel­chen „Mist“ in diese kleine Box zu schrei­ben, wenn das keiner liest. Da hat der Frager auch recht. Deswe­gen sucht man sich seine Gefolg­schaft. Das ist der kriti­sche Punkt des Twit­terns: Wen will man lesen und vor allem, von wem wird man gele­sen? Erste­res kann man recht leicht selbst beein­flus­sen, schon bei der Anmel­dung kriegt man ein paar Nutzer des Netz­wer­kes empfoh­len, über diese wird man schnell auf weitere „Follower“ aufmerk­sam werden. Zwei­te­res jedoch ist nicht wirk­lich selbst­be­stimm­bar. Das ist die Einstiegs­hürde, eine Stamm­le­ser­schaft zu finden, von der man gele­sen wird, die „Friends“ oder auch „Follo­wi­ngs“. Wenn man jedoch konti­nu­ier­lich neues schreibt kommen die Leser von ganz allein.

Bisher war das alles noch ziem­lich unso­zial, nicht viel mehr als eine öffent­li­che Gedan­ken­samm­lung ohne sicht­ba­ren Mehr­wert, wenn man es genau nimmt. Jetzt wird es lang­sam inter­essant. Wenn man nun schreibt und liest was andere schrei­ben, dann kommt ab und an – natür­li­cher­weise – ein Reak­ti­ons­be­dürf­nis auf. Dafür gibt es in der Twit­ter­kul­tur verschie­dene Möglich­kei­ten. Beim Namen genannt wären das @-Replys, Retweets, Replys ohne @ (indi­rekte Rede sozu­sa­gen) und Direkt­nach­rich­ten. Was verbirgt sich dahin­ter? Kurz gesagt: Der soziale Aspekt. Durch Reak­tio­nen auf geschrie­be­nes (Replys und Direkt­nach­rich­ten) können mehr oder weni­ger lange Diskus­si­ons­fä­den entste­hen, man lernt neue Ansich­ten und Menschen kennen. Meist schnel­ler und unkom­pli­zier­ter, als dies anderswo geht. Man könnte an dieser Stelle den Vergleich mit einem anti­ken Forum anstel­len, wo sich alles versam­melt hat, um über die aktu­el­len Themen zu disku­tie­ren, zu philo­so­phie­ren, oder einfach nur dem Spek­ta­tel beob­ach­tend beizu­woh­nen, einfach so, mit den ande­ren Anwe­sen­den. Manch­mal gibt es dann Aussa­gen, die von größe­rer Wich­tig­keit sind, die weiter­trans­por­tiert werden müssen. Aus diesem Grunde sind Re-Tweets entstan­den, Wieder­ho­lun­gen eines Tweets eines ande­ren, um die Nach­richt auch an die eige­nen Leser weiter­zu­ge­ben und so mehr Menschen zu errei­chen, als es einem einzel­nen möglich wäre. Das ist zwar das moderne Forum, aber immer noch die Ober­flä­che.

Unter der Haube gibt es dann Erschei­nun­gen, die man im Allge­mei­nen unter dem Mem-Phäno­men zusam­men­fas­sen kann. Kurz gesagt ist ein Mem eine Idee, ein Gedanke, insbe­son­dere auf Twit­ter häufig Anhäu­fun­gen von Unmen­gen von Tweets zum glei­chen Thema. Häufig werden diese dann mit einem bestimm­ten soge­nann­ten Hash­tag markiert. Hash­tags sind diese Worte oder Zeichen­kom­bi­na­tio­nen die mit einem Rauten­zei­chen am Anfang gekenn­zeich­net werden. Die sehen auf den ersten Blick etwas kryp­tisch aus, helfen aber unge­mein dabei den Über­blick zu behal­ten.

Schließ­lich und endlich fehlt jetzt für den Nicht­nut­zer immer noch diese komi­sche Liebe, von der ich da sprach. Denn wer einmal etwas tiefer hinein­ge­schnup­pert hat, in die kleine große bunte Welt von Twit­ter, der wird wissen, was ich meine. Es sind die vielen Menschen, die es tagtäg­lich und immer wieder schaf­fen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern mit ihren Botschaf­ten voller Glück und Freude, Botschaf­ten von oft weit weni­ger als den zuge­las­se­nen 140 Zeichen. Es sind diese Menschen, die man nur aus ihren geschrie­be­nen Worten kennt und doch nur allzu oft entsteht zu eini­gen von ihnen eine Bindung, als ob man sie schon immer kennen würde – mutual weird­ness sind die Worte, die diesen Zustand für mich am Besten beschrei­ben. Gleich­zei­tig ist die Liebe zu Twit­ter für mich aber auch die Liebe zum Detail. Und eben nicht nur das Detail im schö­nen Zeit­ver­treib, sondern auch das Detail im Fest­hal­ten von Nach­rich­ten und vor allem in der Regel auch in Sachen Korrekt­heit der Infor­ma­tion. Trotz­dem wird eigent­lich nie der Witz aus dem Auge verlo­ren, immer versucht einen Weg zu finden den grauen Alltag so gut wie eben möglich einzu­fär­ben.

Bleibt noch eine Frage: Warum hab ich das hier alles geschrie­ben?

Irgend­wann entdeckte ich Twit­ter.com und rela­tiv bald wusste ich zumin­dest was es an tech­ni­schen Möglich­kei­ten bietet. Dann habe ich mich einfach mal ange­mel­det. Am Anfang hab ich von dem groß­ar­ti­gen „Leben“, von dem sozia­len Netz­werk Twit­ter, nicht viel mitbe­kom­men, kannte fast keinen derer denen ich folgte persön­lich, lebte in einer Blase. Mit der Zeit dann brach diese Blase und ich entdeckte die eigent­li­che Groß­ar­tig­keit von Twit­ter. Seit­dem kann ich mir ein Leben ohne nicht mehr vorstel­len. Nicht unbe­dingt, weil mir die Witze fehlen würden, oder weil ich beson­ders wich­tige Infor­ma­tio­nen nur bzw. am besten über diesen Weg kriege, nein, viel mehr, weil mir der Kontakt zu den vielen groß­ar­ti­gen Menschen fehlen würde, die mir tagtäg­lich zeigen, dass es einfach immer auch etwas ande­res als die eige­nen Gedan­ken gibt, dass diese aber nichts­de­sto­trotz immer wich­tig sind. Ebenso würde mir auch dieser beson­dere Kanal zur eige­nen Mittei­lung fehlen. Man hat tagein tagaus so viele winzige Gedan­ken. Es ist wunder­bar und wich­tig teilen zu können. Twit­ter ist ein – nicht nur prak­ti­scher – Weg dies zu tun.

Teilen. (Fast) alles.
 

Southern State

  • 7 years ago veröffentlicht
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  • Erwartete Lesezeit: 02:44 min

Was kann man schon sagen über eine Stadt, die älter ist als fast alles, was man davor gese­hen hat. Voral­lem: Was kann man sagen, nach­dem man die Reise­führ­er­be­schrei­bun­gen raus­ge­stri­chen hat? Viel. Und doch fehlen die Worte. Worte für die Über­reste einer der Kultu­ren die unser aller Leben vor etwa 2000 Jahren so maßgeb­lich geprägt hat. Die Über­reste derer, die versucht haben die ande­ren Über­reste zu schüt­zen, bis auch sie die Macht verlo­ren zu Wachen und zu Schüt­zen. Und schließ­lich die Moderne, die sich dazwi­schen drängt, aber doch vieler­orts einfach verschluckt wird von der Geschichte. Rom.

Viel­leicht ist Rom für seine Bewoh­ner auch nur eine Stadt, doch wenn man dort ist mag man das nicht glau­ben. Eine Art Zauber umgibt diese Stadt. Womög­lich spielt dieses große (wirk­lich große, wenn man davor steht merkt man es erst rich­tig.) weiße Gebäude da keine unwich­tige Rolle bei. Schließ­lich ist es von so ziem­lich jedem Ort der Stadt aus zu sehen. Immer ein biss­chen passend und ein biss­chen Fremd­kör­per.

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Dank­bar bin ich den Stadt­pla­nern, die es geschafft haben, das neue moderne Rom nicht das alte, ehrwür­dige zerstö­ren zu lassen. Rela­tiv naht­los gehen alt in neu in älter und neuer über und über­all schwingt sowohl das allge­meine itali­en­ty­pi­sche Flair – ihr wisst schon, Luft und Liebe und Sonne und Süden und alles hat Zeit aber wir machen trotz­dem ein biss­chen Mopedstress – als auch eine Art von Magie mit, die ich bisher nur in dieser Stadt gespürt habe. Das Wissen darum, was auf diesen Flecken auf denen man steht, läuft, sitzt oder in Gedan­ken davon­schwebt in den vergan­ge­nen 2700 Jahren passiert ist. Das Gefühl, dass man nirgendwo mehr der erste sein kann. Manch­mal ist sie fast ein wenig erdrückend. Die Geschichte dieser Stadt.

Lusti­ger­weise bleibt hinter­her zum Einen die Erkennt­nis, dass italie­ni­sche Pizza mitten in Italien irgend­wie nicht so gut schmeckt wie beim Italie­ner um die Ecke und dass der Foto­ap­pa­rat so lang­sam seine alters- und leis­tungs­be­ding­ten Gren­zen erreicht und zum Ande­ren das Wissen, dass dies zwar der erste, aber sicher nicht der letzte Besuch dieser Stadt gewe­sen sein wird.

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For Emma

Manch­mal braucht es keine großen Worte.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=i6S__IpVpSQ[/youtube]

Manch­mal kann man aus einem wunder­schö­nen Lied ein Meis­ter­werk machen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=45v5bWOm_dU[/youtube]

Manch­mal ist es einfach schön.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Tyct­kryo0ms[/youtube]

 

While My Guitar Gently Weeps

  • 7 years ago veröffentlicht
  • 2 Kommentare
  • Erwartete Lesezeit: 01:31 min

Der wesent­li­che Unter­schied zwischen Freund­schaft und Verwandt­schaft ist, dass man sich letz­tere nicht aussu­chen kann. Doch kann man sich denn seine Freunde wirk­lich immer aussu­chen? Gibt es nicht Situa­tio­nen im Leben, in denen es mehr als nur ratsam ist, sich mit dem ein oder ande­ren Menschen gut zu stel­len. Man muss dieses hoch­schla­fen ja nicht immer zu wört­lich nehmen, aber das Vitamin B. Das gibt es. Das ist die eine Seite der Nicht­wähl­bar­keit bei Freund­schaf­ten.

Die andere ist, dass Freund­schaf­ten gerade weil sie nicht einfach da sind wie Verwandt­schaft eine ganz andere Art von Pflege und Vertrauen und Gegen­sei­tig­keit bedür­fen. Man strei­tet sich mal oder redet einfach anein­an­der vorbei. Das ist zwar selten gut aber normal und auch wich­tig. Wenn immer alles perfekt wäre wäre auch immer alles lang­wei­lig. Dennoch ist es wich­tig, dass man immer versucht den ande­ren zu verste­hen, sich auf die Probleme einzu­las­sen und Lösun­gen zu finden. Denn genau das zeich­net (gute) Freund­schaf­ten aus. Leider wird viel zu oft der Weg des gerings­ten Wider­stan­des gewählt und man schiebt die Schuld komplett auf den jeweils ande­ren und beruft sich auf den eige­nen sinn­lo­sen Stolz. Dabei könnte alles so einfach sein. Mitein­an­der Reden!

I don't know how you were inver­ted
no one aler­ted you

The Beatles
 

Inde­fi­ni­tely

  • 7 years ago veröffentlicht
  • 2 Kommentare
  • Erwartete Lesezeit: 00:33 min


Es ist als ob man gefan­gen wäre, zusam­men­ge­presst von Wäsche­klam­mern. Das Herz zusam­men­ge­schnürt, der ganze Körper möchte schreien, jede Faser ringt nach Aufmerk­sam­keit. Und der Bauch, der baut sich ein klei­nes Nest was gegen alles drückt. Dann will man Heulen und kann nicht. Weil irgend­was dage­gen spricht. Wahr­schein­lich darf man nicht, wenn man will, sondern muss nur wenn man nicht sollte. Natur­ge­setze sind manch­mal ziem­lich nervig.
 

The Perfect Song

  • 7 years ago veröffentlicht
  • Ein Kommentar
  • Erwartete Lesezeit: 01:21 min

Musik ist ja sowieso das Allheil­mit­tel. Immer ist genug davon da, nie muss man sich sorgen machen, dass es irgend­wann mal nicht das passende Lied für den momen­ta­nen Gemüts­zu­stand gibt.

Denkste.

Unprak­ti­scher­weise gibt es Situa­tio­nen in die Köpfe kommen können in denen einfach kein Lied passen will. Dann sucht man stich­wort­haft aber eigent­lich zusam­men­hangs­los irgend­ein irgend­wie passen­des Lied. Auf YouTube, Last.fm, über­all. Und trotz­dem findet man nichts. Weil man falsch sucht, meis­tens.

Wenn man Glück hat begeg­net man recht zeit­nah oder auch etwas später einem Menschen der einen versteht, so rich­tig, so ohne Worte. Und der weiß welches Lied für ihn passen würde. Dann braucht man kein Glück mehr sondern nur noch seine Ohren um den Kopf endlich erlö­sen zu können von der Suche nach dem rich­ti­gen Lied. Dann ist alles wieder gut.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=e1lr3w­nR7w0[/youtube]

Es gibt für jede Situa­tion das rich­tige Lied. Aber nicht für jeden Menschen und jede Situa­tion. Aber wenn sich zwei Menschen finden, die fast immer rich­tige Lieder für die Sorgen und Wünsche und Freu­den des Ande­ren finden, dann ist das schön.

 

Just The Faces Change

  • 7 years ago veröffentlicht
  • 2 Kommentare
  • Erwartete Lesezeit: 01:20 min

Ich würde was drum geben mal wieder so rich­tig natür­lich sein zu können. Tagein tagaus die selbe Maske, immer nett und hilfs­be­reit für die ganze Welt. Ist ja auch nicht so wich­tig, dass nie was zurück kommt. Als ob ein winzig klei­nes Danke schon zu ewiger Erge­ben­heit verpflich­tet. Wäre mir neu.

Die Schat­ten­seite des Gutfreund seins. Nicht­mal. Eigent­lich die Schat­ten­seite des hier Mensch seins. Niemals ehrlich sein. Sich wie alle ande­ren auch verste­cken. Weil wir Angst vor uns selbst haben. Nicht vor den ande­ren.

Es macht keinen Spaß jeden Morgen in der U-Bahn den Volks­trau­er­tag­ge­sichts­aus­druck präsen­tiert zu bekom­men, gerade so, als ob kurz vorm Einstieg acht schwere Tragö­dien auf einmal einge­tre­ten sind. Das kann man selbst als Frohna­tur nicht ewig durch­hal­ten. Recht schnell legte ich mir auch diese hübsche Melan­cho­lie­maske zu, werd ich wenigs­tens nicht mehr so komisch ange­se­hen, so wie man ange­se­hen wird, wenn man es wagt in der freien Wild­bahn zu lachen.

Wie auch immer.

Mal da drau­ßen und nicht auf euren Bild­schir­men mein inne­res nach außen kehren dürfen. Das wäre was feines.