meandering soul

»Am Ende kommt meist sowas Absurdes wie ewige Liebe.«

End of a Century

  • 7 years ago veröffentlicht
  • 5 Kommentare
  • Erwartete Lesezeit: 01:45 min

Fast alle großen Medien berich­ten dieser Tage über das Ende der 00-er Jahre. Fast alle Medien verfal­len dabei einem ural­ten Kalen­der­re­chen­pro­blem. Dieses erste Jahr­zehnt des 21. Jahr­hun­derts ist noch nicht zu Ende. Ja, rich­tig gele­sen. Wir haben noch ein Jahr, auch wenn da keine Null mehr am Anfang steht.

Für dieje­ni­gen die wissen wollen warum geht es nach diesem Kleinod von Blur weiter:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=MuYUm­nny0pU[/youtube]

Ach? Doch so viele? Das mit dem Kalen­der und dem rich­ti­gen Zählen der Jahr­zehnte, -hunderte, etc. ist eigent­lich ganz einfach. In welchem Jahr­hun­dert leben wir? Rich­tig, im Einund­zwan­zigs­ten. Das kann man sich auch ganz leicht merken, indem man beim Berech­nen des Jahr­hun­derts immer Eins zum Jahr­hun­dert der Jahres­zahl addiert. Das ist natür­lich keine wissen­schaft­li­che Erklä­rung sondern nur eine naive Esels­brücke, deshalb jetzt noch­mal etwas genauer: Man zählt Abschnitte von Jahren wie auch fast alles andere mit natür­li­chen Zahlen. Diese fangen im Allge­mei­nen mit der Eins an. Da nun ein Jahr­hun­dert — um beim Beispiel zu blei­ben — hundert Jahre hat und mit einem „Einer­jahr“ anfängt, kann man leicht nach­rech­nen, dass wir im 21. Jahr­hun­dert leben und dass dieses am 31.12.2100 sein Ende finden wird. Dement­spre­chen­des gilt natür­lich auch für Jahr­zehnte.

Wenn mir also jetzt noch einmal jemand mit dem Ende der 00-er Jahre kommt, dann. Dann. Dann gibt es defi­ni­tiv nicht noch so eine sendung­mit­der­maus­taug­li­che Erklä­rung.

 

Some­thing

Es gibt Dinge, die brau­chen mehr als 1000 Bilder. Von Worten ganz zu schwei­gen. Meist sind es unbe­deu­tende Klei­nig­kei­ten, durch die man von jetzt auf sofort von der Über­hol­spur geschleu­dert wird um sich kurze zeit später auf einem merk­wür­dig über­füll­ten Stand­strei­fen wieder­zu­fin­den. Es sind Momente in denen man sich Fragen stellt, die man niemals ausspre­chen würde. Denn dann würden sie weh tun und man könnte sie nicht einfach mit einem lässi­gen Kopf­schüt­teln vertrei­ben.

In diesen Momen­ten tauchen sie meis­tens über­ra­schend auf. Gerade eben noch fragt man sich die absur­des­ten Dinge, dann kommen fünf Töne aus dem nächst­bes­ten Klan­ger­zeu­ger und alles ist auf irgend­eine Art und Weise wieder gut. Bis zum nächs­ten Gedan­ken.

Manch einen Tag geht das von morgens bis abends so. Kein Anfang, kein Ende, kein Weg. Einzig die Klänge bilden ein Draht­seil, an dem man sich durch den Tag hangeln kann. Dann kommen wieder Tage, da weiß man schon vorm wach­wer­den, dass man gut daran tut, nicht auf solche Wunder zu warten.

 

When it star­ted

  • 7 years ago veröffentlicht
  • 2 Kommentare
  • Erwartete Lesezeit: 01:15 min

Wie es wohl wäre, einfach mal komplett neu anzu­fan­gen. Fragt sich das nicht jeder Mensch immer mal wieder? Ich für meinen Teil tue das jeden­falls. Eigent­lich stän­dig. Das Problem an der an sich ja guten Idee ist nur leider all zu oft, dass sie ohne Reset Knopf im Leben im Grunde nicht umsetz­bar ist. Schon eine tragi­sche Geschichte. ein Neuan­fang.

Das ist es nun also, mein neues Inter­net­zu­hause. Noch ein wenig kalt und unmö­bliert fühlt es sich an, aber das ist okay so. Und trotz­dem, wenn man das zum drit­ten Mal macht, fängt man lang­sam an, an sich zu zwei­feln und sich zu fragen, ob das alles eigent­lich sinn­voll ist. Aber sie müssen ja raus, die Gedan­ken. Daher wird sich das hier wohl auch bald wieder füllen und die wohlige Wärme einer alten Geschichte ausstrah­len. Auch wenn hier nicht nur, mögli­cher­weise sogar keine Geschich­ten in dem Kamin­ge­schich­ten­sinne stehen werden. Dafür aber in jedem Falle Dinge die mich beschäf­ti­gen. Dinge die mir keine Ruhe lassen, die mich nachts um halb 3 aus dem Tief­schlaf reißen, weil in der Hektik des Tages kein Platz für den Gedanke war.