Fünf Fragen

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  • Published 9 years ago
  1. Darfst du mich anfassen?
  2. Darfst du dumme Fragen stellen?
  3. Darfst du auf der Straße tanzen?
  4. Darfst du einfach so lachen?
  5. Darf ich auch?

Honey and the Moon

  • Reading time: 1 min
  • Published 9 years ago
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But right now everything you want is wrong
And right now all your dreams are waking up,
Right now I wish I could follow you
To the shores of freedom.

Video Killed The Radio Star

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  • Published 9 years ago

Es gibt Musikvideos. Früher gabs sogar in diesem Fernsehen mal Sender, die eigens dafür geschaffen wurden, Musikvideos zu zeigen. Der erste davon wurde mit dem Lied hier 1980 gestartet. Geschichte. Die Fernsehsender gibts noch. Irgendwie zumindest. Fehlt ab und an nicht mehr viel für diese hübschen kleinen "Dauerwerbesendung"-Eckeinblendungen. Wiedemauchsei, es ist ja nicht so, dass es keine Musikvideowiedergabeplattform mehr gibt, weil die dafür gegründeten Telemedienanstalten sich nicht mehr dafür verantwortlich fühlen. Ganz im Gegenteil.

Worauf will ich eigentlich hinaus? Auf tolle Musikvideos, die es ohne das Heimcomputerzeitalter, Internet, das WWW und schließlich und endlich YouTube wohl nie so gegeben hätte. Auf was denn sonst.

Angucken. Mögen. Glücklichsein.

Sofort.

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Jetzt nicht.

  • Reading time: 2 min
  • Published 9 years ago

Ich liege auf der Couch und versuche gegen meinen Kopf zu gewinnen. Im Versuchen war ich schon immer groß. Fast so groß, wie im nicht schaffen. Scheitern, eine Lebensform? Zumindest keine empfehlenswerte.

Nun liege ich hier seit fast vier Stunden, nahezu regungslos, und Du hast immer noch kein Wort gesagt. Sitzt einfach neben mir, auf dem kleinen, schmalen Eckchen, in das du verdrängt wurdest, und wartest. Dafür bin ich dir dankbar. Auch für die kurzen Mitteilungen, welche du gelegentlich so leise wie möglich von meinem Handy absendest. „Jetzt nicht.“ steht darin, in diversen Variationen.

Ab und an spüre ich, wie dein Blick über mich schweift, spüre wie Du meine stabile äußere Hülle beobachtest. Du siehst diese Hülle nicht. Deswegen darfst Du hier sein. Bei mir. Jetzt.

In diesem Augenblick jedoch beobachtest du nicht. Daher merkst du auch nicht, wie sich mein Gesichtsausdruck schlagartig verändert. Ich will etwas sagen. Diese Ruhe zu zerschneiden, unsere Ruhe zu zerschneiden schaffe ich aber nicht. Dafür bin ich zu schwach. Doch Du enttäuschst mich nicht. Du greifst sanft meine Hand und gibst mir Kraft. Kraft zu erklären warum alles so kompliziert geworden ist. Kraft, die wichtigen Fragen zu stellen.

Du bist da. Du hörst zu. Du gibst nie auf, Antworten zu finden.

Der Handyakku hat mittlerweile seinen Geist aufgegeben. Die Außenwelt ist unwichtig. Wir müssen uns erstmal die Welt erklären.

Revolution 9

  • Reading time: 1 min
  • Published 9 years ago

Es gibt Unmengen Lieder, von denen ich gerne wüsste, wie sie entstanden sind. Einige weniger, von denen mich nicht nur die Entstehungsgeschichte interessieren würde, sondern auch die Frage, warum es so veröffentlicht wurde, wie es geschehen ist (Album, B-Seite, etc).

Von all diesen, doch immer noch – in Anbetracht der von der Gesamtanzahl aller Lieder relativ kleinen Anzahl mir bekannten – recht vielen Titel bleibt eines immer wieder hängen. Eines dieser Kunstwerke, von denen man gar nicht so richtig sagen kann, ob das nun ein Lied ist, oder nur eine Audioaufnahme.

Ich wüsste nicht, bei welchem Titel des sogenannten weißen Albums der Beatles ich mich öfter warum gefragt habe. Ich weiß nur, dass ich nie aufhören werde.

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(Interessant übrigens, was passiert, wenn man es einfach mal umdreht. Könnte man auch wieder viel reininterpretieren. Kann man aber auch lassen.)

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No Surprises

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  • Published 9 years ago
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No alarms and no surprises.

Silent.
Silent.

Herbstgeflüster

  • Reading time: 2 min
  • Published 9 years ago

Gerade eben noch war die Stadt da. Laut, dreckig, unnachgiebig. Die Straße war übervoll. Dann wechselte die Ampelschaltung und brachte die Blechlawine für einen Augenblick zum stehen. Mit ihr blieb für mich die ganze Welt stehen. Wegen dir. Ich hatte kaum einen Fuß auf die Straße gesetzt, da entdeckte ich dich auf der anderen Seite, ebenso weit vorangekommen bei dem Straßenüberquerungsvorhaben. Deine grünen Augen sahen mich unverwandt an. Dein Schal wirbelte im Wind, ein paar kleine goldene Blätter hatten sich darin verfangen. So wie ich mich in dir.

Zeit verging. Das war nicht zu leugnen. Doch war es auch nicht spürbar. Ich war so erfüllt von deiner Erscheinung, dass mich nichts anderes mehr erreichte. Der vielleicht letzte blaue Himmel für die nächsten Wochen ging genauso an mir vorbei, wie die eigentlichen Besitzer der Straße, welche diese schon seit einer Ewigkeit wieder vereinnahmt hatten. Abgesehen von einem kleinen Fleck in der Mitte.

Du warst stehen geblieben. Direkt vor mir. Standest einfach schweigend mit deinem forschenden Blick da und hast mich angelächelt. Ich wünschte mir nichts sehnlicher, als mein inneres nach außen, zu dir, zu lassen. Doch es ging nicht. Meine Handlungsfähigkeit war scheinbar gleich zusammen mit dem Herz aus der Hose gerutscht und lag jetzt irgendwo gut gepresst unter der rollenden Masse.

Bei der nächsten Grünphase hast du meine Hand genommen und bist einfach losgelaufen. Losgelassen hast du nicht mehr.

Wer weiß schon, was das alles bedeutet.

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  • Published 9 years ago

Hast du dich nicht auch schon unzählbar oft gefragt, ob man wirklich gleichzeitig lachen, weinen, etwas wollen und unter keinen Umständen wollen kann? Ich schon. Inzwischen frage ich mich das nicht mehr. Inzwischen stelle ich regelmäßig fest, dass es geht. Stelle regelmäßig fest, dass Gefühle nicht mal annährend stabil sind. Trennschärfe ist eben Definitionssache und vor allem höchst wissenschaftlich und Gefühle sind zwar vielleicht eingrenzbar, aber lange nicht definierbar und erst recht nicht wissenschaftlich.
Ich brauche Musik. Und Bücher. Und den Duft von Frühlingsgras und Herbstlaub und heißer Schokolade. Mit Schneeflocken am Fenster. Alles auf einmal.
Erzähl mir eine Geschichte.

Und ich hör noch wie ich sag, das warst nicht du.
Ich glaub die Frau im Auto warst nicht du.
Du nicht, du nicht, du nicht, nicht du.


Wir sind Helden - Meine Freundin war im Koma und alles, was sie mir mitgebracht hat, war dieses lausige T-Shirt

Time Honoured Tradition

  • Reading time: 1 min
  • Published 9 years ago

Ankommen hat sehr viel mit der relativen Nähe von Menschen zu tun. Man kann nicht wirklich ankommen an Orten, an denen man niemanden kennt. Ankommen kann man nur da, wo Menschen in der Nähe sind. Manche Menschen können weiter weg sein als andere um trotzdem relativ nah zu sein. Es ist ja selten wirklich wichtig, wie weit weg jemand in dieser Welt da draußen ist. Wichtig ist, wie weit weg der Mensch ist, wenn man ihn braucht. Und was nötig ist, um die jeweilige Entfernung zu überwinden.

Manchmal reicht digitaler Text. Manchmal sogar analog geschriebener. Fast immer können Stimmen helfen. Egal ob nun am Telefon oder direkt oder auch nur im Kopf beim Lesen von Text.

Ankommen hat sehr wenig mit der Umgebung zu tun. Man kann überall ankommen. Man kann auch überall schnell und leicht ankommen. Wenn man weiß, dass jemand da ist, wenn man jemanden brauchen sollte. Egal wann. Egal für was.

Losgehen hat sehr wenig mit der relativen Nähe von Menschen zu tun. Die verändert sich zwar scheinbar, doch eigentlich bleibt sie gleich. Eigentlich gibt es dafür auch ein einziges Wort: Freundschaft.

Lass uns Freunde bleiben.

Sollte man öfter sagen.

Und schaffen.

Brief an M

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  • Published 9 years ago

Liebe M.,

Drei Tage ist es her, seitdem du in den Zug gestiegen bist. Wenn ich die Augen schließe, kann ich noch die Rücklichter sehen. Ich finde, Verabschiedungen wären um einiges einfacher, wenn man nicht die Rücklichter sehen könnte. Rücklichter haben immer so etwas melancholisches.

Du warst nie nur irgendwer. Nie nur einfach da. Aber du warst da. Zumindest rückblickend betrachtet fast immer. Wenn du mal nicht da warst lag das vielleicht auch eher an mir als an dir. Ich gebe zu, es ist nicht immer einfach mich zu kennen, mich vielleicht sogar mögen zu wollen. Doch du hast mir immer ein Zuhausegefühl gegeben. Vollkommen egal wo ich war, wenn du in der Nähe warst, konnte ich mich sicher fühlen.
Jetzt bist du bald weg.
Nicht richtig weg natürlich. Du wirst nie richtig weg sein können. Mein Herz wird dich nicht mehr loslassen.
Die Leute sagen, es wird einfacher. Die Leute sagen, man wird neue Menschen kennen lernen. Vielleicht haben sie ja recht. Bestimmt haben sie recht. Doch wer könnte schon verstehen, warum du fehlen wirst? Wer könnte uns verstehen? Kapitän Nemo könnte eventuell. Doch den gibt es nicht.
Was bleibt?
Das wichtigste. Das schönste.
Ich weiß, dass du bleiben wirst. Denn dich zu vergessen würde bedeuten, fast alles zu vergessen, was wirklich wichtig war.

Du fehlst, der Stadt vielleicht sogar noch etwas mehr als mir,

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