Es gibt schließlich immer einen Ausweg – Teil 4

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  • Published 8 years ago

Camden Town Market. Gerade eben noch war alles dunkel und einsam um sie herum gewesen. Menschenüberfüllt, aber einsam. Hier jedoch leuchtete das Leben. Sie sahen sich an und fühlten, dass sie angekommen waren. Endlich. Endlich wieder fühlen.

„Wir werden uns jetzt verabschieden müssen.“
„Ja. Wenn man Menschen zu gut kennt, wird immer alles kompliziert.“
„Wann glaubst du, werden wir uns wieder sehen?“
„Zu spät um nicht darüber zu schweigen, zu früh um nicht anzufangen zu vermissen.“
„Genau im richtigen Moment.“
„Wie immer. Genau im richtigen Moment.“

„Was wirst du tun?“
„Ich will den Grund für die Liebe finden.“
„Du weißt, dass es keinen Grund gibt.“
„Ich fühle aber, dass es einen geben muss. Mindestens einen.“

„Was wirst du tun?“
„Ich will die Menschen beobachten. Ich muss die Menschen beobachten.“
„Du kannst nicht immer nur beobachten.“
„Doch, wer die Menschen beobachtet, lernt ihre kleinen Schwächen kennen.“

Cleo saß stundenlang an eine Laterne gelehnt und beobachtete. Der Trick ist, immer die eine Schwäche zu kennen. Der Trick ist, die Schwäche zu kennen, damit man weiß, wie man helfen kann. Sie machte sich auf die Suche nach ihrer Schwäche, um Paul und ihr selbst zu helfen. Bald wurde ihr klar, dass sie aufhören mussten, das Leben zu suchen, also stand sie auf um ihren Bruder zu suchen. Cleo fand ihn in einem Plattenladen, im zweiten Untergeschoss, zwischen Unmengen von 7“-Singles von John und den anderen. Es gab keine Worte. Die Umarmung war lang genug, um alles notwendige zu sagen.


Es gibt schließlich immer einen Ausweg – Teil 3

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Sie redeten nicht viel. Irgendwann hatten sie gelernt, dass es nichts bringt einfach nur zu Reden um sich vorzumachen, dass man sich etwas zu sagen hat. Wem vormachen? Sich? Sie brauchten sich nichts vorzumachen. Sie wussten, dass Worte manchmal nichts sagen können. Sie wollten herausfinden, warum.

„Wir hätten auch die Tube benutzen können.“
„Nein.“

Natürlich hätten sie nicht mit der Tube fahren können. Paul wunderte sich, wie Cleo immer wieder auf solche Ideen kam. Es ging doch gerade darum, herauszufinden warum. Wenn man etwas herausfinden will muss man auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Da kann man doch nicht einfach eine Abkürzung nehmen und unter dem Boden hinwegfahren.


In der Ferne hörten sie Menschen. Umgeben waren sie auch von Menschen. Doch diese sagten nichts. Das bisschen Massengemurmel, was sie erzeugten war kaum wahrnehmbar. Einzig, sie konnten noch nicht sicher sein, was sie erwarten würde, wenn sie ihr Ziel erreichen. Der Glaube daran, dass die Hoffnung wirklich zuletzt stirbt, trieb sie weiter in Richtung Camden.

„Hör auf.“
„Lass mich.“

Cleo konnte nicht davon ablassen, anderen Leuten so tief in die Augen zu sehen, dass diese vollkommen verwirrt wurden. Paul fand das eine Weile ganz amüsant, aber jetzt, wo sie ihrem Ziel immer näher kamen, wollte er, dass sie sich ihrer Aufgabe widmete. Manchmal zweifelte er daran, der jüngere Bruder zu sein.


Es gibt schließlich immer einen Ausweg – Teil 2

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  • Published 8 years ago

Obwohl er der jüngere war – es fiel auf, doch nur bei genauem Hinsehen, flüchtige Beobachter hätten die Altershierarchie von Paul und Cleo auch durchaus verwechseln können – hatte Paul schon immer die Rolle des Durchsetzers inne. Er entschied nie allein, aber wenn etwas entschieden war, sorgte er dafür, dass es so gemacht wurde.

„Wir sollten langsam einen Platz für die Nacht finden. Der Bahnhof macht mir ein wenig Angst.“

Es waren diese Sätze, die Cleo in den Wahnsinn trieben. Sie wusste genau, dass er nicht das gesagt hat, was er eigentlich meinte. Sie wusste auch nur zu gut, dass sie nicht fragen brauchte. Diesmal wollte sie nicht wissen, was eigentlich war. Immer alles wissen zu wollen macht am Ende immer alles nur schlimmer. Cleo stand einfach auf und ging in Richtung Ausgang. Es sollte das letzte Mal sein, dass sie den Bahnhof von innen sah.

Paul hatte irgendwann von Camden gehört. Von den Plattenläden und dem Markt. Von dem Leben, was dort wohl noch nicht von den Gefühlen getrennt war, was noch wahr war. Gefühle sind viel mächtiger als das Leben. Sie gingen einfach los. Ziel: Camden Town. Ankunft: Ungewiss. Vorbei an endlosen Reihen Backsteinbauten. Nach einer Weile bemerkte Cleo, dass die Ladeneingänge kleiner wurden, die Menschen dafür umso größere Freude ausstrahlten.

„Wir sind auf dem richtigen Weg.“
„Wir sind auf dem richtigen Weg.“
„Wann werden wir wohl ankommen?“
„Wollen wir ankommen?“

Darauf wusste Cleo keine Antwort. Überhaupt wusste sie in letzter Zeit viel zu selten Antworten auf die Fragen, die sie von ihrem Bruder gestellt bekam. Vielleicht lag das daran, dass sie immer alles Wissen teilten, das sie gar keine Antwort auf eine Frage von ihm wissen konnte, weil sie nicht ein Fünkchen mehr wusste als er.

Road to Nowhere

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  • Published 8 years ago

"Dieser Weg führt ins Nirgendwo."

"Dort werden wir sicher sein."

Es gibt schließlich immer einen Ausweg – Teil 1

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  • Published 8 years ago

Sie wusste, dass es zu spät war. Sie wusste, dass sich gerade eben alles verändert hatte. Doch Cleo war anders, sie war schon immer anders gewesen, sie würde das nicht einfach akzeptieren. Es musste doch einen Ausweg geben.

„Es gibt schließlich immer einen Ausweg.“

Cleo war so tief in ihren Gedanken versunken, das sie weder ihr lautes Aussprechen der selben, noch Pauls Nachfrage bemerkt hatte. Vielleicht war das auch besser so.

Der Bahnhof um sie herum war von Leben erfüllt. Genau genommen, war er das Leben, und sie, Paul und Cleo, waren die Beobachter, die stillen Teilhaber an den Gefühlen anderer. Nicht jeder kann sich eigene Gefühle leisten. Nicht jeder darf sich Gefühle leisten. Sie wollen nicht. Zumindest vorerst nicht mehr. Es ist besser so, haben sie gesagt. Doch Cleo hat Zweifel. Sie war schon immer die vernünftige große Schwester. Paul der draufgängerische, unwesentlich jüngere Bruder. Sie wussten nicht mehr, wie alt sie eigentlich waren. Das spielte schon zu lange keine Rolle mehr. Genau genommen spielte fast nichts eine Rolle. Damals, als sie noch an der Küste lebten und jedes Wochenende in Brighton waren, damals gab es noch ein paar Dinge, die von gewisser Wichtigkeit waren. Aber das war vorbei. Irgendwann kam der Zug nach London und dann waren sie hier. Es musste während der Zugfahrt passiert sein. Auf Zugfahrten geschieht nur allzu oft Seltsames.

„Woran denkst du?“

„Ich bin mir nicht sicher, ob wir das wirklich tun sollten.“

„Was meinst du mit sicher? Du weißt genauso gut wie ich, dass nie irgendwas wirklich sicher ist. Außer möglicherweise die Unpünktlichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel, doch die tut nichts zur Sache. Wir sollten.“

Bring mich nach Hause

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  • Published 8 years ago

Um das von Anfang an festzulegen: Das ist keine CD-Kritik. Schon allein, weil Kritik so ein negativ konnotiertes Wort ist. Nennt es wie ihr wollt. Ich würde vielleicht sowas wie Wahrnehmungsbericht sagen.

Wir sind Helden haben ihr viertes Studioalbum veröffentlicht. Sie sind erwachsen geworden. Sie mussten niemandem mehr etwas beweisen, das ganze "Stars müssen Auszeichnungen kriegen damit sie akzeptiert werden."-Drama haben sie hinter sich. Eigentlich haben sie das auch nie wirklich gebraucht. Wer sich noch erinnern kann an damals, als Guten Tag in den Radios lief, wird wissen, was ich meine. Sie sind einfach keine 'normale' Band.

Bring mich nach Hause ist kein Wir sind Helden-Album. Das ist eine gewagte Aussage bei einer Band, für die es genauso wenig einen definierenden Titel gibt, wie für die Beatles oder Radiohead. Doch es stimmt. Bring mich nach Hause ist ein Wir sind Helden-Album. Es ist nur noch nachdenklicher, noch tiefgründiger und vielleicht auch noch ein kleines bisschen punkiger als die vorrangegangenen. Wir sind Helden sind noch lange nicht leise. Sie sind wieder gekommen, um wieder zu bleiben. Ganz sicher.

Stell dir vor, du wärst wieder
allein unter Leuten
Sängst traurige Lieder
vom Sein und Bedeuten

Wir sind Helden - Allein

Die ersten Zeilen des ersten Titels sind eine Ansage für das gesamte Werk. Melancholische Momentaufnahmen bei denen der Kontrastwert bis kurz an den Anschlag hochgeschoben ist. Wenige können so gut das Leben in Melodien rahmen, wie diese Band. Sehr wenige können das über Jahre hinweg immer wieder treffsicher.

Geht zum Musikhändler eurer Wahl, kauft diese Platte (Kauft am Besten die Zwei-CD-Version, die Akustikfassungungen sind umwerfend.) und sorgt dafür, dass sie in Zeiten von noch so offensichtlich manipulierten Charts sichtbar wird. Am Besten ganz oben. Nirgendwo anders gehört sie hin.

Es gibt nichts, was wir tun könnten,
außer uns auszuruhen.

Wir sind Helden - Nichts, was wir tun könnten

Society

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Society
I hope you're not angry
If I disagree

Music When The Lights Go Out

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  • Published 8 years ago

Der Daniel hat gefragt, unter anderem die Suse. Die hat dann unter anderem mich gefragt. Was gefragt, werdet ihr jetzt denken. Folgende 16 Fragen. Antworten wie immer ohne Gewehr.

1. Ein Lied aus deiner frühsten Kindheit

Kindheit, das ist doch schon so lange her. Lege mich einfach mal auf John Lennons Imagine fest. Schon allein, weil es eines dieser ganz besonders großartigen Lieder ist.

2. Ein Lied, das dich an einen Urlaub erinnert

"Ruby ruby ruby" schallte es auf der Abifahrt. Ist irgendwie im Kopf geblieben. Kaiser Chiefs also. Ruby.

3. Ein Lied, von dem du in der Öffentlichkeit nicht so gerne zugeben möchtest, dass du es eigentlich ganz gerne magst

Ich könnte ja jetzt was von Britney Spears und Avril Lavigne und wie sie alle heißen erzählen. Dummerweise gibt es ja da seit einigen Jahren dieses seltsame Last.fm, wo ja sowieso jeder sehen kann, was ich so für peinliche Lieder höre. Um es kurz zu machen: Gibts nicht.

4. Ein Lied, das du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast

Das dürfte vermutlich irgendwas von Oasis sein. Entweder Wonderwall oder Don't look back in Anger. Egal, beide großartig.

5. Ein Lied, das eine deiner liebsten Bands repräsentiert

Dazu müsste man Bands hören, die repräsentative Lieder schreiben. Ach Mist, mach ich ja. Das macht die Wahl trotzdem nicht einfacher. Ich entscheide mich jetzt einfach mal für Hospital Beds von den Cold War Kids. Hat alles, was die Cold War Kids ausmacht und diesen ganz besonderen Charme großer Kunst.

6. Ein Lied, in dem du dich selbst wiederfindest

The Verve - Catching the Butterfly. Weil ist so.

7. Ein Lied, das dich an eine spezielle Begebenheit erinnert

Du erkennst mich nicht wieder von den Helden. Die Art, wie Judith das auf dem Hurricane 2006 gesungen hat, werde ich nie vergessen.

8. Ein Lied, bei dem du am besten entspannen kannst

Ach man, diese Fragen sind einfach nicht geschaffen für die vielen schönen Lieder, die es gibt.

Brian Eno - Tal Coat

9. Ein Lied, das für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht

Die richtig gute Zeit war das Ende der Schulzeit und die Wiederentdeckung von Radioheads OK Computer. Exit Music (For a Film).

10. Ein Lied, das momentan ein Lieblingssong ist

Da kann ich beim besten Willen nicht ein Lied auswählen.

  • The Clogs - Last Song
  • Rachael Yamagata - The Only Fault
  • The National - You were a kindness

11. Ein Lied, das du deinem besten Freund widmen würdest

Ganz ohne Beatles gehts eben doch nicht. All Things Must Pass von George. Aus Gründen.

12. Ein Lied, bei dem du das Gefühl hast, dass es außer dir niemand gerne hört

Hier muss einfach Lose Yourself von Eminem hin. Weil ja heutzutage keiner mehr Hip Hop mag. Lose Yourself mag nicht gerade zu den Meisterwerken für die "wahren" Fans gehören, ich persönlich fand es schon immer und finde es noch immer eines der besten Lieder, die jemals über Musik geschrieben wurden.

13. Ein Lied, das du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst

Ich mag wenige Lieder nicht wegen des Liedtextes (Ja es gibt da auch ein deutsches Wort für.) Schwierige Entscheidung also. Kate Nash - Nicest Thing.

14. Ein Lied, bei dem du dich bestens abreagieren kannst

To Sacrifice a Child von Chikinki. Und ein paar andere.

15. Ein Lied, das auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte

Eindeutig Elton Johns Funeral for a Friend/Love lies bleeding von seinem Klassiker (sic!) Goodbye Yellow Brick Road. Und alle Tanzen, also ab da wo es sich dann anbietet.

16. Ein Lied, das du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest

The Kinks - Come Dancing. Schon allein, weil die Armen immerzu im Schatten von den Geröllheimern und den Pilzköpfen standen. Unberechtigt.

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Nunja. Illustrer Mix ist da zusammen gekommen. Könnte man ja fast überlegen darüber zu schreiben, wie sich das hinternanderweg anhört. Ich wünsche mir jetzt fleißiges Nachdenken- und Aufschreiben und so von Lea, Ines und Matthias.

Wir, die Verlorenen – Teil 3

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  • Published 8 years ago

Das Hupen eines LKWs schreckt mich auf. Gefangen in unserer Gedankenwelt bin ich mitten auf der Straße gelaufen. Mitten in der Nacht. Da kommt ja sonst niemand. Wenn mich der Fahrer nicht rechtzeitig gesehen hätte wäre ich jetzt vielleicht nicht mehr. Das komische ist, dass mir der Gedanke daran keine Angst macht.

“Geht es dir gut?”

Nicht nur der Lastwagen wurde von Gedanken verdrängt, sondern auch du. Jetzt stehst du vor mir, siehst mich mit dem selben Blick an, mit dem du vorhin in die U-Bahn gestiegen bist, fragst ob es mir gut gehe. Dabei weißt du ganz genau wie es mir geht. Wir sind uns zu nah. Wir sind der Welt zu fern. Wir werden hier bleiben für diese Nacht.

Die Stunden vergehen, wir sitzen am Straßenrand und schweigen. Ich beobachte dich. Heimlich. Du beobachtest mich auch. Offensichtlich. Einzig die Sterne könnten dazu Geschichten erzählen, aber es sind keine Sterne am Himmel zu sehen. Großstadtschicksal.

Ein paar Straßen weiter schreien sich alte Menschen an. Du suchst Schutz. Ich habe doch auch Angst. Zwar nicht vor den alten Menschen, aber davor, so zu werden. Irgendwann, irgendwo, mit irgendwem sinnlose, zu laute Argumentationen zu führen. Tagein tagaus die selbe Leier. Die fehlende Tiefe der Jugenderlebnisse ausgetauscht durch die fehlende Breite des Erwachsenenalltags.

Das Morgengrauen schleicht langsamer heran als sonst. Alles wird ein bisschen langsamer, wenn man nicht allein ist. Ob wir uns wohl wiedersehen werden fragst du. Ob das denn gut wäre frage ich zurück. Du nickst, hast verstanden, was niemand versteht. Manchmal trifft man Menschen nur ein einziges mal. Genau dann ist für einen kurzen Moment mal alles gut.

Wir, die Verlorenen – Teil 2

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  • Published 8 years ago

Wenn ich doch nur einen Grund hätte, dich anzusprechen. Ich bin nicht der Typ, der einfach auf Menschen zu gehen kann. Will ja selbst auch meistens meine Ruhe haben. Und doch, die äußeren Umstände treiben mich. Der außer uns leere Wagen, die künstliche, gerade anstrengende Helligkeit, dein bohrender Blick. Um meine Kommunikationsbereitschaft zu signalisieren nehme ich die Kopfhörer ab. Mein Versuch deinem Blick zu begegnen scheitert kläglich. Erneuter Anlauf. Es kann doch nichts passieren. Oder doch?

Nach einer kleinen Ewigkeit schaffen es meine Augen schließlich deinen zu begegnen. Du wirkst leicht irritiert, fast so, als ob du das nicht erwartet hättest. Für einen Moment glaube ich du würdest einfach aufstehen und durch die gerade noch offenen Türen flüchten.

Ein letztes Mal ganz fest die Zähne zusammenbeißen: “Warum?”

Mehr lässt mich meine Zunge nicht sagen. Mehr muss sie auch nicht sagen, du verstehst. Du verstehst und fängst zaghaft an zu erzählen von einem dieser Leben, die so verdächtig austauschbar klingen, dass jeder der Protagonist sein könnte. Du erzählst mir mein Leben, obwohl wir uns noch nie begegnet sind. Du erzählst mir, dass du nicht mit dem Rest feiern möchtest und dass du eigentlich viel lieber in unberührter Natur leben würdest. Ich bin sprachlos.

Endstation. Wir steigen aus, gehen nebeneinander vom Bahnhof, auf der Straße trennen sich unsere Wege. “Danke.” sagst du noch, dann biegst du um die Ecke.

Ich stehe auf der Straße, allein mit unseren Gedanken, um mich herum nichts als erzählte Schicksale die trotzdem immer wieder gelebt werden sollen.

Warum?