For Emma

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  • Published 9 years ago

Manchmal braucht es keine großen Worte.

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Manchmal kann man aus einem wunderschönen Lied ein Meisterwerk machen.

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Manchmal ist es einfach schön.

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While My Guitar Gently Weeps

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  • Published 9 years ago

Der wesentliche Unterschied zwischen Freundschaft und Verwandtschaft ist, dass man sich letztere nicht aussuchen kann. Doch kann man sich denn seine Freunde wirklich immer aussuchen? Gibt es nicht Situationen im Leben, in denen es mehr als nur ratsam ist, sich mit dem ein oder anderen Menschen gut zu stellen. Man muss dieses hochschlafen ja nicht immer zu wörtlich nehmen, aber das Vitamin B. Das gibt es. Das ist die eine Seite der Nichtwählbarkeit bei Freundschaften.

Die andere ist, dass Freundschaften gerade weil sie nicht einfach da sind wie Verwandtschaft eine ganz andere Art von Pflege und Vertrauen und Gegenseitigkeit bedürfen. Man streitet sich mal oder redet einfach aneinander vorbei. Das ist zwar selten gut aber normal und auch wichtig. Wenn immer alles perfekt wäre wäre auch immer alles langweilig. Dennoch ist es wichtig, dass man immer versucht den anderen zu verstehen, sich auf die Probleme einzulassen und Lösungen zu finden. Denn genau das zeichnet (gute) Freundschaften aus. Leider wird viel zu oft der Weg des geringsten Widerstandes gewählt und man schiebt die Schuld komplett auf den jeweils anderen und beruft sich auf den eigenen sinnlosen Stolz. Dabei könnte alles so einfach sein. Miteinander Reden!

I don't know how you were inverted
no one alerted you


The Beatles


Indefinitely

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  • Published 9 years ago

Es ist als ob man gefangen wäre, zusammengepresst von Wäscheklammern. Das Herz zusammengeschnürt, der ganze Körper möchte schreien, jede Faser ringt nach Aufmerksamkeit. Und der Bauch, der baut sich ein kleines Nest was gegen alles drückt. Dann will man Heulen und kann nicht. Weil irgendwas dagegen spricht. Wahrscheinlich darf man nicht, wenn man will, sondern muss nur wenn man nicht sollte. Naturgesetze sind manchmal ziemlich nervig.

The Perfect Song

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  • Published 9 years ago

Musik ist ja sowieso das Allheilmittel. Immer ist genug davon da, nie muss man sich sorgen machen, dass es irgendwann mal nicht das passende Lied für den momentanen Gemütszustand gibt.

Denkste.

Unpraktischerweise gibt es Situationen in die Köpfe kommen können in denen einfach kein Lied passen will. Dann sucht man stichworthaft aber eigentlich zusammenhangslos irgendein irgendwie passendes Lied. Auf YouTube, Last.fm, überall. Und trotzdem findet man nichts. Weil man falsch sucht, meistens.

Wenn man Glück hat begegnet man recht zeitnah oder auch etwas später einem Menschen der einen versteht, so richtig, so ohne Worte. Und der weiß welches Lied für ihn passen würde. Dann braucht man kein Glück mehr sondern nur noch seine Ohren um den Kopf endlich erlösen zu können von der Suche nach dem richtigen Lied. Dann ist alles wieder gut.

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Es gibt für jede Situation das richtige Lied. Aber nicht für jeden Menschen und jede Situation. Aber wenn sich zwei Menschen finden, die fast immer richtige Lieder für die Sorgen und Wünsche und Freuden des Anderen finden, dann ist das schön.

Just The Faces Change

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  • Published 9 years ago

Ich würde was drum geben mal wieder so richtig natürlich sein zu können. Tagein tagaus die selbe Maske, immer nett und hilfsbereit für die ganze Welt. Ist ja auch nicht so wichtig, dass nie was zurück kommt. Als ob ein winzig kleines Danke schon zu ewiger Ergebenheit verpflichtet. Wäre mir neu.

Die Schattenseite des Gutfreund seins. Nichtmal. Eigentlich die Schattenseite des hier Mensch seins. Niemals ehrlich sein. Sich wie alle anderen auch verstecken. Weil wir Angst vor uns selbst haben. Nicht vor den anderen.

Es macht keinen Spaß jeden Morgen in der U-Bahn den Volkstrauertaggesichtsausdruck präsentiert zu bekommen, gerade so, als ob kurz vorm Einstieg acht schwere Tragödien auf einmal eingetreten sind. Das kann man selbst als Frohnatur nicht ewig durchhalten. Recht schnell legte ich mir auch diese hübsche Melancholiemaske zu, werd ich wenigstens nicht mehr so komisch angesehen, so wie man angesehen wird, wenn man es wagt in der freien Wildbahn zu lachen.

Wie auch immer.

Mal da draußen und nicht auf euren Bildschirmen mein inneres nach außen kehren dürfen. Das wäre was feines.

I'm Still Here

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  • Published 9 years ago

Newsletter sind ja an und für sich ein schon fast ausgestorbenes Informationsformat. Ein paar interessante gibt es aber dann doch noch. Für mich zum Beispiel den von Kula Shaker. In dessen neuester Ausgabe schrieben sie, dass es einen neuen Song und bald auch ein neues Album geben wird.

Warum?

Weil Kula Shaker einzigartig sind. Aber gut. Das wird nicht reichen. Einzigartig sollte jede Band, sollte jeder Künstler sein, wenn er sich behaupten möchte. Das war schon immer so und das wird mit der zunehmenden Medienverfügbarkeit und Bereitstellungsmöglichkeit immer wichtiger. Zurück zu Kula Shaker. Historisch betrachtet könnte man sagen, dass Kula Shaker eine der vielen Britpop-Bands sind. Andererseits, was sagt das schon. Zwischen Suede, Oasis, Radiohead, Supergrass, Pulp, Blur, Kula Shaker und den vielen anderen gibt es letztendlich nicht so sehr viele (musikalische) Gemeinsamkeiten. Was Kula Shaker auszeichnet - einzigartig macht - ist eine Verknüpfung die es in der Form bei britischer Musik zuletzt bei den Beatles gab. Ein Wort: Indien.

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Man hört es raus, aus jedem Wort, aus jedem Ton, aus jeden Lied. Der Frontmann und vornehmliche Songschreiber Crispian Mills hat einige Zeit seines Lebens in Indien verbracht und schafft es zusammen mit dem Rest der Band immer wieder Konzepte traditionell indischer Musik mit mehr oder weniger modernem Rock, manchmal sogar fast Elektro-Pop zu verbinden. Natürlich sind nicht alle Stücke gleich gut, doch im großen und ganzen ist Kula Shaker eine verlässliche Größe wenn es um tiefsinnige Texte geht die möglichst keine eintönige musikalische Untermalung haben sondern durch die Musik zu einem zweiten Leben außerhalb ihres reinen Textdaseins erweckt werden.

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Strawberry Fields Forever

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  • Published 9 years ago

Ich war skeptisch. Sehr sogar. Zwar hatte ich viel gutes über Mia

Bernsteins Kurzgeschichtensammlung "Erdbeerflecken" gehört, doch war da immer meine stiefmütterliche Bindung zu Kurzgeschichten im Hinterkopf die mich lange Zeit davon abhielt das Buch - eigentlich eher Büchlein -  zu lesen.

Es war ein Fehler so lange zu warten. 134 Seiten gefüllt mit 14 wunderbaren Kurzgeschichten. Unterbrochen von Illustrationen die minimalistischer und doch treffender nicht sein könnten. Diese sind gezeichnet von Michaela von Aichberger. Schon allein das Zusammenspiel zwischen Text und nachfolgendem Bild ist mehr als Grund genug um das Buch zu lesen.

Übernimm die Verantwortung für dein Tun und Sein. Nicht den Kopf zerbrechen, das Chaos wird gar nicht sich deiner bemächtigen, wenn du heute dein Leben beginnst; es hat weit mehr zu bieten. Beschreite deinen neuen Weg. Es ist gut so, wie es ist. Sei mutig und trau dich. Sorg für dich. Ich liebe dich.

Lebensweisheit an Lebensweisheit gekettet zieht sich durch das ganze Buch ein roter Faden. Liebe. In allen Facetten dargestellt. Von himmelblau bis dunkelgrau. Das alles versehen mit dem ganz besonderen Schreibcharme von Mia Bernstein macht die Lektüre zu einem sehr kurzweiligen aber doch lehrreichem und schönem Erlebnis.

Erdbeerflecken
Mia Bernstein
Klare Texte + Bilder

Better Than Heaven

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  • Published 9 years ago

Es gibt diese Worte. Sie bleiben einfach im Kopf und schwirren umher und drehen jeden Gedanken. Einmal. Zweimal. Dreimal. Oder noch öfter. Eben genau so lange wie die Gedankenschraube braucht um bei "schön" anzukommen. Nicht öfter, das wäre übertrieben.

"Ich vermisse dich." sind drei solche Worte. Wenn sie denn vom richtigen Menschen kommen. Der Zeitpunkt ist eigentlich egal. Vermissen kann man sich ja leider viel zu oft. Da reicht schon eine trennende Glasscheibe.

"Ich denke an dich."
Mächtiger, viel mächtiger als das bloße Vermissen ist das aneinanderdenken. Fast glaubt man, Berge versetzen zu können im ausgelösten Gefühl durch Lesen oder Hören. Meistens Lesen. Das macht es noch grandioser aber zugleich auch noch schlimmer. Und doch fällt es trüben Gedanken in solchen Zeiten schwer sich gegen den Schraubenschlüssel zu wehren und schön gedreht zu werden.
Dann kommt der Schluckauf. Dann ist man glücklich.

Long Live Love

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  • Published 9 years ago


Es ist ein Versuch der zum scheitern verurteilt ist, jedesmal wieder, und doch ist es eine wichtige Frage: Was ist eigentlich Liebe?
Einzigartig. Das ganz bestimmt.
Ein Gefühl. Ganz bestimmt nicht. Nicht nur eins. Wie soll das denn funktionieren, Liebe als ein einziges Gefühl.
Ein Zustand. Nun, wenn es nicht nur ein, sondern anscheinend mehrere Gefühle sind, dann ist es vielleicht ein Zustand. Für den ein oder anderen mag das sogar schon dann und wann zutreffen. Allgemein ist aber auch Zustand nicht als ausreichend zu betrachten.
Was dann?
Nichts.
Nichts reicht.
Liebe ist mehr als alles.

Blame it on the Tetons

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  • Published 9 years ago

Language is the liquid
That we're all dissolved in
Great for solving problems
After it creates a problem

Modest Mouse

Sprache ist nicht unbedingt das sinnvollste Thema für einen Blogeintrag. Eigentlich ist Sprache gar kein sinnvolles Thema. Was will ich eigentlich sagen? Wenn ich das wüsste würde ich diesen Eintrag hier wahrscheinlich gar nicht verfassen. Im Grunde genommen steht in diesen vier Zeilen von Modest Mouse schon alles drin, was es über Sprache zu sagen gibt. Genau genommen reichen sogar die letzten beiden Zeilen. Denn alles, wirklich alles im Leben lässt sich im Endeffekt auf Probleme und Problemlösungen herunterbrechen. Und auf Kommunikation. Im Laufe der Evolution haben wir Menschen uns eine im großen und ganzen recht komfortable Möglichkeit angelegt unsere Gedanken zu äußern. Wir lernten Sprechen. Später dann Lesen und Schreiben.

Doch was nützt die Fähigkeit etwas auszudrücken, was man nicht begreifen kann? Was sind Gedanken wert, wenn man sich stundenlang darüber streiten kann, was eigentlich Gedanken sind? Oder anders gesagt: Was macht uns so besonders, dass wir davon sprechen zu sprechen, zu denken, zu glauben, überhaupt Meinungen haben und bilden zu können, all diese abstrakten, nicht auf motorische, sichtbare Handlungen rückführbaren Aktionen, die wir im Laufe unseres Lebens ausführen.

Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. 42 ist mit Abstand die genaueste und zuverlässigste Antwort die ich geben kann. Und selbst die ist noch ziemlich wage.

Wenn man Meyers Konversationslexikon (4. Auflage, Leipzig und Wien 1890) fragt, landet man schnell bei Wilhelm von Humboldt und seiner doch irgendwie treffenden Definition der Sprache, welche "die ewig sich wiederholende Arbeit des menschlichen Geistes, den artikulierten Laut zum Ausdruck des Gedankens fähig zu machen" (Meyers, Bd. 15, S. 178) ist. Doch dann kommt schnell die nächste Frage, der nächste Gedanke: Was eigentlich sind Gedanken? Wenn es um die Beantwortung solcher Fragen geht, begiebt man sich bekanntermaßen am Besten zu der Wissenschaft, die sich schon seit tausenden Jahren exakt diese Fragen stellt. Zu den Philosophen. Im "Historischen Wörterbuch der Philosophie" (Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, Basel 1995) heißt es:

Im Deutschen hat das Wort <S.> zwei Bedeutungsfelder. <S.>, allgemein verstanden, bezeichnet in einem umfassenden Sinn den gesamten Bereich dessen, was mit der Äußerung von Vorstellungen, mit Ausdruck, Appell und Mitteilung sowie mit Formen und Materialien, Medien und Techniken usw. zu tun hat: Sprechen und artikuliertes Denken, Worte und Wörter, Satz und Text, ferner Stimme, Laut und Schrift [...]

HWPh, Bd. 9, Sp. 1437

Das ist doch schon um einiges greifbarer. Sprache ist also ein Mittel, was nicht nur dazu da ist Gedanken auszudrücken. Irgendwie tröstlich. Bleibt die Frage, wie sich Sprache zu Bewusstsein verhält, oder: Denken wir in der selben Sprache in der wir Sprechen und wenn ja, ist das eine bewusste Entscheidung, wenn nein, ist unser Verständnis der Aussagen innerhalb des Körpers - also in unserem Bewusstsein - ein anderes, weil in einer anderen Sprache gedacht, als das Verständnis, welches außerhalb ankommt?

Ich glaube, ich werde hier zu keinem endgültigen Schluss kommen. Wahrscheinlich ist dies auch gar nicht möglich. Denn wie soll man etwas definieren, was man benötigt um die Definition überhaupt formulieren zu können.

Oder um es mit den Worten des - auch anderweitig für diesen Artikel sehr inspirierenden - @Weiszklee zu sagen:

Wir haben ja nur unser aus Wörtern gebautes Bewusstsein, um über die Wörter und das Bewusstsein nachzudenken. Das kann nichts werden.

@Weiszklee