A Kind of Magic

  • Reading time: 2 min
  • Published 11 years ago

War ja klar, dass ich mir irgendwann diese "Neuerfindung der Maus" zulegen würde. Schließlich bin ich dann letztendlich wohl doch Fanboy. Nein bin ich nicht. Ich mag Apple, weil Apple gute Produkte herstellt. Weil die Dinge meist einfach so funktionieren, wie man es erwartet. Natürlich auch, weil es einfach schick aussieht, aber das ist ja Geschmackssache.

Was hab ich erwartet?

Nichts. Ich habe mir mit der Zeit abgewöhnt großartige Dinge von etwas zu erwarten. Ich kannte die Webseite, ich kannte Erfahrungsberichte von begeisterten Nutzern, ich kannte welche von enttäuschten. Habe sie mal in der Hand gehalten. Für tauglich befunden. Dazu kommt noch die allgemeine Begeisterung für Multi Touch. Sicher mit hervorgerufen durch intensives MacBook Nutzen. Alles in allem also eine solide Basis um sich auf den - mit 70 € ja doch nicht ganz billigen - Kauf der Magic Mouse einzulassen.

Und? Toll? Nicht toll? Schon aus dem Fenster?

Nicht ganz so toll, wie sie sein könnte. Andererseits lernt man als Apple Nutzer sehr schnell, dass das erste Produkt einer Generation nie das volle Potential der Möglichkeiten ausschöpft. Zum einen ist das sicherlich Teil  von Apples Marketingstrategie, zum anderen regt es mich als angehenden Ingenieur zum nachdenken an, was man noch alles besser machen kann und schließlich bleibt die Tatsache, dass es selbst wenn es vielleicht noch nicht perfekt ist, trotzdem nicht nur ein Versuch, sondern ein gelunger Einstieg in eine neue Denkweise "Maus" ist.

Probleme?

Ja klar, diese "Einfach anstecken, der Rest geht von alleine"-Philosophie funktioniert nun mal nur, so lange man nichts an den Systemeinstellungen unter der Haube ändert. Aber das würde ja keinen Spaß machen. Für den Ottonormalverbraucher also sicherlich keine. Für mich schon ein paar kleine. Eingerichtet zum einfachen Links- und Rechtsklicken war sie schnell, für den Rest brauchte es ein vertretbares Software-Update (mit Neustart), einzig Schmerzhaft war die Feststellung, dass die Empfindlichkeit des Mauszeigers nicht so schnell einzustellen geht, wie man es gerne hätte und, dass die geliebten Seitentasten der Mighty Mouse fehlen. Zum Glück bietet Apple jedoch für fast jedes Problem auch eine schnelle Lösung und so wurde das bisher auf diesen Tasten genutze "Spaces anzeigen" kurzerhand auf eine der aktiven Ecken verlegt.

Im Großen und Ganzen also eine sehr zufriedenstellende Mauswechselaktion. Etwas unpersönlich sieht sie noch aus, so ohne Nutzspuren. Etwas unpersönlich wird sie wohl auch immer bleiben, so ohne Mausrad.