(N)irgendwo

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Ich will nicht nach Hause gebracht werden. Nicht von dir, nicht von jemand anderem, von niemand. Wenn du unbedingt etwas für mich tun willst, dann sag mir wo es ist, dieses zu Hause. Sag mir wo, sag mir wie, sag mir, wieso du das weißt und nicht ich. Bring mir mein zu Hause in den Kopf. Zeig mir, warum ich mich dort, wo ich sein sollte, besser fühlen würde.

Nichts ist richtig hier. Die falschen Menschen betrachten mich sorgenerfüllt mit den falschen Blicken und ziehen ununterbrochen die falschen Schlüsse. Ich bin nicht euer Spielzeug. Ich will mein eigenes Leben leben, meine eigene Spielwiese haben. Ich will mich wohl fühlen. Nicht dieses profane ist ja ganz nett hier Gefühl sondern das große Ganze. Mit Schampus und Kaviar.

Ich hab es mir immer schon vorgestellt. Dieses zu Hause. Nicht dieses hier. Das Gedankengebäude „zu Hause“. Der Ort, an dem alles in mir und alles von mir seinen Platz findet ohne ihn zu suchen. Der Ort an dem immer alles stimmt, auch wenn mal etwas daneben geht. Der Ort, an dem man aus Fehlern lernen kann und sie trotzdem wiederholt, weil es nicht die schlimmen, unwiderruflichen Fehler sind.

Sag, ist das hier real oder weinbasiert? Kann ich hier bleiben? Ich will hier bleiben. Schau, dort ist sogar ein Kamin. Das ist richtig hier. Das darf hier bleiben, mir bleiben, da sein.