Selbstverständlichkeiten

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  • Published 8 years ago

Die Nächte in dieser Jahreszeit sind zwar nicht wesentlich länger als in anderen, zumindest nicht, solange man sie im Rahmen des ständig treibenden Lebens eingebettet lässt, aber die Nächte in dieser Jahreszeit sind oft gedankenreichere Nächte. Das Jahresende rückt mit erdrückender Geschwindigkeit näher und näher und wie immer gibt es noch zu viele Dinge, die erledigt, zu viele Ideen, die aufgeschrieben, zu viele Herzen, deren Fragen beantwortet werden wollen.

Die meiste Zeit des Jahres halten wir zu viel in unserem Leben für selbstverständlich. Licht. Wärme. Das Leben an sich. Doch, was haben wir davon

Zwar wird in diesen letzten Wochen des Jahres traditionell schon sehr viel Kopfleistung darauf verwandt, sich Gedanken über möglichst gute Vorsätze zum nicht einhalten zu machen und nebenbei klopft Weihnachten an die Tür und damit verbunden die alljährliche Feststellung, dass man es wieder erfolgreich geschafft hat, aus dem "Nächstes Jahr kaufe ich alle Geschenke rechtzeitig." ein "Naja, immerhin weiß ich bei zweien von zweiundvierzig schon so in etwa, was sie kriegen sollen." werden zu lassen. Nicht gerade günstige Voraussetzungen also, um sich auch noch damit zu beschäftigen, was man für zu selbstverständlich hält. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, sich all der kleinen Dinge, die andere Menschen und vor allem die Natur tagein tagaus fûr uns tun, bewusst zu werden, kurz lächeln und dann nicht inne zu halten, sondern an sich selbst nach unten schauen. Wir wollen alle nur ein schönes Leben haben, also sind wir auch alle dazu verpflichtet unsere persönlichen Stärken dazu zu nutzen, das Leben derer um uns herum besser zu gestalten. Was auch immer dieses besser im Einzelfall bedeutet.

Leben ist einzigartig.