Meandering Soul

This day is done, I'm going home.
eFranes Penguin Avatar

Ausbrechen

12
Feb 2013

Ich kann spüren, wie Geschichten zwischen meinem Kopf und meinem Herz hin- und herwandern. Irgendwas hält sie davon ab, auszubrechen. Irgendwo ist eine Sperre auf dem Weg nach draußen.

Wahrscheinlich ist es die selbe Sperre, die sich in meine innere Mitte gesetzt hat. Wenn ich die Augen schließe spielt mein Körper Jahrmarkt. Mit allem. Nur ohne mich. Immerhin sind die Feuerwerkseffekte vor den Augen beeindruckend. Auf die wechselwarmen Gefühlschauer an den Armen, die sich zuweilen auch in spontanen Gänsehauteruptionen äußern, würde ich dennoch gerne verzichten. Es muss so viel raus, doch der Schlüssel fehlt. Das ist, wie mit dem Füllfederhalter schreiben zu wollen, wenn keine Tinte mehr greifbar ist. Inklusive dem hilflosen Kratzen. Ich möchte das nicht.

  • Published on February 12, 2013
  • 117 words

Challenge Accepted

05
Jan 2013

Und dann kam mir der Gedanke, dass das hier mal sehr viel Spaß gemacht hat und dies ist demzufolge der Versuch, zu schauen, ob dieser Spaß wiederbelebbar ist. Diesem Versuch stellt sich ein Hang zum Dinge nicht mehr nur Halb machen wollen entgegen. Und ein Hang dazu, lieber tausend Dinge anzufangen als Einhundertzweiunddreißig zu beenden. Wäre ja sonst auch bei weitem nicht kompliziert genug. Und das wäre nicht vertretbar mit einer Jugend die abgesehen von vielen guten Ratschlägen nie vergessen hat, darauf zu achten, oft genug auf die bevorstehende Kompliziertheit und Komplexität des Erwachsenseins hinzuweisen. Tja nun. Challenge Accepted.

  • Published on January 05, 2013
  • 99 words

Alltagsmistkram

25
Sep 2012

Das eigentliche Problem am Telefonieren ist nicht der dadurch erzwungene Kontakt zu Menschen, sondern die bedingte Kommunikationsredundanz. Wenn man zum Beispiel bei einem Friseur anruft, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Termin zum Haare waschen/schneiden/legen haben möchte ziemlich nah an 100%. Trotzdem ist es nach sozialen Verhaltenskonventionen notwendig, “Hallo, ich hätte gerne einen Friseurtermin” zu sagen. Dieses Dilemma wirft ohne Zweifel und nicht ganz unbegründet die Frage auf, wie oft denn jemand beim Friseur nach einem Zahnarzttermin fragt.

  • Published on September 25, 2012
  • 78 words

Die Frage nach dem nächsten Gespräch

25
Sep 2012

Immer, wenn ich mich mit Menschen unterhalte, denke ich darüber nach, worüber wir wohl reden werden, wenn wir uns das nächste Mal begegnen. Dieser Denkprozess wird mitunter so nervenfressend, dass er mich daran hindert, das aktuelle Gespräch fortzuführen. Meist enden diese fatalen Gedankenspiele mit der Frage danach, wo man wohl wäre, hätte man nicht über das nächste Gespräch nachgedacht.

  • Published on September 25, 2012
  • 59 words

Hängemattengedanken

19
Aug 2012

Falls ihr bisher der Meinung wart, dass alles gut wird, sobald man in einer Hängematte liegen kann, habt ihr euch geirrt. In Wahrheit nämlich wird nicht alles gut, sondern viel viel besser, als ihr es euch jemals habt träumen lassen. Allerdings braucht es dazu eine weitere Zutat: Meereswellenrauschen. Perfektionierbar mit einer Prise Sonnenuntergang.

Überhaupt sind Sonnenuntergänge am und ins Meer nicht zu verachten. Das Versinken des Feuerballs im unendlichen Blau, schon so manch einen berufenen und weniger berufenen Poeten und Maler hat diesem Naturschauspiel ein Denkmal gesetzt. Dabei begehen wir alle immer wieder den gleichen Fehler: Ereignisse, die so rein und schön sind, kann man nicht festhalten. Stattdessen sollten wir uns geehrt fühlen, dass die Natur uns immer wieder an solch einfacher Eleganz und unerreichbarer Großartigkeit teilhaben lässt.

Trotzallem besteht natürlich kein rechtfertigbarer Grund, mit dem Versuch des Sonnenuntergangsmagiefesthaltens aufzuhören. Vielleicht klappt das ja irgendwann. Das wäre schön.

  • Published on August 19, 2012
  • 148 words

Sitzen vier Polen im Auto

19
Jul 2012

Als ich Anfang des Jahres mitbekam, dass Alexandra Tobors erstes Buch “Sitzen 4 Polen im Auto” bald erscheinen würde, hibbelhüpfte ich erst einmal ein wenig durch die Wohnung. Es ist viel Zeit vergangen, seit ich Tiffy zum ersten Mal aus ihren Entwürfen lauschen durfte und unter anderem von den Schwierigkeiten erfuhr, die durch ein Paar Eichhörnchenschuhe in deutschen Schulen auftreten können.

Nichtsdestotrotz fällt es mir nicht leicht, Worte zu finden, dieses Buch zu empfehlen. Nicht, weil ich es nicht empfehlen möchte, sondern zum Einen, weil das schon andernorts besser getan wurde, als ich es könnte und zum Anderen, weil mir dieses Buch persönlich sehr viel bedeutet. Es wäre also nicht fair, würde ich dieses Buch hier umfangreich rezensieren, da diese Kritik gefahrlaufen würde, von Kritik völlig frei zu sein.

Nun möchte ich aber dennoch nicht ganz ohne ein paar Bemerkungen über dieses Buch verbleiben. Dass ich es sehr mag, dürfte dem geneigten Leser dieses Textchens hier schon bewusst geworden sein. Vor allem aber, und dies nicht um den Inhalt in den Schatten stellen zu wollen, sondern, um dessen Wichtigkeit zu unterstreichen, möchte ich den meiner Ansicht nach wichtigsten Satz aus dem Nachwort des Romans wiedergeben: “Fiktion bringt uns die Wirklichkeit näher, als die objektive Wahrheit der Fakten es vermag.” Alexandra Tobor hat in diesem Satz sehr schön die Faszination eingefangen, die uns immer wieder dazu treibt, uns in fiktive Gedankenwelten zu flüchten. Denn, es ist eine sicher auch zu Olas Schulzeiten vermittelte deutsche Binsenweisheit: Die Gedanken sind frei.

Abschließend bleibt mir noch, dem nun hoffentlich nach der Geschichte von Lux! und Eichhörnchenschuhen gierenden Leser den Hinweis an die Hand zu geben, dass die durch das Lesen dieses Buches induzierten Lachanfälle durchaus einem größeren Umfeld (lies “Bitte im öffentlichen Nahverkehr lesen”) gut tun können. Zugleich bleibt aber zu bedenken, dass der wachsame Leser sich ab und an von einem weinenden Auge befallen finden wird. Denn - weiter oben steht es bereits - dieses Buch bringt uns der Wahrheit ein Stück näher.

Um die Sache kurz zu fassen: Es ist toll, lest es bald! Und wer sich noch immer nicht sicher ist, begebe sich auf der Stelle zum Einhorn, da kann man nämlich reinhören. Mit ganz viel Öpve.

Sitzen vier Polen im Auto

Alexandra Tobor

  • Published on July 19, 2012
  • 373 words

Close your eyes

29
Jun 2012

In your eyes I can see that you're cracking up.
In your eyes I can see that you've had enough.

(The Chemical Brothers)

  • Published on June 29, 2012
  • 27 words

Wörter, ohne Bindungsdrang

19
Jun 2012

Im Endeffekt sind nur noch Wörter da. Ohne Zusammenhang, ohne Bindungsdrang. Sogar ohne innere Bedeutung. Worte wollen sie nicht mehr werden, haben Angst vor dem, was sie dann sagen könnten, mehr aber noch vor dem, was sie vergessen könnten.

Es gibt aber ein paar Galapagosschildkröten und kalifornische Kiefern unter all diesen Wörtern. Ein paar von ihnen sind so alt, dass sie noch nicht vergessen haben, wie es ist, Wort zu sein. Manchmal, wenn ich schlaflos im Bett liege, lausche ich diesen weisen Worten. Es sind zu wenige, um Geschichten zu erzählen und viel zu wenige um am eigenen Leben weiter zu schreiben, doch ihre Melodien sind beruhigender, als Meeresrauschen, welches so schön ist, dass man aus der Erinnerung daran durchaus einen Patronus beschwören könnte.

  • Published on June 19, 2012
  • 124 words

Die Frage nach dem Warum

31
May 2012

Matthias hat nach unseren Leidenschaften gefragt. Also habe ich nachgedacht, und versucht, herauszufinden, warum ich (und vielleicht auch andere) das mit dem Bloggen mache.

Ich würde sagen, die ganze Misere nahm mit dem Schreiben darüber ihren Anfang. Man sitzt da und nimmt einen Stift in die Hand, schreibt ein paar zaghafte Worte auf eben noch jungfräulich weißes Papier und schon weiß man nicht mehr, wo einem der Kopf steht.

Vielleicht war es früher einfacher, sich hinter Wörtern zu verstecken, sie zu Wortschutzschilden gegen die unliebsame Umwelt zu formen, doch die Wahrheit ist, es ist nicht einfach, sich zu verstecken, in einer Welt, die nicht mehr stehen bleiben will. Eine Welt, die das Pausieren verlernt hat, braucht Anker und Ketten, die an den Ankern hängen. Um diese Anker und Ketten geht es mir. Darum, dass das geschriebene Wort, der zu Ende gedachte Gedanke, jemandem dort draußen einen Halt geben kann. Wenn auch nicht für immer, so hoffentlich zumindest für einen Moment. Ich möchte Ankerwerfer sein.

Jeder Mensch liest für sich alleine. Wahrscheinlich ist gerade dies der Hauptgrund für die Kraft, die hinter einem Satz zu stehen vermag. Meist gerade hinter Sätzen, die auf den ersten Blick gefahrlos scheinen. Ich meine nicht die allseits bekannten Phrasen, nicht das große “Ich liebe dich” in all seinen Varianten. Nein, mir geht es um die Art von Wortfolgen, die berühren, ohne anzufassen. Jeder Mensch liest für sich alleine, ich wiederhole mich da gerne. Wir Menschen tendieren dazu den Dingen nicht die nötige Ehrfurcht und Wichtigkeit beizumessen. Um nun also korrekter zu werden, muss ich eigentlich sagen: Jeder Mensch fühlt für sich alleine. Denn lesen ist fühlen. Fühlen auf eine der tiefgreifendsten Arten, die es gibt.

Wenn es Worte gäbe, um auszudrücken, was jene empfinden, die Schreiben, gäbe es bestimmt bald keine Autoren mehr. Denn was gäbe es zu erzählen, wenn gesagt werden könnte, warum es etwas zu erzählen gibt?

Vielleicht ist das alles aber auch nur das Ende zu einer Geschichte, die kein Ende haben darf. Wir sollten es heraus finden. Weil wir alle Autoren unserer Gefühlsweltniederschriften sind.

  • Published on May 31, 2012
  • 343 words

Einheitsgedankenmarmelade

28
Apr 2012

Sie klatschten sich Herzen an die Stirn, weil sie es nicht anders gelernt haben. Sie wissen nicht, warum das keine Liebe ist. Sie schreiben Tagebucheinträge epischen Inhaltes, weil man ihnen sagte, dass Schreiben hilft. Sie wissen nicht, warum Schreiben erst hilft, wenn man darüber redet.

Platitüdenzwang. Einheitsgedankenmarmelade. Wir sind doch alle nur traurige, verlorene Seelen ohne Zukunft.

  • Published on April 28, 2012
  • 57 words

Birth of a Book

01
Apr 2012

(ohne Worte. Dafür mit sehr viel Liebe.)

  • Published on April 01, 2012
  • 12 words

Grauer Schmetterling

30
Mar 2012

Man müsste eine Pfauenfeder sein. Dann könnte man sich nicht nur darauf verlassen immer und zu jedem Anlass angemessen gekleidet zu sein, nein, man hätte sogar nahezu immer die Blicke aller umstehenden sicher. Zugleich wäre man aber fragil und schützenswert und daher sicher davor, in endlose langatmige Gespräche verwickelt zu werden. Man müsste auch auf Empfängen nicht nur profanen Sekt trinken, sondern könnte ihn mit Orangensaft anreichern. Mit einem kurzen betörenden Schwenk des Federauges bekommt man sicher auch Curacao dazu und kann sich rühmen, eines der farbenfrohsten Getränke im Saal genießen zu dürfen.


Bukowski hätte es sicher gemocht, eine Pfauenfeder zu sein, wenn er nicht so verliebt darin gewesen wäre, ein grauer Schmetterling zu sein, der die Pfauenfedern zielsicher und niederschmetternd analysiert.
  • Published on March 30, 2012
  • 122 words

Don't go

28
Mar 2012

I keep on hoping that we'll find another reason to compromise.

  • Published on March 28, 2012
  • 19 words

Was ich fühle

27
Mar 2012

Bevor ich dich kennen lernte, wusste ich nicht, was Chris Martin meint, wenn er “when you love someone but it goes to waste” singt. Liebe ist ein großes Wort. Ich nahm mir schon oft vor, es seltener in den Mund zu nehmen, überhaupt auch vorsichtiger damit umzugehen. Doch ist das mit der Liebe nicht so einfach. Insbesondere nicht, wenn so wundervolle Menschen wie du in mein Leben treten.

Du kamst und hast mich zum Lachen gebracht, einfach so. Gleichzeitig warst du da und hast zugehört und ich hörte dir zu. Wir lernten, uns zu vertrauen. Wir lernten uns kennen. Die Magie, die von dir ausging, war an manchen Tagen kaum in Worte, an anderen nur gar schwerlich in Bilder zu fassen. Ich liebte dich.

Das Gefühl, verliebt zu sein ist einzigartig. Jeder Mensch fühlt jedes Mal wenn er liebt ein bisschen anders. Dass, was wir beschreiben, wenn wir gefragt werden, was wir denn fühlen, ist Zuneigung. Innige Zuneigung wahrscheinlich, doch nicht mehr. Liebe kann man nicht beschreiben. Du sagtest einmal, Liebe ist. Du bist.

All das habe ich dir nie gesagt. Ich hatte Angst. Furchtbare Angst. Du warst als Freundin zu wichtig geworden. Bei allem, was in mir vorging, ist es immer am wichtigsten für mich gewesen, dass du glücklich bist, weil du mich glücklich machtest, mich zur Not festhieltst mit deinen sanften Worten und deiner warmen Stimme. Ich brauche dich.

Eines Tages, in einem anderen Leben, erzähltest du mir, dass du dich verliebt hättest. Natürlich hast du das nicht so gesagt. Dazu spürtest du zu gut, wer du für mich warst. Doch ich kannte dich auch. Deine Zeilenzwischenräume sind schon längst zu meiner Wahlheimat geworden. Also fing ich an zu kämpfen. In mir. Versuchte erst und natürlich unsäglich lang, mir einzureden, dass das ja keine Rolle spielt, weil ich ja trotzdem mehr zähle. Du hast nie geblockt. Du wurdest nicht verschlossener. Das hat mich bestärkt.

Wie dumm ich war, wurde mir klar, als wir über deine Zukunft redeten. Nie zuvor hattest du so offen über deine Gefühle geredet. Nie zuvor, war es für mich so schwer, da zu sein. Mein Herz rebellierte. Bald schon brachen die angestauten Zuneigungsgedanken wasserfallartig aus mir heraus. Und Du hast mich förmlich in die Arme geschlossen mit deiner Art, mir zu sagen, dass alles okay ist. Dass du dies spürtest.

Ich möchte dir das Ende der Geschichte verraten. Ich werde immer für dich da sein, doch ich liebe dich nicht mehr. Zuneigung, höchstmögliche Zuneigung und mehrere dicke Scheiben Vertrauen sind, was ich fühle.

  • Published on March 27, 2012
  • 419 words